Kunsthalle Leonardo da Vinci - Die Zeichnungen im Kupferstichkabinett

Aus Anlass des 500. Todestages des Universalgenies präsentiert die Hamburger Kunsthalle vier Blätter aus ihrem Kupferstichkabinett zusammen mit weiteren Werken. Der frühzeitige Erwerb eines Zeitfenstertickets wird empfohlen.

Hamburger Kunsthalle Zeichnungen Leonardo

Hamburger Kunsthalle

Termin/e

5. Juni 2019 bis 19. Juni 2019

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Donnerstag: 10 bis 21 Uhr
Montag: geschlossen
Donnerstag an/vor Feiertagen: 10 bis 18 Uhr

Eintritt

Regulär: 14 Euro | ermäßigt: 8 Euro |
Donnerstag 17:30 bis 21 Uhr: 8 Euro | ermäßigt: 5 Euro
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: frei
Weitere Ermäßigungen finden Sie auf der Homepage der Kunsthalle

Weitere Infos

Vier von sechs in Deutschland existierenden Zeichnungen

Das Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle besitzt vier von sechs in Deutschland überhaupt nur existierenden Zeichnungen Leonardo da Vincis (1452-1519). Aus Anlass des 500. Todestages des Universalgenies präsentiert die Hamburger Kunsthalle diese vier Blätter zusammen mit weiteren Werken im Harzen-Kabinett.

Die Zeichnungen stammen aus dem Besitz des Hamburger Kunsthändlers Georg Ernst Harzen (1790-1863), dessen Sammlung per Testament 1869 in die neu eröffnete Kunsthalle kam.

Die Präsentation findet im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der Hamburger Kunsthalle statt.

Zeitfenstertickets buchen/Preise

Da die Kunsthalle nur begrenzten Zugang zur Ausstellung gewähren kann, wird der frühzeitige Erwerb eines Zeitfenstertickets empfohlen.
Zeitfenstertickets sind  beim Kauf von regulären/ermäßigten Eintrittskarten an den Kassen bzw. im Online-Ticketshop gratis. Personen, die freien Eintritt genießen, zahlen im Online-Ticketshop 4 Euro für ein Zeitfensterticket.

Vier äußerst wertvolle Blätter

Die ausgestellten Zeichnungen sind alle außerordentlich wertvoll. 

Die „Studien zu einer Anbetung der Hirten“, entstanden um 1480. Das Blatt misst lediglich 17 mal 11 Zentimeter, darauf sind drei Hirten mit nur wenigen souveränen Federstrichen meisterhaft gezeichnet. Das violett gefärbte Blatt gehört zu den kostbarsten Schätze des Kabinetts.

In der Studie des Hl. Sebastian wird Leonardos suchende Zeichentechnik deutlich. Zunächst hat er mit dem Bleigriffel einen fast frontalen Kopf skizziert, den er dann mit der Feder mit einem nach rechts gewandten Kopf überzeichnete. Danach fügte den stark verdrehten Körper hinzu. Zuletzt hat Leonardo eine weitere Variante des Kopfes gezeichnet, diesmal mit einer Drehung nach links. Zweifellos hat Leonardo versucht eine extreme verschränkte Körperhaltung als fließende Bewegung darzustellen. Leonardo beschäftigte sich mehrfach mit der Figur des sehr populären Heiligen. Möglicherweise hat er die Zeichnung als Vorstudie für ein privates Andachtsbild oder ein Altarbild angelegt.

Das Blatt "Kopf eines alten Mannes oder einer alten Frau im Profil“ (um 1495– 1505, etwa zehn mal acht Zentimeter) steht exemplarisch für das physiognomische Interesse Leonardos. Die Konturen von Hals, Gesicht und Haaransatz wurden zur Übertragung mit der Nadel gestochen. Leonardo (oder einer seiner Schüler) hielt so die Variationen des menschlichen Anlitzes systematisch fest. Dabei ging es ihm keineswegs nur um Schönheit und Harmonie, vielmehr interessierte ihn auch das vermeintlich Hässliche und Deformierte.

"Aristoteles und Phyllis (Cam­paspe?)“ schließlich ist eine Federzeichnung in Braun über Metallstift auf blaugrauem Papier, datiert auf das Jahr 1475. In dem nur etwa 9 mal 13 Zentimeter großen Blatt setzt sich Leonardo auseinander mit der Macht der Frauen über die Männer. Auf dem Boden kriecht der griechische Philosoph Aristoteles (384–324 v. Chr.). Gleich zwei Legenden berichten davon, dass er eine Frau auf seinem Rücken reiten ließ: zum einen seine schöne Geliebte Phyllis als Dank für ihre Wohltaten, zum anderen Cam­paspe, die Geliebte seines Schülers Alexander der Große. Die Figuren zeigen noch zeichnerische Schwächen des Künstlers sowie Einflüsse seiner Lehrmeister Antonio Pollaiuolo und Andrea del Verrocchio.

Weitere Informationen zur Leonardo- Ausstellung

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