Das Bohrarchiv wurde 100 Jahre 100 Jahre Bohrarchiv Hamburg

Bohrdaten des Hamburger Untergrundes – Das Bohrarchiv des Geologischen Landesamtes Hamburg wird am 7. Februar 2011 100 Jahre alt. Seit 1911 werden dort Informationen über den Untergrund Hamburgs gesammelt.

Prof. E. Koch und Mitarbeiter bei der Bohrprobenbearbeitung Prof. E. Koch und Mitarbeiter bei der Bohrprobenbearbeitung

100 Jahre Bohrarchiv Hamburg

Auf Anregung des Direktors des damaligen Mineralogisch-Geologischen Instituts, Georg Gürich, begann Emil Koch 1911 mit der Neuordnung und dem Ausbau des Bohrarchivs des Instituts. Er sammelte systematisch alle Daten über die Geologie des Hamburger Untergrunds. Dabei arbeitete er sowohl mit Bohrunternehmern als auch mit staatlichen und privaten Auftraggebern für Grundwasser-Erschließungsbohrungen sehr eng zusammen.

Schichtenverzeichnis von 1948 Schichtenverzeichnis einer Bohrung von 1948 aus dem Bohrarchiv des Geologischen Landesamtes
Im Zweiten Weltkrieg wurde in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 1943 das zu jener Zeit im Gebäude Lübeckerthor 22 untergebrachte Bohrarchiv zerstört. Mit Ausnahme einiger weniger Unerlagen, die in ein anderes Gebäude an der Binnenalster ausgelagert waren, gingen alle im Laufe der Jahre zusammengetragenen Archivalien und geologischen Daten über den Hamburger Untergrund in einer einzigen Bombennacht verloren.

Mit der Umbenennung der Außenstelle Hamburg des Reichsamtes für Bodenforschung in Geologisches Landesamt Hamburg am 10. November 1948 wurde das Bohrarchiv Teil des Landesamtes.

Bis heute ist der Datenfundus des Bohrarchivs eine unverzichtbare und wertvolle Datenquelle über den Hamburger Untergrund. Das Geologische Landesamt kann seine Auskunfts- und Beratungstätigkeit inzwischen auf Informationen aus rd. 250.000 Bohrungen stützen, die nahezu vollständig digital verfügbar sind.
 

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