Neuregelungen Studieren ohne Abitur

Das Hamburgische Hochschulgesetz wird weiter modernisiert. Der Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte wird somit auch dann ermöglicht, wenn diese kein Abitur haben.

Studieren ohne Abitur

Gesetzesentwurf des Hamburger Senats
Der Hamburger Senat hat einen Gesetzesentwurf zur Verbesserung des Hochschulzugangs für beruflich Qualifizierte und zur gezielten Nachsteuerung beim Bachelor-Master-Studiensystem beschlossen. Ziel ist, mehr Berufstätigen den Zugang zu Bildungs- und Aufstiegschancen zu gewähren sowie die Bedingungen in Studium und Lehre zu verbessern. Die Neuregelungen sollen am 15. Juli 2010 in Kraft treten und damit bereits für das kommende Wintersemester 2010/11 wirksam werden.

Meister und Fachwirte
Ziel der Neuregelungen ist es, die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung zu erhöhen. Beruflich Qualifizierte, die eine Aufstiegsfortbildung durchlaufen haben, erhalten danach künftig eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung und werden somit Abiturienten gleichgestellt. Hierunter fallen insbesondere Meister und Fachwirte, aber auch Inhaber anderer Fortbildungsabschlüsse nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung.

Fachschulabschlüsse
Ebenso dazu zählen Inhaber von Fachschulabschlüssen oder vergleichbaren Fortbildungsabschlüssen für Berufe im Gesundheits- und Pflegewesen sowie von Befähigungszeugnissen nach der Schiffsoffizier-Ausbildungsverordnung. Um zu gewährleisten, dass sie hinreichend über das Studienangebot und die Studienbedingungen aufgeklärt sind und somit eine informierte Studienentscheidung treffen können, werden die Hochschulen intensivierte und verpflichtende Beratungsgespräche durchführen. 

Abgeschlossene Berufsausbildung
Beruflich Qualifizierte, die über eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine dreijährige Berufspraxis verfügen, sind – ebenfalls unabhängig von ihrer jeweiligen fachlichen Vorbildung – zum Studium in allen Studiengängen berechtigt, für die sie eine Eingangsprüfung bestanden haben. Die erforderliche Berufspraxis kann in einem Umfang von bis zu zwei Jahren durch Zeiten der Kindererziehung und Pflegetätigkeit oder auch durch einen Wehr-, Ersatz- oder Freiwilligendienst ersetzt werden. Mit dieser Anrechnungsmöglichkeit sowie der freien Studienwahl geht der Senat zugunsten von Studieninteressierten in zwei wichtigen Punkten über den KMK (Konferenz der Kultusminister)-Beschluss von 2009 hinaus. 

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Studieren ohne Abitur
Das Hamburgische Hochschulgesetz wird weiter modernisiert. Der Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte wird somit auch dann ermöglicht, wenn diese kein Abitur haben.
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