MKG Max Sauerlandt und die Hamburgische Sezession

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Hamburgischen Sezession widmet das Museum für Kunst und Gewerbe der Künstlervereinigung und dem damaligen Direktor des MKG, Max Sauerlandt, eine umfangreiche Ausstellung. Zu sehen sind über 40 Druckgrafiken und Gemälde der Sezessionskünstler und eine große Auswahl an von ihnen gestalteten Plakate und Kataloge. 

Ein lebendiges Museum

Museum für Kunst und Gewerbe

Kontakt

Karte vergrößern

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Öffnungszeiten

  • Do:10:00 - 21:00

Termin(e)

20. März 2019 bis März 2020

Eintrittspreise

12 Euro, ermäßigt 8 Euro, Do ab 17 Uhr 8 Euro, unter 18 Jahren frei

Kunst zwischen den Weltkriegen

Nach dem Ersten Weltkrieg 1919 gegründet, setzte sich die Hamburgische Sezession zum Ziel, das kulturelle Leben der Kaufmannsstadt Hamburg zu beleben und die Kunst ihrer Zeit sichtbar zu machen. Hochrangige Künstler der Stadt schlossen sich zusammen, um Ausstellungen, Vorträge, Lesungen aber auch Künstlerfeste zu organisieren. Neben den 52 regulären Mitgliedern nahmen immer wieder Künstler aus dem unmittelbaren Umfeld an den jährlich stattfindenden Ausstellungen teil. Die aktuelle Ausstellung im MKG zeichnet ein umfassendes Bild des Schaffens der Künstlergruppe. Zu sehen sind Grafiken von Rolf Nesch, Arnold Fiedler, Kurt Löwengard, Heinrich Steinhagen sowie Willy Davidson, Richard Haizmann und Heinrich Stegemann (Haspa-Galerie). Im Flur der Sammlung Moderne liegt der Fokus auf Gemälden von Künstler*innen wie Alma del Banco, Fritz Kronenberg sowie Gretchen Wohlwill, Karl Kluth, Willem Grimm und anderen.

Max Sauerlandt als Förderer der Sezession

Ein weiterer Fokus der Ausstellung liegt auf Max Sauerlandt. Als Direktor des MKG (1919 bis 1933) und Verfechter der Moderne setzte er sich aktiv für die Künstler der Sezession ein. Er kaufte ihre Werke und prägte als Direktor der Landeskunstschule das Hamburger Kunstleben. Viele Künstler widmeten ihm Arbeiten oder stellten den Kunst-Förderer in ihren Kunstwerken dar. Dazu zählen unter anderem die beiden Sauerlandt-Büsten von Richard Haizmann und die Radierung von Rolf Nesch, die Sauerlandt mit der „Badenden“ von Ernst Ludwig Kirchner zeigt.

Sezession und Nationalsozialismus

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde die Hamburgische Sezession aufgefordert, ihre jüdischen Mitglieder auszuschließen. Die Künstler zeigten sich solidarisch mit ihren jüdischen Mitgliedern und sprachen sich einstimmig für eine Selbstauflösung aus. Auf behördliche Anordnung wurde die zwölfte Sezessionsausstellung geschlossen. Dies war die erste Ausstellungsschließung der Nationalsozialisten, auf die noch eine Reihe anderer folgte. Verluste, die durch die Beschlagnahme der Nationalsozialisten 1937 entstanden sind, konnten in Teilen durch gezielte Erwerbungen von Heinz Spielmann in den 1960er Jahren ausgeglichen werden, sodass das MKG und die Haspa-Sammlung heute wieder über einen reichen Bestand an Kunstwerken der Hamburger Sezession verfügen. 

Weitere Informationen zur Ausstellung: "Ein lebendiges Museum..." Max Sauerlandt und die Hamburgische Sezession

Weitere Informationen

hamburg.de empfiehlt

Kulturlandschaft

Branchen Online-Suche