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Kultur in und um Hamburg Vom Garten der Frauen bis Wismar

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Ob der Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Parkfriedhof, die malerische Altstadt von Stade oder die Hamburger Unterwelten der Bunker - Tagesausflüge eignen sich perfekt, um die eigene oder andere Städte kennenzulernen und kulturelle Highlights zu entdecken. Hier finden Sie Anregungen für Ihre nächste kulturelle Tour in Hamburg und Umgebung. 

Ausflüge Hamburg - Kultur in und um Hamburg

Tipps

Stade - Wunderschöne Altstadt 

Das malerische Stadtbild der Stader Altstadt lädt Besucher*innen mit seinen verwinkelten Gassen und schönen Fachwerkhäusern zum Verweilen und Spazieren ein. Viele Gebäude sind Zeugnisse der Besetzung der Stadt durch Schweden im 17. Jahrhundert. Der Schwedenspeicher, der heute ein Museum beherbergt, ist wohl das berühmteste dieser Art. Auch der Tretkran, der nach dem Vorbild des Lüneburger Alten Krans gebaut wurde, ist eine Sehenswürdigkeit der Stadt. Außerdem prägt der Hansehafen mit Fischmarkt das Bild der Stadt. Weitere historische Gebäude wie die St. Cosmae et Damiani Kirche, die St. Wilhadi Kirche, das Johanniskloster sowie das Bürgermeister-Hintze-Haus und das Zeughaus am Pferdemarkt, sollten bei einem Rundgang durch die Altstadt nicht fehlen. An einem Wochenende im Juni findet auch immer das Stader Altstadtfest statt, bei dem Live-Programm angeboten wird.

Fahrt mit historischer Eisenbahn (Geesthacht)

Fans historischer Züge aufgepasst: Die Arbeitsgemeinschaft Geesthachter Eisenbahn betreibt seit 1976 einen Museumsdampfzugbetrieb. Auf der Strecke Bergedorf-Geesthacht können Ausflügler*innen regelmäßig mit originalen BGE-Wagen fahren und so auf eine 14 Kilometer lange Zeitreise gehen.

  • Adresse: Neuer Weg 39, 21029 Hamburg-Bergedorf / Bahnstr. 45, 21502 Geesthacht
  • Anfahrt: HVV: ca. 20 Minuten, S2 / S21 Haltestelle Bergedorf, zur HVV Fahrplanauskunft
  • Fahrten: Reguläre Fahrten meist am ersten Wochenende im Monat, Sonderfahrten für größere Gruppen können jederzeit gebucht werden
  • Preise: je nach Strecke 2 bis 6 Euro, Kinder (4-14 Jahre) fahren zum halben Preis
  • Mehr Infos: Arbeitsgemeinschaft Geesthachter Eisenbahn e.V.

Lüneburg - Die verträumte Salzstadt

Die bezaubernde Hansestadt Lüneburg liegt rund 50 Kilometer südöstlich von Hamburg und hat Kulturinteressierten dank seiner langen Monopolstellung als Salzlieferant in Norddeutschland eine beeindruckende Altstadt mit Stintmarkt, Rathaus, Wasserturm und St. Johannis Kirche zu bieten. Zeugnisse des Salzabbaus sind neben dem Salzmuseum auch die Sülfmeistertage, die jedes Jahr Ende September/ Anfang Oktober gefeiert werden. Der Ursprung dieses Fests reicht ins 15. Jahrhundert zurück. Auch die Lüneburger Heide wird in Form des Heideblütenfestes jedes Jahr im August gefeiert. "Rote Rosen"-Fans kommen in der niedersächsischen Stadt auch auf ihre Kosten. Hier können Schauplätze und Drehorte der Telenovela besucht werden. Erlebnisführungen wie die Nachtwächtertour oder "Auf den Spuren der Hanse", bringen Besucher*innen die Geschichte der Stadt nahe.

Wismar - Kulturstadt an der Ostsee

Die Wismarer Altstadt ist seit 2002 Weltkulturerbe und darf als kulturelles Highlight in dieser Reihe an kulturellen Ausflügen in und um Hamburg nicht fehlen. Sehenswürdigkeiten wie Wasserkunst, Alter Schwede (das älteste Bürgerhaus der Stadt), Archidiakonat und dem Schabbelhaus sollten Sie sich bei einem Besuch ebenso wenig entgehen lassen wie die vielen gotischen Backsteingebäude. Ein Geheimtipp ist die Aussichtsplattform in der St. Georgenkirche. In 34 Metern höhe bietet sich den Besucher*innen ein Ausblick über ganz Wismar und bei guter Sicht sogar bis zur Insel Poel. Abendliche Konzerte der Festspiele Mecklenburg Vorpommern finden regelmäßig in verschiedenen Kirchen und Bühnen statt und runden den Ausflug in die Kulturstadt an der Ostsee musikalisch ab. 

  • Anfahrt: Auto: ca. 1,5 Stunden über A1 und A25; Öffentliche Verkehrsmittel: ca. 2 Stunden, mit RE/ IC/ RE über Bad Kleinen nach Wismar, zur Bahn Reiseauskunft, Innenstadt ist gut zu Fuß zu erreichen
  • Mehr Infos: Wismar

Lübeck - Kultur auf der Altstadtinsel

Die mittelalterliche Stadt Lübeck ist eine bezaubernde Stadt an der Ostsee. Über tausend Gebäuden stehen unter Denkmalschutz und so wurde die Altstadtinsel zum Weltkulturerbe erklärt. Lübeck wird wegen seiner sieben Kirchtürme auch "Stadt der sieben Türme" genannt. Neben den historischen Kirchen locken auch das Holstentor, das Buddenbrookhaus, das Günter Grass-Haus, das Willy-Brandt-Haus, das Hansemuseum, das Theaterfigurenmuseum, St. Annen Museum und der weltbekannte Marzipansalon Niederegger Kulturfans in die Schleswig-Holsteinische Stadt.

Mölln - Kultur mit Charme

Im Herzen des Herzogtums Lauenburg gelegen weiß dieses Städtchen mit seiner pittoresken Altstadt zu entzücken. Das zweitälteste Rathaus Schleswig-Holsteins, der historische Marktplatz und die Kirche St. Nicolai im Baustil der Romantik sind so geschichtsträchtig wie elegant. Naturliebhaber*innen  kommen auf 1.200 Hektar Waldgebiet voll auf ihre Kosten. Am stolzesten ist die Stadt jedoch auf ihre enge Verbindung zu Till Eulenspiegel. Der Kult-Narr trieb wohl in seinen letzten Lebensjahren hier sein schalkhaftes Unwesen. Zu seinen Ehren finden sich sein Gesicht und seine Geschichte unter anderem auf einem Gedenkstein, einem Brunnen, seinem angeblichen Grab und seinem eigenen Museum wieder.

Hamburger Bunkertouren

Damals sollten sie die Menschen bei Bombenalarm schützen, heute erzählen sie Geschichte: Bunker in Hamburg. Etwa 700 der Betonmonumente aus der Zeit des Nationalsozialismus stehen heute noch im Hamburger Stadtgebiet. Bunkertouren durch die massiven Bauwerke machen die Vergangenheit erlebbar und geben den Teilnehmer*innen Einblicke in technische und geschichtliche Hintergründe. Unter anderem durch die Bunker am Steintorwall, Bunker am Hachmannplatz und den Bunker am Berliner Tor werden regelmäßige Führungen durch die unter- oder überirdischen Schutzanlagen gegeben. 

Neben den Bunkertouren kann man diesen Teil der neueren Geschichte auch im Bunkermuseum im Stadtteil Hamm hautnah miterleben. Der 17 Meter lange und nur 2 Meter breite Röhrenbunker bot damals 50 Menschen Platz und war mit Trockentoilette, Strom und einer handbetriebenen Lüftungsmaschine ausgestattet.

  • Adresse: Wichernsweg 16, 20537 Hamburg
  • Anfahrt: HVV: U2 Haltestelle Rauhes Haus, zur HVV Fahrplanauskunft
  • Öffnungszeiten: derzeit geschlossen, sonst: Donnerstag: 10 bis 12 Uhr,15 bis 18 Uhr
  • Preise: Erwachsene: 3 Euro, Kinder (bis 12 Jahre): 1,50 Euro
  • Mehr Infos: Bunkermuseum Hamburg

KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme erinnert an die über 100.000 Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges Häftlinge des größten Konzentrationslagers Norddeutschland waren. Mit einem Mahnmal und dem "Haus des Gedenkens" soll den Menschen gedacht werden, die hier eingesperrt waren. In der Hauptausstellung "Zeitspuren: Das Konzentrationslager Neuengamme 1938-1945 und seine Nachgeschichte" und der Studienausstellung "Dienststelle KZ Neuengamme: Die Lager-SS" wird den Besucher*innen erklärt, was es bedeutete, hier inhaftiert zu sein. 

  • Adresse: Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg
  • Anfahrt: Auto: ca. 30 Minuten über A25, HVV: S2 / S21 Haltestelle bis Bergedorf, anschließend Bus 227, 327, zur HVV Fahrplanauskunft
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 9:30 bis 16 Uhr; Samstag, Sonntag, an Feiertagen: Oktober bis März, 12 bis 17 Uhr; April bis September: 12 bis 19 Uhr; geschlossen am 24.12., 25.12., 31.12 und 01.01., Gelände ist auch außerhalb der Öffnungszeiten geöffnet
  • Preise: kostenlos
  • Mehr Infos: KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Karl-May-Spiele

Wenn Cowboys und Indianer mit Bärenjäger und Tomahawks wieder am Kalkberg von Bad Segeberg reiten, dann ist Zeit für die Karl-May-Festspiele. Jedes Jahr finden im Zeitraum von Juni bis September actiongeladene Inszenierungen der Karl May Bücher statt, die längst zu den Klassikern der Wild-West-Romane zählen. Im Freilichttheater werden die Figuren des Wild-West-Schriftstellers wieder zum Leben erweckt. Haupt- und Nebenfiguren reiten hautnah an den Zuschauerreihen entlang oder fallen von den Zuschauerrängen her auf die Bühne ein. Die Stücke handeln von Blutsbruderschaft, der Liebe des Lebens, Ehre und dem Kampf zwischen geldgierigen Bleichgesichtern und tapferen Indianern.  

  • Adresse: Karl-May-Platz, 23795 Bad Segeberg
  • Anfahrt: Auto: ca. 1 Stunde; Öffentliche Verkehrsmittel: ca. 1,5 Stunden, mit ICE bis Lübeck oder mit Regional-Express bis Bad Oldesloe und dann jeweils weiter bis Bad Segeberg, zur Bahn Reiseauskunft, ca. 1 Kilometer zu Fuß bis zum Ziel
  • Vorstellungen:, 25. Juni bis 4. September 2022
  • Preise: Erwachsene ab 19 Euro, Kinder ab 15,50 Euro; Indian Village: Erwachsene 2,50 Euro, Kinder 2 Euro; Karl-May-City-Express: Erwachsene 2 Euro, Kinder 1,50 Euro
  • Mehr Infos: Karl-May-Spiele

An die Stelle der Festspiele tritt in 2021 das Live-Hörspiel "Winnetou - Das Gold der Rocky Mountains". Ein Teil des Festspiele-Teams, bestehend aus sieben Schauspielern, zwei Tontechnikern und einem Geräuschemacher, tritt dabei auf einer kleinen Bühne neben dem Kalkberg auf. Ein wenig kostümiert und mit dem Skript in der Hand wird die Geschichte live gesprochen und vertont - wie bei einem echten Hörspiel eben. Auch die beliebten Backstage Führungen können 2021 besucht werden. 

  • Adresse: Karl-May-Platz, 23795 Bad Segeberg
  • Anfahrt: Auto: ca. 1 Stunde; Öffentliche Verkehrsmittel: ca. 1,5 Stunden, mit ICE bis Lübeck oder mit Regional-Express bis Bad Oldesloe und dann jeweils weiter bis Bad Segeberg, zur Bahn Reiseauskunft, ca. 1 Kilometer zu Fuß bis zum Ziel
  • Vorstellungen: Live-Hörspiel 1. bis 19. Juli, donnerstags und sonntags, jeweils um 15 und 19 Uhr, ab 19. Juli vereinzelt, Backstage Führungen 21. Juni bis 16. Oktober
  • Preise: Live-Hörspiel 60 Euro für 2 Sitzplätze (nur Doppelplätze buchbar), Backstage Führungen 15 Euro
  • Mehr Infos: Live-Hörspiel bei Karl-May, Backstage Führungen am Kalkberg

Segway Tour

Lässig durch die Stadt rollen und auch noch eine Stadtführung dabei genießen? Das geht mit den Segway-Touren in Hamburg. Auf zwei Rädern geht es nach einer halbstündigen Einweisung los. Entweder auf eigene Faust oder mit Guide geht es dann zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Auf dem Programm stehen HafenCity und Landungsbrücken ebenso wie Reeperbahn, Binnenalster, Jungfernstieg und Rathausmarkt. Wer sich lieber selbst eine individuelle Tour zusammenstellen will, der kann Hamburg auch auf eigene Faust erkunden. Hier wird häufig ein Navigationsgerät gestellt.

Reeperbahn Touren

Sie gehört zu Hamburg wie der Fisch auf jedem Fischbrötchen: die Reeperbahn. Und genauso Kult wie die sündige Meile selbst sind auch ihre Führungen. Ob mit Kiez Stars wie Olivia Jones, bei der Historischen Hurentour, der musikalischen Tour auf den Spuren der Beatles oder bei der Krimitour durch St. Pauli - hier ist für jeden und jede etwas dabei. Aus dem bunten Strauß an Führungsangeboten heißt es nur sich das passende rauszusuchen und schon erlebt man eine etwas andere Führung über den weltbekannten Stadtteil Hamburgs.

Garten der Frauen

Einige Frauen prägten die Geschichte Hamburgs maßgeblich und sollen nicht in Vergessenheit geraten. Darum wird bedeutenden weiblichen Persönlichkeiten im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof gedacht. Regelmäßige Führungen und kulturelle Veranstaltungen bringen die Geschichte dieser Frauen wieder zum Leben. Im Wasserturm auf dem Gelände des Friedhofs kann die Ausstellung von Mai bis Ende September besucht werden. Er ist auch der Treffpunkt für die Führungen.

Kulturelle Landpartie im Wendland

Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten kommen tausende Besucher*innen zur kulturellen Landpartie ins Wendland. Hier zeigen Künstler*innen und Handwerker*innen aus der Region ihre Arbeiten. Rund 600 Ausstellende zeigen hier von fast vergessenen Handwerkstechniken bis hin zu Avantgarde-Kunst ihr Können und stellen an über 100 Ausstellungspunkten ihr Werke zur Schau. So werden in und um den Landkreis Lüchow-Dannenberg über 80 Dörfer mit einbezogen. Für den Besuch eignet sich besonders gut das Rad, um von einem Ort zum nächsten zu gelangen. Aber auch mit dem Auto ist man mobil.

Hamburg / Lübeck Belly Tours

"Sightseeing mal anders" - ist das Motto der Hamburg Belly Tours. Bei dieser Stadtführung sitzen die Teilnehmenden in Schlauchbooten, die mit den Beinen angetrieben werden. Ausgerüstet mit Wathosen und Flossen erkunden die Belly-Boot-Fahrer*innen aktiv die Alster und ihre Kanäle. Zusammen mit einem Guide strampeln sie so zu den Attraktionen der schönsten Stadt der Welt und erfahren nebenbei mehr über die Sehenswürdigkeiten.

  • Anfahrt: Je nach Tour ab Krugkoppelbrücke, Stadtparksee, Isebek Kanal, Fuhlsbütteler Schleuse oder Lübeck, zur HVV Fahrplanauskunft
  • Öffnungszeiten: Termine buchbar: verm. ab August, erreichbar: Montag bis Freitag, 14 bis 20 Uhr
  • Preise: je nach Tour zwischen 50 und 75 Euro pro Person, Lunchpaket: 15 Euro
  • Mehr Infos: Hamburg Belly Tours

Hamburg Touren mit Straßenkarts

Eigentlich kennt man Gokarts nur als kleine Rennautos, mit denen man in abgesteckten Strecken fährt, doch auch Sightseeing ist mit den fahrbaren Untersätzen möglich. Auf der Straßenkart-Tour geht es nach kurzer Einweisung in Hamburg auf Besichtigungstour. Per Funk sind alle Teilnehmer*innen mit einem Guide verbunden, der interessante Informationen zu den Attraktionen der Stadt gibt. Auf der Tour fehlen natürlich die typischen Hamburger Wahrzeichen und Stadtteile wie Reeperbahn, Michel und Alster nicht. Voraussetzungen für die Teilnahme sind ein gültiger Führerschein und ein Mindestalter von 18 Jahren.

  • Anfahrt: Startpunkt für die Hamburg Sightseeing Tour ist Hafenstraße 89, Parkplatz "Strandpauli", HVV: S3, S1, U3 bis Landungsbrücken, zu Fuß noch 9 Minuten oder mit dem Bus 112 bis St. Pauli Hafenstraße, zur HVV Fahrplanauskunft
  • Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr, Juni bis September: 10 bis 20 Uhr, Öffnungszeiten können variieren
  • Preise: ab 99 Euro pro Person für eine zweistündige Tour
  • Mehr Infos: Straßenkart-Touren


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