Museum für Hamburgische Geschichte Die "Neue Heimat" (1950-1982). Eine sozialdemokratische Utopie und ihre Bauten

Die „Neue Heimat“ war der größte und bedeutendste nichtstaatliche Wohnungsbaukonzern im Europa der Nachkriegszeit - mit Hauptsitz in Hamburg. Erstmals werden in einer Architekturausstellung die Bauten und Projekte anhand von Fotos, Filmen, Plänen und Modellen analysiert.

Die Neue Heimat Hamburg Museum

Museum für Hamburgische Geschichte

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Museum für Hamburgische Geschichte

Öffnungszeiten

  • Do:10:00 - 17:00

Termin(e)

27. Juni bis 6. Oktober 2019

Eintrittspreise

9,50 € für Einzelbesucher
7 € für Gruppenbesucher ab 10 Personen
6 € für Schüler und Berufsschüler ab 18 Jahren, Studenten bis 30 Jahre, Auszubildende, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, FSJ, Schwerbehinderte und Inhaber der Hamburg Card

Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

„Wir machen alles“ 

Das Gewerkschaftsunternehmen hat in über dreißig Jahren mehr als 400.000 Wohnungen und seit den sechziger Jahren auch zahlreiche Kommunal- und Gewerbebauten in Deutschland geplant und gebaut - die Mehrzahl davon steht noch heute. Der Neuen Heimat veränderte mit ihren Bauten den Lebensalltag vieler Menschen nachhaltig, indem es ihr im Zuge des deutschen „Wirtschaftswunders“ gelang einer breiten Bevölkerungsschicht den Traum von einem besseren Leben zu erfüllen. "Wir machen alles", lautete das Motto. 

Der skandalträchtige Zusammenbruch des Unternehmens Anfang der achtziger Jahre wirkte wie ein Schock auf die westdeutsche Bevölkerung und markierte das Ende einer Epoche.

Ein kritischer Rückblick angesichts aktueller Herausforderungen

Seit der Abwicklung der Neuen Heimat ist das Unternehmen häufig auf den Bau von Großsiedlungen reduziert worden, die heute eher kritisch gesehen werden. Eine differenzierte und historisch angemessene Einschätzung der Bauprogramme fand lange nicht statt. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Geschichte der Neuen Heimat insbesondere vor dem aktuell immer lauter werdenden Ruf nach bezahlbarem Wohnraum zu betrachten. Der zeitliche Abstand bietet die Chance für einen kritischen Rückblick darauf, was aus der sozialdemokratischen Utopie eines bis heute angestrebten „Wohnens für Alle“ geworden ist.

Präsentiert werden herausragende Beispiele

Erstmals werden in einer Ausstellung die Bauten und Projekte der Neuen Heimat an herausragenden Beispielen analysiert. Zu sehen sind Fotografien, Filmproduktionen, Pläne und Originalmodelle. Ein Schwerpunkt wird auf die Planungs- und Entstehungsgeschichten von Großsiedlungen wie Neu-Altona und Mümmelmannsberg sowie die Neue Vahr in Bremen mit dem eleganten Wohnturm von Alvar Aalto. 

Gezeigt werden zudem sogenannte Demonstrativ-Bauvorhaben wie der „Emmertsgrund“ in Heidelberg, das nicht realisierte Alsterzentrum in Hamburg und die Entlastungsstadt Neuperlach in München. Neuperlach war damals das europaweit größte Siedlungsbauprojekt, 80.000 Menschen sollten hier wohnen. 

Des Weiteren werden Großprojekte wie das spektakuläre ICC Berlin oder das Universitätsklinikum Aachen vorgestellt sowie kaum bekannte internationale Bauten von Frankreich über Ghana bis Mexiko.

Eine Ausstellung des Architekturmuseums der TUM und des Hamburgischen Architekturarchivs in Kooperation mit dem Museum für Hamburgische Geschichte.

Mehr zur Ausstellung: Die neue Heimat



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