Zuständige Stelle Zuständige Stelle für die Berufsbildung im öffentlichen Dienst und in der städtischen Hauswirtschaft

Das Zentrum für Aus- und Fortbildung des Landesbetriebes ZAF/AMD ist als zuständige Stelle die Ausbildungs- und Prüfungskammer in den Berufen des öffentlichen Dienstes nach § 73 Berufsbildungsgesetz (BBiG) und in der Berufsbildung der Hauswirtschaft mit Ausnahme der ländlichen Hauswirtschaft in der Freien und Hansestadt Hamburg.

Zuständige Stelle für die Berufsbildung im öffentlichen Dienst und in der städtischen Hauswirtschaft

 

Kapitelübersicht

Aufgaben der Zuständigen Stelle

Folgende Aufgaben werden von der zuständigen Stelle wahrgenommen:

  • Überwachung der Berufsausbildung
  • Ausbildungsrelevante Beratung
  • Prüfung der Eignung von Ausbildungsbetrieben und Ausbildungspersonal
  • Prüfung der Ausbildungsverträge und Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse
  • Organisation und Durchführung von Zwischen- und Abschlussprüfungen
  • Betreuung von Fortbildungsprüfungen
  • Berufungen von Prüfungsausschüssen
  • Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsbildungsabschlüssen
  • Betreuung des Berufsbildungsausschusses
Kapitelübersicht

Unsere Ausbildungsberufe

Die zuständige Stelle betreut folgende Ausbildungsberufe:

AzVA

Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten

In der Berufsausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten im hamburgischen öffentlichen Dienst kann zwischen folgenden Fachrichtungen gewählt werden:

  • allgemeine Verwaltung der Freien und Hansestadt Hamburg,
  • Handwerksorganisation und Industrie- und Handelskammern.

Verwaltungsfachangestellte bearbeiten Anträge und Anfragen, wenden Rechtsvorschriften an, erstellen Bescheide und haben häufigen Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Ebenso lernen sie Einrichtungen und Zusammenhänge des wirtschaftlichen, sozialen und politischen Lebens kennen und erfahren, wie wichtig Kundenorientierung ist.

Die Einsatzmöglichkeiten von Verwaltungsfachangestellten sind sehr breit gefächert, so können sie zum Beispiel in einem Standesamt, in der KFZ-Zulassung oder in einem Schulsekretariat arbeiten und dadurch die Stadt Hamburg noch besser kennenlernen.

Nähere Informationen über die Inhalte der Ausbildung finden Sie in der Verordnung über die Berufsausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten.

Die Zwischenprüfung findet in der Regel im Herbst, kurz nach Beginn des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Abschlussprüfung ist in eine schriftliche und eine handlungsorientierte Prüfung unterteilt. Der schriftliche Prüfungsteil findet in der Regel im Dezember, die handlungsorientierte Prüfung findet im März statt. Die nächsten Prüfungstermine finden Sie hier.

B JuFA
 

Ausbildung zur/zum Justizfachangestellten

Die Justizfachangestellten arbeiten überwiegend bei den Gerichten und der Staatsanwaltschaft. Dort übernehmen sie organisatorische und verwaltende Bürotätigkeiten und arbeiten in enger Zusammenarbeit mit Richtern, Staatsanwälten und Rechtspflegern. Sie verwalten Akten zu gerichtlichen Vorgängen, berechnen Fristen, erledigen den Schriftverkehr und beglaubigen Schriftstücke. Bei Prozessen führen sie außerdem Protokoll. Sie berechnen Gebühren für Gerichtsverfahren und verfolgen die Zahlungsvorgänge. In Serviceeinheiten beraten sie zudem Bürgerinnen und Bürger.

Die genauen Ausbildungsinhalte und Prüfungsanforderungen finden Sie in der bundesweiten Verordnung über die Berufsausbildung zum Justizfachangestellten.

Die Zwischenprüfung findet in der Regel im Februar eines Jahres statt. Der schriftliche Teil der Abschlussprüfung wird im Dezember eines Jahres geschrieben und mit einer praktischen Prüfung im darauf folgenden Februar abgeschlossen. Die genauen Prüfungstermine und Anmeldezeiträume finden Sie hier.

 

B FAMI

Ausbildung zur/zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Bibliothek

Die Ausbildung zur/zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste kann in den Fachrichtungen Archiv, Bibliothek, Bildagentur, Information und Dokumentation oder medizinische Dokumentation absolviert werden. Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste beschaffen Informationen, erschließen diese systematisch und bereiten sie so auf, dass sie anwendergerecht sind.

Das Zentrum für Aus- und Fortbildung ist ausschließlich für die Fachrichtung Bibliothek verantwortlich. Weitere Fachrichtungen werden von der Handelskammer Hamburg betreut.

Im Fachbereich Bibliothek wirken Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste unter anderem beim Aufbau und der Pflege von Bibliotheksbeständen mit. Auch das Beraten von Kunden/innen und die Besorgung von Medien fallen in den Aufgabenbereich.

Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Bibliothek arbeiten oft in öffentlichen Einrichtungen, wie zum Beispiel in Universitätsbibliotheken oder öffentlichen Bücherhallen. Jedoch gehören auch private Unternehmen wie Forschungszentren zu den Ausbilderinnen und Ausbildern.

Nähere Informationen über die Inhalte der Ausbildung finden Sie in der Verordnung über die Berufsausbildung zur/zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste.

Die Zwischenprüfung findet im zweiten Ausbildungsjahr im Februar statt. Die Abschlussprüfung ist in eine schriftliche und eine mündliche Prüfung unterteilt. Der schriftliche Prüfungsteil findet in der Regel im Juni, und der mündliche Teil im August statt. Die nächsten Prüfungstermine finden Sie hier.

 

B VT

Ausbildung zur/zum Vermessungstechniker/in und Geomatiker/in

Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung arbeiten sowohl im Außen- als auch im Innendienst. Vor Ort führen sie bspw. für Bauvorhaben oder um den Verlauf von Grundstücksgrenzen zu klären, Geländevermessungen durch. Im Büro werden die vor Ort gewonnenen Geodaten, aber auch vorhandenes Daten- bzw. Kartenmaterial ausgewertet und in Pläne, Karten und Kataster überführt.

Geomatiker/innen erheben und verarbeiten Geodaten. Sie können selbst Vermessungen durchführen oder auf vorhandene geografische Informationen von anderen Anbietern zurückgreifen. Mithilfe spezieller Software werden die Daten zu Karten und Grafiken, dreidimensionalen Darstellungen und multimedialen Anwendungen verarbeitet. Sie beraten Kunden/innen hinsichtlich der Aufbereitung und Nutzung geografischer Informationen.

Als Vermessungstechniker/in oder Geomatiker/in arbeiten Sie für die öffentliche Verwaltung oder private Unternehmen.

Nähere Informationen über die Inhalte der Ausbildungen finden Sie in der Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie.

Die Zwischenprüfung findet in der Regel im September eines Jahres statt. Die praktische Abschlussprüfung findet im Mai statt. Dafür wird im Vorwege ein betrieblicher Auftrag gefertigt, der die Grundlage für das Fachgespräch darstellt. Die schriftliche Abschlussprüfung wird in der Regel im Juni geschrieben. Die genauen Prüfungstermine und Anmeldezeiträume finden Sie hier.

Geomatiker/innen werden derzeit für die Prüfungen an andere anliegende Prüfungskammern überstellt. Wir werden uns diesbezüglich rechtzeitig mit Ihnen in Verbindung setzen.

 

FAB

Ausbildung zur/zum Fachangestellten für Bäderbetriebe

Fachangestellte für Bäderbetriebe arbeiten in öffentlichen und privaten Frei- und Hallenbädern oder in See- und Strandbädern. Sie betreuen die Badegäste durch Fitnessprogramme und Schwimmunterricht, überwachen den Badebetrieb und übernehmen Verwaltungsaufgaben. Ebenso sind Fachangestellte für Bäderbetriebe für die Wartung von technischen Anlagen und die Überprüfung der Wasserqualität zuständig. Sie sorgen dafür, dass die Gebäude und Becken einwandfrei nutzbar sind und für die Badegäste keine Gefahren bestehen.

Nähere Informationen über die Inhalte der Ausbildung finden Sie in der Verordnung über die Berufsausbildung zur/zum Fachangestellten für Bäderbetriebe.

Die Prüfungstermine finden Sie hier.

 

B HW

Ausbildung zur/zum Hauswirtschafter/in

Hauswirtschafter/innen arbeiten sowohl in Privathaushalten als auch in Gemeinschaftseinrichtungen, wie bspw. Einrichtungen für Senioren, Kindertagesstätten, Schulen, Krankenhäusern oder Bildungsstätten. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Verpflegung, die sachgerechte Haus- und Textilreinigung sowie die personenorientierte Betreuung. Sie bereiten bspw. Mahlzeiten zu und servieren diese, kaufen ein, reinigen Textilien und halten Räume sauber. Dabei erfassen und analysieren sie selbständig den erforderlichen hauswirtschaftlichen Betreuungs- und Versorgungsbedarf, berücksichtigen die betrieblichen Gegebenheiten und beziehen ihre Kunden/innen mit ein. Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung unter Beachtung rechtlicher Bestimmungen bilden die Grundlagen ihres beruflichen Handelns.

Nähere Informationen über die Inhalte der Ausbildung finden Sie in der Verordnung über die Berufsausbildung zur Hauswirtschafterin / zum Hauswirtschafter.

Die Prüfungstermine und Anmeldezeiträume finden Sie hier.

 

B FPH

Ausbildung zur/zum Fachpraktiker Hauswirtschaft

Fachpraktiker/in für Hauswirtschaft ist ein Ausbildungsberuf für Menschen mit Behinderung. Die Ausbildung wird in Betrieben und Dienstleistungsunternehmen mit hauswirtschaftlicher Abteilung oder in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation durchgeführt. Die Ausbildung orientiert sich am anerkannten Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/in.

Fachpraktiker/innen für Hauswirtschaft kümmern sich um die Haushaltsführung. Sie helfen bei der Speisenzubereitung mit, in dem sie bspw. das Gemüse putzen und schälen. Einfache Gerichte bereiten sie auch selbstständig zu. Außerdem richten sie die Mahlzeiten an und servieren diese. Das Lagern und Überwachen der Vorräte an Lebensmitteln gehört ebenso zu den Aufgaben.

Zudem reinigen und dekorieren sie Räume und kümmern sich um die Wäsche.

Die genauen Ausbildungsinhalte zur/zum Fachpraktiker/in Hauswirtschaft finden Sie in der Regelung der Berufsausbildung zum Fachpraktiker Hauswirtschaft/zur Fachpraktikerin Hauswirtschaft.

Die Prüfungstermine und Anmeldezeiträume finden Sie hier.

 

B SoFA

Ausbildung zur/zum Sozialversicherungsfachangestellten

Sozialversicherungsfachangestellte findet man je nach Fachrichtung bei Krankenkassen, Rentenversicherungsträgern, Unfallversicherern oder in anderen Zweigen der deutschen Sozialversicherung. Dort werden die Belange von gesetzlich Versicherten, die für ihre Existenzsicherung und ihren Lebensunterhalt auf die Unterstützung der Gemeinschaft angewiesen sind, bearbeitet. Außerdem übernehmen Sie die administrativen Aufgaben der Sozialversicherungsträger, berechnen Mitgliedsbeiträge, klären Versicherungsverhältnisse und Leistungsansprüche und beraten die Versicherten in allen aufkommenden Versicherungsfragen.

Nähere Informationen zu den Ausbildungsinhalten finden Sie in der Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Sozialversicherungsfachangestellten.

Derzeit finden in Hamburg bei landesunmittelbaren Sozialversicherungsträgern keine Ausbildungen zur/zum Sozialversicherungsfachangestellten statt.

 

Kapitelübersicht

Unsere Fortbildungs- und Meisterprüfungen

Die zuständige Stelle betreut neben den eben genannten Ausbildungsberufen noch folgende Meisterprüfungen sowie Fortbildungen für die Angehörigen des öffentlichen Dienstes der Freien und Hansestadt Hamburg:

  • Finanzbuchhalterin / -Buchhalter
  • Bilanzbuchhalterin / -buchhalter
  • Wegewartin/ -wart
  • Hilfsgärtnerin / -gärtner
  • Maschinenmeisterin / -meister
  • Signalwerkerin / -werker
  • Stackwerkerin / -werker
  • Abwassermeisterin / -meister
  • Meisterin / Meister in Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Städtereinigung
  • Meisterin / Meister Hauswirtschaft
  • Lehrgänge nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO-Kurse) 
Kapitelübersicht

Anerkennung für die Ausbildung

Um ausbilden zu dürfen, müssen sowohl der Ausbildungsbetrieb staatlich anerkannt sein als auch der/die Ausbilder/in die fachliche und persönliche Eignung nachweisen.

Anerkennung von Ausbildungsstätten

Auszubildende dürfen nur eingestellt und ausgebildet werden, wenn die Ausbildungsstätte nach Art und Einrichtung für die Berufsausbildung geeignet und von der zuständigen Stelle anerkannt ist. § 27 BBiG bildet dafür die Rechtsgrundlage.

Voraussetzungen

Die Ausbildung soll Kenntnisse und Fertigkeiten des gewählten Berufsbildes vermitteln, welche inhaltlich durch Ausbildungsordnungen geregelt und Grundlage für eine geordnete und einheitliche Berufsausbildung sind. Fehlende Inhalte können durch Kooperationen, überbetriebliche Ausbildung oder einen Ausbildungsverbund ergänzt werden.

Eignungsvoraussetzung ist außerdem, dass die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze oder zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte steht.

Weitere Informationen zur Eignung der Ausbildungsstätte können Sie der Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung zur Eignung der Ausbildungsstätten entnehmen.

Erforderliche Unterlagen

  • Formloser Antrag auf Anerkennung einer Ausbildungsstätte
  • Betrieblicher Ausbildungsplan

Anerkennung von Ausbilderinnen und Ausbildern

Wer zur Ausbildung von jungen Menschen berechtigt ist, bestimmt in Deutschland das Berufsbildungsgesetz. Hier sind für die Durchführung einer ordnungsgemäßen Ausbildung auch klare Vorgaben an die Person des Ausbilders bzw. der Ausbilderin festgeschrieben. Als Ausbilder/in für die Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen kann benannt werden, wer persönlich und fachlich geeignet ist. Die Rechtsgrundlage dafür finden Sie in den §§ 28 – 30  BBiG.

Voraussetzungen

Persönliche Eignung (§ 29 BBiG)

Persönlich nicht geeignet ist insbesondere, wer

  • Kinder und Jugendliche nicht beschäftigen darf oder
  • wiederholt oder schwer gegen dieses Gesetz oder die auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften und Bestimmungen verstoßen hat. 

Fachliche Eignung (§ 30 BBiG)

Fachlich geeignet ist, wer die beruflichen, sowie die berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, die für die Vermittlung der Ausbildungsinhalte erforderlich sind und eine angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen ist.

Die fachliche Eignung setzt sich folglich aus 2 Teilen zusammen:

  • aus der beruflichen Eignung und
  • der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung

Die berufliche Eignung besitzt, wer eine angemessene Zeit in seinem Beruf tätig gewesen ist und

  • die Abschlussprüfung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat,
  • eine anerkannte Prüfung an einer Ausbildungsstätte oder vor einer Prüfungsbehörde oder eine Abschlussprüfung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Schule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat, oder
  • eine Abschlussprüfung an einer Deutschen Hochschule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat.

Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung nach der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) ist in der Regel durch eine Prüfung nachzuweisen. Die in diesem Bereich vom Ausbilder/in erwarteten Eigenschaften sind in § 30 Abs. 5 AEVO näher beschrieben. Hier ist auch der Nachweis durch eine „Ausbilderprüfung“ geregelt (§ 3 AEVO).

Bei der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung geht es darum, dass der/die benannte Ausbilder/in in der Lage ist in angemessener Art und Weise mit den ihm anvertrauten Auszubildenden das Ausbildungsverhältnis zu gestalten und zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Hierbei gehören auch die charakterliche Förderung und die Vorbereitung auf das zukünftige Berufsleben zu seinen Aufgaben.

Bei fehlender fachlicher Eignung,

können Personen, die zwar die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse besitzen, aber über kein Prüfungsdokument in dem entsprechenden Berufsfeld verfügen, die fachliche Eignung ersatzweise zuerkannt bekommen. Die Zuerkennung der fachlichen Eignung erfolgt auf Antrag. Bitte kreuzen Sie dies entsprechend in der Ausbilderkarte an. Wir werden uns diesbezüglich mit Ihnen in Verbindung setzen.

Erforderliche Unterlagen

  • Ausbilderkarte
  • Zeugnis über die Prüfung nach der AEVO
  • Berufliches Abschlusszeugnis / Hochschulabschlusszeugnis
  • Nachweis von Berufserfahrung (z. B. durch Arbeitgeberzeugnisse)
  • Ein erweitertes Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde. Dieses können Sie in einem der Kundenzentren der Bezirksämter beantragen. Dem Antrag ist ein Schreiben der zuständigen Stelle über die Notwendigkeit eines erweiterten Führungszeugnisses beizufügen. Dieses Schreiben erhalten Sie, sobald Sie Ihre Ausbilderkarte bei uns eingereicht haben.
Kapitelübersicht

Prüfung


Prüfungstermine

Die zuständige Stelle gibt hier regelmäßig die in Absprache mit den Prüfungsausschüssen festgelegten Prüfungstermine bekannt.

Nachteilsausgleich

Das Berufsbildungsgesetz regelt, dass die besonderen Verhältnisse behinderter Menschen in der Ausbildung und bei der Durchführung von Prüfungen berücksichtigt werden.

Daraus folgt, dass ein/e Prüfungsteilnehmer/in aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung einen Nachteilsausgleich bei der zuständigen Stelle beantragen kann. Der Antrag kann formlos gestellt und sollte zusammen mit der Prüfungsanmeldung eingereicht werden.

Voraussetzung bei der Antragstellung ist der Nachweis über eine Benachteiligung in einer Prüfungssituation. Dieser Nachweis ist durch ein Attest zu erbringen. In der Regel muss das Attest von einem Facharzt oder einem Psychotherapeuten ausgestellt werden und kann Vorschläge zur Gestaltung des Nachteilsausgleichs beinhalten.

Anschließend prüft die zuständige Stelle, ob ein berechtigtes Interesse für einen Nachteilsausgleich besteht und entscheidet darüber. Die Entscheidung wird dem/der Antragsteller/in per Bescheid mitgeteilt.

Nach einem positiven Bescheid organisiert die zuständige Stelle den Nachteilsausgleich. Wenn der Facharzt ausschließlich die Beeinträchtigungen im Attest erwähnt hat und keine Vorschläge zur Gestaltung des Nachteilsausgleichs in einer Prüfungssituation gemacht hat, überprüft die zuständige Stelle wie der Nachteil ausgeglichen werden kann. Hierzu werden die Meinungen des Prüfungsteilnehmers, des Ausbildungsbetriebs und der Schule berücksichtigt.

Folgende Möglichkeiten sind Beispiele für einen Nachteilsausgleich:

  • eine besondere Organisation der Prüfung, z. B. : Prüfung ganz oder teilweise am eigenen Arbeitsplatz; Einzel- statt Gruppenprüfung.
  • eine besondere Gestaltung der Prüfung, z. B. Zeitverlängerung; angemessene Pausen; Änderung der Prüfungsformen; Abwandlung der Prüfungsaufgaben; zusätzliche Erläuterung der Prüfungsaufgaben
  • die Zulassung spezieller Hilfen, z. B. : größere Schriftbilder; Anwesenheit einer Vertrauensperson; Zulassung besonders konstruierter Apparaturen; Einschaltung eines Dolmetschers. 

Gerne beraten wir Sie auch persönlich bezüglich eines Nachteilsausgleichs.

Prüfungsausschüsse

Jeder Ausbildungsberuf oder Fortbildungslehrgang hat einen eigenen Prüfungsausschuss. Diese werden von der zuständigen Stelle berufen und müssen aus mindestens drei Mitgliedern bestehen. Die Prüfungsausschüsse müssen immer paritätisch besetzt sein. Das bedeutet, dass es in jedem Ausschuss eine Arbeitgebervertretung, eine Arbeitnehmervertretung und eine Lehrervertretung gibt. Die Prüfer/innen wirken ehrenamtlich mit und sind für das jeweilige Prüfungsgebiet sachkundig.

Zu den Aufgaben der Prüfungsausschüsse gehört vor allem die Durchführung der Prüfungen. Sie beschließen die Aufgaben, legen einen Bewertungsmaßstab fest und entscheiden anschließend über das Bestehen oder nicht Bestehen der Prüfungsteilnehmer/innen.

Die Arbeit der Prüfungsausschüsse ist für das Prüfungsgeschäft unabdingbar, deshalb freuen wir uns neue Prüfer/innen gewinnen zu können. Wenn Sie in einem unserer betreuten Ausbildungsberufe erfahren sind, Interesse haben Ihr Berufsbild in der Ausbildung zu unterstützen und selbst als Prüfer/in mitwirken möchten, kontaktieren Sie uns gerne!

Kapitelübersicht

Teilzeitausbildung

Eine Ausbildung in Teilzeit richtet sich insbesondere an junge Mütter und Väter ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung und schafft gute Bedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Berufsausbildung und Familie.

Für eine Berufsausbildung in Teilzeit sind verschiedene Modelle möglich:

  1. Die Ausbildung wird über die Dauer der regulären Ausbildungszeit (z.B. drei Jahre) durchgeführt, jedoch mit verkürzter Arbeitszeit. Die Arbeitszeit kann bis auf 25 Stunden wöchentlich gekürzt werden. Eine Reduzierung der Berufsschulzeiten ist nicht vorgesehen.
  2. Die Ausbildungsdauer kann bei verkürzter täglicher bzw. wöchentlicher Arbeitszeit insgesamt verlängert werden, wenn die Verlängerung erforderlich ist, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Auch hier ist eine Reduzierung der Berufsschulzeiten nicht vorgesehen.

Voraussetzungen für eine Teilzeitausbildung

Erforderlich ist ein gemeinsamer schriftlicher Antrag des Ausbildenden (Betrieb) und der/des Auszubildenden bei der zuständigen Stelle. Voraussetzung ist, dass ein berechtigtes Interesse vorliegt und die Antragsteller glaubhaft machen, dass das Ausbildungsziel in der verkürzten Zeit erreicht werden kann und dass die Ausbildungsinhalte des Berufes in der vereinbarten Ausbildungszeit vermittelt werden.

Vorteile für die ausbildenden Unternehmen

  • Besonders hohe Motivation der Auszubildenden
  • Organisationserfahrung der Auszubildenden durch das Familienmanagement
  • Stärkere Betriebsbindung
  • Positive Außenwirkung durch die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung (familienfreundlicher Betrieb)
  • Mögliche Bezuschussung der Ausbildung über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter.

Weitere Informationen zur Teilzeitausbildung finden Sie in unserer Richtlinie zur Abkürzung und Verlängerung der Ausbildungszeit, zur Teilzeitberufsausbildung sowie zur vorzeitigen Zulassung zur Abschlussprüfung.

Kapitelübersicht

Gleichwertigkeitsfeststellung ausländischer Berufsbildungsabschlüsse

Viele Ausbildungsberufe sind in Deutschland nicht reglementiert und können daher auch ohne eine staatliche Anerkennung ausgeübt werden. Gleichwohl bringt die Feststellung der Gleichwertigkeit viele Vorteile mit sich:

  • Sie erhalten mit einem Gleichwertigkeitsbescheid ein offizielles und rechtssicheres Dokument, das die Gleichwertigkeit der ausländischen Qualifikation mit der entsprechenden deutschen Referenzqualifikation bestätigt, mit den gleichen Rechtfolgen wie ein deutscher Abschluss.
  • Das Verfahren erhöht Ihre Chancen bei der Jobsuche, da sie dem potenziellen Arbeitgeber eine Orientierung darüber gibt, ob ein ausländischer Abschluss mit einem deutschen vergleichbar ist.

Sie haben die Möglichkeit, im Ausland erworbene Berufsqualifikationen in Hamburg anerkennen bzw. teilanerkennen zu lassen. Das Hamburgische Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz bietet dafür die gesetzliche Grundlage. Im Zentrum für Aus- und Fortbildung können folgende Berufe anerkannt werden:

  • Fachangestellte/r für Bäderbetriebe
  • Meister/in für Bäderbetriebe
  • Justizfachangestellte/r
  • Verwaltungsfachangestellt/r
  • Hauswirtschafter/in

Für die Berufsausbildungen „Fachangestellt/r für Medien- und Informationsdienste“, „Vermessungstechniker/in“, „Geomatiker/in“, „Meister/in für Kreislauf und Abfallwirtschaft und Städtereinigung“ sowie „Abwassermeister/in“ wenden Sie sich bitte an die IHK FOSA in Nürnberg. Nähere Informationen hierzu bekommen Sie unter www.anerkennung-in-deutschland.de sowie www.ihk-fosa.de.

Beachten Sie bitte, dass im Ausland erworbene Studienabschlüsse nicht vom Zentrum für Aus- und Fortbildung im Rahmen der Anerkennungsverfahren bearbeitet werden. Sie haben hier die Möglichkeit bei der Kultusminister Konferenz eine Zeugnisbewertung Ihrer ausländischen Hochschulqualifikation zu beantragen. 

Voraussetzungen

Damit wir die Gleichwertigkeit Ihres Berufsausbildungsabschlusses feststellen können, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie müssen im Ausland einen Berufsbildungsabschluss erworben haben, der mit einem der oben genannten Berufen vergleichbar ist, und
  • darlegen, dass Sie im Bereich der Freien und Hansestadt Hamburg Ihren Beruf ausüben möchten.

Erforderliche Unterlagen

  • Antragsformular auf Anerkennung eines ausländischen Berufsbildungsabschlusses
  • eine tabellarische Aufstellung der absolvierte Ausbildungsgänge und der ausgeübten Erwerbstätigkeiten in deutscher Sprache,
  • Personalausweis/Reisepass/Ausweisdokument,
  • im Ausland erworbene Ausbildungsnachweise (Prüfungszeugnisse, Befähigungsnachweise, Nachweise über die erfolgreich absolvierte Ausbildung),
  • Nachweise über einschlägige Berufserfahrungen oder sonstige Befähigungsnachweise, sofern diese zur Feststellung der Gleichwertigkeit erforderlich sind,
  • eine Erklärung, ob und bei welcher Stelle bereits ein Antrag auf Feststellung der Gleichwertigkeit gestellt wurde, sowie
  • ein gegebenenfalls erteilter Bescheid eines anderen Landes.

Alle Unterlagen reichen Sie in beglaubigter Kopie und in beglaubigter Übersetzung in Kopie ein.

Verfahren für die Gleichwertigkeitsfeststellung

Das Zentrum für Aus- und Fortbildung bestätigt Ihnen innerhalb eines Monats den Eingang des Antrages. Hierzu müssen Sie alle notwendigen Unterlagen eingereicht haben. Sofern alle Unterlagen vorliegen, erhalten Sie innerhalb von drei Monaten eine schriftliche Entscheidung über Ihren Antrag. In Einzelfällen kann die Prüfung mehr Zeit in Anspruch nehmen, da Unterlagen von Ihnen nachgefordert werden müssen.

Kapitelübersicht

Ausbildungsberatung

Wünschen Sie eine Ausbildungsberatung, stehen Ihnen unsere Ausbildungsberater und -beraterinnen für die Berufe des öffentlichen Dienstes der Freien und Hansestadt Hamburg und für die Hauswirtschaft zur Verfügung.

Kapitelübersicht

Anträge, Formulare und Dokumente


Ausbildung/Fortbildung

Bitte beachten:
Der Berufsausbildungsvertrag ist in dreifacher Ausfertigung (bei nicht volljährigen Auszubildenden in vierfacher Ausfertigung) mit dem betrieblichen Ausbildungsplan, den unterschriebenen Datenschutzhinweisen und dem Eintragungsformular an die zuständige Stelle zur Eintragung zu leiten.

Zulassungsanträge

Anerkennung

Entschädigungsanträge

Kapitelübersicht

Rechtsgrundlagen


Gesetze

Berufsausbildungsverordnungen

Prüfungsordnungen

Die beiden folgenden Prüfungsordnungen gelten jeweils für alle Ausbildungen/Umschulungen bzw. Fortbildungen, sofern keine speziellen Vorschriften vorliegen.

Spezielle Prüfungsordnungen

Prüfungsordnung für Fortbildungsprüfungen

Richtlinien

Kapitelübersicht

Häufige Fragen

Bietet die zuständige Stelle Prüfungen nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) an?
Die zuständige Stelle bietet in der Regel jährlich mindestens eine Prüfung nach der AEVO in Zusammenarbeit mit der Verwaltungsschule der Freien und Hansestadt Hamburg an. Diese Lehrgänge werden im Intranet ausgeschrieben und über die Ausbildungsleitungen der Behörden und Ämter bekannt gegeben. Die Behörden und Ämter melden dann ihre Anmeldungen an die zuständige Stelle. Der Lehrgang dauert in der Regel 13 Tage inkl. schriftlicher und handlungsorientierter Prüfung und findet im Zentrum für Aus- und Fortbildung statt.

Ist ein neues Ausbildungsverhältnis bei der zuständigen Stelle anzumelden?
Die zuständige Stelle führt gemäß § 34 BBiG ein Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse. In dieses Verzeichnis wird das neue Ausbildungsverhältnis eingetragen. Nutzen Sie für das Eintragen eines neuen Ausbildungsverhältnisses bei der zuständigen Stelle das bereitgestellte Eintragungsformular aus dem Bereich Anträge, Formulare und Dokumente. Die zuständige Stelle ist auch über jede Änderung der Berufsausbildungsverhältnisses zu informieren (z. B. Adressänderung oder Ausbildungsvertragsauflösung).

Kann ich meinen Auszubildenden auch vorzeitig zu einer Abschlussprüfung zulassen lassen?
Gemäß § 45 BBiG kann die zuständige Stelle Auszubildende nach einer Anhörung der Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zulassen, wenn die Leistungen der Auszubildenden dies rechtfertigen. Bei der Anwendung dieser Vorschrift wird jedoch ein enger Maßstab angelegt, so müssen die Leistungen über dem Durchschnitt liegen. Eine vorzeitige Prüfungszulassung setzt mindestens gute Leistungen im Betrieb und der Berufsschule voraus, d. h. solche, die mindestens jeweils mit „gut“ bewertet wurden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Richtlinie zur Abkürzung und Verlängerung der Ausbildungszeit, zur Teilzeitberufsausbildung sowie zur vorzeitigen Zulassung zur Abschlussprüfung.

Kann ich auch an einer Abschlussprüfung teilnehmen, wenn ich zwar im Beruf tätig bin, jedoch nicht die Ausbildung absolviert habe?
Nach § 45 BBiG lässt die zuständige Stelle auch Teilnehmer/innen zur Abschlussprüfung zu, wenn diese keine Ausbildung absolviert haben. Dafür muss der/die Prüfungsteilnehmer/in nachweisen, dass er/sie mindestens das Eineinhalbfache der Zeit, die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, in dem Beruf bereits tätig war, in dem die Prüfung abgelegt werden soll. Hierbei ist aber nicht nur der Nachweis über die getätigte Zeit ausreichend, sondern die Person muss auch hinreichende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten erworben haben und zwar im Sinne des gesamten Berufsbildes. Der/die Prüfungsteilnehmer/in muss dies der zuständigen Stelle z. B. durch Arbeitszeugnisse nachweisen.

Kann ich mich bei der zuständigen Stelle für die Begabtenförderung berufliche Bildung anmelden und welche Voraussetzungen muss ich hierfür mitbringen?

Die zuständige Stelle für die Ausbildungsberufe des öffentlichen Dienstes nimmt mit ausgewählten Absolventinnen und Absolventen dualer Ausbildungsberufe an der Begabtenförderung berufliche Bildung teil. Sie berät sie über mögliche Weiterbildungen, entscheidet über Förderanträge, zahlt den Stipendiatinnen und Stipendiaten das Stipendium aus und begleitet sie während der gesamten Förderdauer von bis zu drei Jahren. Bewerben kann man sich, wenn man:

  1. zum Aufnahmezeitpunkt in die Begabtenförderung jünger als 25 Jahre ist
  2. eine duale Berufsausbildung abgeschlossen hat
  3. derzeit beschäftigt oder arbeitssuchend gemeldet ist
  4. die Abschlussprüfung mit mindestens 87 Punkten bzw. besser als der Note 1,9 bestanden hat

Weitere Informationen zur Begabtenförderung beruflicher Bildung finden Sie auch im Internet unter www.sbb-stipendien.de oder Sie sprechen uns an.

Kapitelübersicht

Kontakt

Grundsatzangelegenheiten & Berufe des öffentlichen Dienstes
Olga Reuber (Teamleitung)
Tel. 040 428 31 4234

Berufsbildung der städtischen Hauswirtschaft
Maria Pansa
Tel. 040 428 31 1673

Fortbildungsprüfungen & Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse
Silja Budke
Tel. 040 428 31 4264

Kontakt

Zuständige Stelle

Zentrum für Aus- und Fortbildung
Normannenweg 26
20537 Hamburg
Adresse speichern

 

I N T E R E S S A N T

Ausbildung

INTERESSANT