Ernst Barlach Haus Wilhelm Busch malt

Klein und Groß lieben die Geschichten rund um Max und Moritz, die stets nur Unfug im Sinn haben. Doch hinter dem humoristischen Dichter Wilhelm Busch, steckt ein begnadeter Künstler.

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Wilhelm Busch Kunst Hamburg

Ernst Barlach Haus

Adresse
Baron-Voght-Straße 50a, 22609 Hamburg
Telefon
040 82 60 85
E-Mail
info@barlach-haus.de
Termin/e
3. März bis 10. Juni 2019
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr
an Feiertagen auch Montag
Eintritt
Erwachsene: 7 Euro | ermäßigt: 5 Euro |
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: frei | Weitere Ermäßigungen auf der Homepage des Ernst Barlach Haus
Weitere Infos
Ernst Barlach Haus

Mehr als Dichtkunst

Die Geschichten von Max und Moritz sind nach gut 150 Jahren auch heute noch bei Klein und Groß bekannt. Durch den, aus heutiger Sicht, bahnbrechenden Erfolg dieser und weiterer humoristischer Bildergeschichten machte sich Wilhelm Busch einen Namen. Doch neben den beliebten Geschichten, die geschmückt mit kindlich anmutenden Zeichnungen sind, hatte Busch ein herausragendes malerisches Talent, das ebenso Aufmerksamkeit verdient. In seinen zahlreichen Porträts, den stimmungsvollen Genreszenen und den bewegten Landschaftsbildern, arbeitet Wilhelm Busch mit einem ganz bestimmten Leitmotiv: Immerzu verbleiben die Blicke der Betrachter bei den Bauern in roten Jacken.

Die Ausstellung „Herzenssache“

Die künstlerische Seite Wilhelm Buschs blieb Zeit seines Daseins im Verborgenem, denn der von Selbstzweifeln geplagte Maler, entschied sich gegen die Veröffentlichung seiner Werke, die dem hohen Anspruch Buschs zwar nicht gerecht werden konnten, ihm dennoch sehr am Herzen lagen. Es bleibt ein umfangreicher Bilderkosmos, der nun seinen Weg in die Öffentlichkeit fand und Liebhaber und Interessierte des humoristischen Dichter und Zeichners erfreut.

Mit rund siebzig Leihgaben aus dem Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst in Hannover und einigen ergänzenden Werken aus Privatbesitz verspricht die Ausstellung „Herzenssache“, die vom 3. März bis zum 10. Juni 2019 im Ernst Barlach Haus stattfindet, einen umfassenden Einblick in die Welt des Malers Wilhelm Busch.

Die Kunst Wilhelm Buschs

Schon früh schlug Busch eine künstlerische Laufbahn ein und brach im selben Zuge, das auf väterlichen Wunsch begonnene Maschinenbaustudium ab, um zunächst an der Kunstakademie Düsseldorf zu lernen. Bevor er anschließend an die Königliche Akademie der Schönen Künste nach Antwerpen wechselte. Eine schwere Typhuserkrankung unterbrach Buschs künstlerische Arbeit. Ein erneuter Standortwechsel an die Münchener Kunstakademie mündete schließlich in einen Abbruch des Kunststudiums. Der Grund hierfür mag in Buschs selbstkritischer Haltung liegen.

Buschs künstlerischer Werdegang prägte den Stil seiner Malkunst maßgeblich. Sein oft ungestümer, skizzenhafter Pinselstrich vereint die Liebe zur niederländischen Malerei des 17. mit den Traditionen des 19. und der Experimentierlust des 20. Jahrhunderts. Busch selbst betrachtete seine Kunst zwar mit stetiger, demonstrativer Skepsis, doch dass das Malen für Busch – bei aller nach außen gekehrten Tiefstapelei – eine Herzensangelegenheit war, bezeugen die rund eintausend Werke, die bis Mitte der 1890er Jahre entstanden.

Weitere Informationen: Wilhelm Busch: "Herzenssache"


Wilhelm Busch malt
Klein und Groß lieben die Geschichten rund um Max und Moritz, die stets nur Unfug im Sinn haben. Doch hinter dem humoristischen Dichter Wilhelm Busch, steckt ein begnadeter Künstler.
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