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Gemeinsam für Ressourcenschutz Wassermelonen-Rettung auf dem Hamburger Großmarkt

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Insgesamt sind es 3 Tonnen, die in 20 Fahrzeugen ihren Weg in die Stadt finden.

Viele Wassermelonen liegen neben- und übereinander.

Gemeinsam für Ressourcenschutz: Wassermelonen-Rettung auf dem Hamburger Großmarkt

Das Telefon klingelt. Es ist die Hamburger Tafel, die die Initiative foodsharing um Unterstützung bittet. Der gemeinsame Kooperationspartner vanWylick hat auf dem Großmarkt mehrere Tonnen Wassermelonen stehen. Sie sind zu leicht, um beim Discounter als Mini-Melonen durchzugehen.

Deswegen hatte die Tafel schon einen Großteil der Melonen abgeholt und an sämtliche Ausgabestellen in ganz Hamburg verteilt. Auch an Tafeln außerhalb der Hansestadt, soziale Einrichtungen und Essensausgaben für Bedürftige wurde gedacht. Denn das ist die gemeinsame Absprache zwischen Tafel und foodsharing: Zuerst bekommt die Tafel Lebensmittel, erst dann rettet foodsharing als letzte Instanz vor der Mülltonne.

Die Initiative foodsharing engagiert sich, um Ressourcen zu schützen und noch genießbare Lebensmittel zu verwenden. In der ehrenamtlichen Initiative organisieren sich in Hamburg etwa 1.400 Menschen. Schätzungsweise 10.000 Personen helfen, die geretteten Lebensmittel zu verzehren, einzukochen, zu fermentieren und anderweitig haltbar zu machen.

Die Lebensmittelverschwendung beschleunigt die globale Klimakatastrophe. Je weniger Lebensmittel weggeworfen werden, desto besser für das Klima und damit für uns alle. Daher sind immer mehr Menschen bei foodsharing aktiv.

Nach vermittelter Kontaktaufnahme über die Initiative "aufgefangen" haben sich die ersten Ehrenamtlichen auf dem Großmarkt eingefunden. Sie laden Sprinter und Kofferräume voll mit Wassermelonen.

"Wir freuen uns, die Hamburger Tafel und foodsharing in ihren Missionen zu unterstützen", sagt Gerhard von Kiwa, Manager bei Fruchtimport vanWilyck Hamburg, während die leeren Paletten wieder ins Lager gehen.

Insgesamt sind es 3 Tonnen, die in 20 Fahrzeugen ihren Weg in die Stadt finden: in die öffentlich zugänglichen Fairteiler-Kühlschränke, in die Nachbarschaft und zum veganen Straßenfest auf St. Pauli. "Unsere Motivation bleibt stark", sagt Arild Thielemann, die für foodsharing die Koordination auf dem Großmarkt übernommen hat. "Wir setzen uns weiterhin mit Herzblut dafür ein, Lebensmittel vor der Mülltonne zu bewahren – für eine gesündere Umwelt und eine gerechtere Welt." Denn jedes einzelne gerettete Lebensmittel ist gelebter Umweltschutz.

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