Bucerius Kunst Forum Welt im Umbruch. Kunst der 20er Jahre

Das Bucerius Kunst Forum widmet sich im Frühling 2019 der Kunst der Weimarer Republik. Erstmals werden dabei Gemälde und Fotografien der Neuen Sachlichkeit und des Neuen Sehens gegenübergestellt, um die Wechselbeziehungen zwischen den Medien sichtbar zu machen. Zu sehen sind Werke von Größen wie Otto Dix, László Moholy-Nagy, Georg Scholz und August Sander. 

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Welt im Umbruch

Bucerius Kunst Forum

Adresse
Rathausmarkt 2, 20095 Hamburg
Telefon
+49 40 360996-0
E-Mail
info@buceriuskunstforum.de
Termin/e
9. Februar bis 19. Mai 2019
Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag: 11 bis 19 Uhr
Donnerstag: bis 21 Uhr
Eintritt
Erwachsene: 9 Euro | ermäßigt: 6 Euro |
Montags Einheitspreis: 6 Euro |
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: frei
Weitere Infos
Bucerius Kunst Forum

20er Jahre zwischen Hoffnung und Elend

Es ist eine spektakuläre Zeit voller Extreme und Gegensätze, mit der sich die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum beschäftigt. Wurde vor 100 Jahren nach dem Ersten Weltkrieg und der Abdankung des Kaisers 1919 das erste Mal demokratisch gewählt, ergriff Hitler schon 1933 die Macht und wurde Reichskanzler. Gegenstand der Ausstellung sind Werke der 1920er Jahre, die eine Zeit geprägt von Hoffnung und Elend, Licht und Schatten widerspiegeln. 45 Gemälde, über 100 Fotografien, rund 15 Zeichnungen, Collagen und Druckgrafiken sowie Fotopublikationen zum Neuen Sehen und ausgewählte Experimentalfilme dokumentieren die Innovationskraft der damaligen Zeit, aber auch die Vorboten des kulturellen Niedergangs, die im Nationalsozialismus münden. 

Neue Sachlichkeit und Neues Sehen

"Welt im Umbruch" legt dabei den Fokus nicht nur auf die Malerei der Neuen Sachlichkeit, sondern setzt sie in direkte Beziehung zur Fotografie des Neuen Sehens, die parallel entstand und oftmals die gleichen Bildgegenstände visualisiert. In Abgrenzung zum Expressionismus und Piktorialismus suchen die Künstler und Fotografen der neuen Stilrichtung eine sachliche und realistisch-veristische Wiedergabe des Bildsujets. 

Wechselbeziehung von Malerei und Fotografie

Wie sich Malerei und Fotografie gegenseitig befruchteten und beeinflussten wird anhand von fünf Kapiteln nachgezeichnet und erfahrbar gemacht: Porträt, Großstadtleben und Architektur, Stillleben, Industrie und Technik, politische Montage. Medienspezifische Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden herausgearbeitet. Otto Dix und Hugo Erfurth stehen sich beispielhaft für die Entwicklung des Porträts in Malerei und Fotografie gegenüber. Die Fülle an Reklame im Stadtbild, die neuen uniformen Mietshäuser, aber auch neue technische Produktionsstätten, Fabriken und Industriearbeit finden in vielfältiger Weise Eingang in Gemälde und Fotos. In der Darstellung von Perspektiven, spezifischen Kompositionen und Texturen beeinflussen sich Fotografie und Malerei zunehmend gegenseitig. Gesellschaftliche Verhältnisse werden in Werken von Künstlern wie Karl Hubbuch oder Hannah Höch zwar heftigst kritisiert. Doch es gibt auch konservative Vertreter der Neuen Sachlichkeit, die am Ideal der ländlichen Idylle festhalten und deren Kunstrichtung im politischen System des Nationalsozialismus weiterlebt. 

Künstler der Ausstellung

Gezeigt werden Werke von Aenne Biermann, Erwin Blumenfeld, Otto Dix, Hugo Erfurth, Carl Grossberg, Florence Henri, Hannah Höch, Karl Hubbuch, Germaine Krull, El Lissitzky, László Moholy-Nagy, Albert Renger-Patzsch, Walter Peterhans, Max Radler, August Sander, Christian Schad, Rudolf Schlichter, Georg Scholz, Sasha Stone, Umbo u.a.

Ausstellungsrundgänge und Programm

Montag und Mittwoch: 13 Uhr
Donnerstag: 18 Uhr
Samstag: 15 Uhr
Sonntag und feiertags: 12 Uhr
2 Euro zzgl. Eintritt, ohne Anmeldung
Audioführung: 2 Euro zzgl. Eintritt

Begleitet wird die Ausstellung von einem umfassenden Programm mit Konzerten, Lesungen, Pub-Quiz, Poetry Slam und Vorträgen. 

Weitere Infos zur Ausstellung: Welt im Umbruch. Kunst der 20er Jahre


Welt im Umbruch. Kunst der 20er Jahre
Das Bucerius Kunst Forum widmet sich im Frühling 2019 der Kunst der Weimarer Republik. Erstmals werden dabei Gemälde und Fotografien der Neuen Sachlichkeit und des Neuen Sehens gegenübergestellt, um die Wechselbeziehungen zwischen den Medien sichtbar zu machen. Zu sehen sind Werke von Größen wie Otto Dix, László Moholy-Nagy, Georg Scholz und August Sander. 
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