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Kunsthalle Max Beckmann. weiblich-männlich

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Die Ausstellung untersucht erstmals die zahlreichen, oft widersprüchlichen Rollen von Weiblichkeit und Männlichkeit in der Kunst Beckmanns.

Beckmann Hamburg Weiblich Männlich

Hamburger Kunsthalle

Termin/e

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3. April 2020 bis 2. August 2020

Öffnungszeiten

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Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Donnerstag: 10 bis 21 Uhr
Montag: geschlossen
Donnerstag an/vor Feiertagen: 10 bis 18 Uhr

Eintritt

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Regulär: 14 Euro | ermäßigt: 8 Euro |
Donnerstag 17:30 bis 21 Uhr: 8 Euro | ermäßigt: 5 Euro
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: frei
Weitere Ermäßigungen finden Sie auf der Homepage der Kunsthalle

Weitere Infos

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Kraftvoller Interpret der Welt und des Menschen

Max Beckmann (1884–1950) ist einer der großen Künstler der Moderne und gilt als kraftvoller Interpret der Welt und seiner Zeit.  Basierend auf der Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts entwickelte er einen eigenen figurenstarken Stil, den er der aufkommenden Gegenstandslosigkeit entgegensetzte. Sein Ziel war nicht die Abstraktion eines Henri Matisse oder gar Picassos Kubismus, Beckmann suchte eine zeitgemäße Form der figurativen Malerei. Damit traf er den Geschmack der Zeit.

Beckmanns Hauptinteresse galt dem Menschen. Die Ausstellung untersucht erstmals die zahlreichen, oft widersprüchlichen Rollen von Weiblichkeit und Männlichkeit in seiner Kunst. Die rund 180 gezeigten Gemälde, Plastiken und Werke auf Papier machen die Breite und gesellschaftliche Relevanz des Themas erfahrbar sowie auch Beckmanns facettenreiche, sinnliche Kunst. Seine Doppelbildnisse, die Porträts von Männern und Frauen seiner Zeit sowie mythologische und biblische Figurenbilder beschreiben eindrucksvoll die Grundkonstanten menschlichen Zusammenseins: Begehren, Hingabe, Werben, Zurückweisung, Abhängigkeit, Widerstreit, Freiheitsdrang und Verschmelzung. 

Offene Gechlechterrollen

Beckmann schrieb Geschlechterrollen fest und öffnete sie zugleich, er sah Zartheit in Frauen- und in Männerfiguren ebenso wie die Schlagkraft der Heldin und des Helden. Fasziniert von den Mythen verschiedenster Kulturen, kannte er die uralte Vorstellung, dass Frau und Mann aus einem einzigen, androgynen Geschlecht hervorgingen, nach dessen Einheit man sich auf ewig zurücksehnt. Er kannte auch die Schriften von Carl Gustav Jung und Otto Weininger, die Individualität als Verbindung von weiblichen und männlichen Anteilen erklärten. Sich selbst allerdings stellte Beckmann in seinen Werken gern als mannhaft entschlossenen Weltendeuter dar. Eine Tatsache, die bis heute die Wahrnehmung seines Werks dominiert und einen offeneren Blick auf Beckmanns vielschichtigen Kunst erschwert. 

Von den Nazis gehasst verlässt Beckmann für immer Deutschland 

Für die Nazis war Max Beckmann einer der meistgehassten Künstler. Im April 1933 wurde er fristlos aus seiner Professur an der Frankfurter Städelschule entlassen. Beckmann verließ Frankfurt und zog zunächst nach Berlin. 1937 wurden seine Werke in der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt. Nach der Rundfunkübertragung von Hitlers Rede zur Eröffnung verließ Max Beckmann und ging ins selbstgewählte Exil Amsterdam. Er sollte nie mehr nach Deutschland zurückkehren.

Letzte Jahre in den USA

Im Sommer 1947 erhielten Max und Mathilde Beckmann Visa für die USA. Im Mai 1948 zeigte das Saint Louis Art Museum eine große Beckmann-Retrospektive. 1949 nahm Beckmann eine Professur für Malen und Zeichnen an der Art School des Brooklyn Museums in New York an. Da fiel es ihm schon zunehmend schwer, sich mit seiner Kunst gegen die inzwischen populär gewordene abstrakte Malerei zu behaupten. Am 27. Dezember 1950 starb Max Beckmann an einem Herzinfarkt mitten auf der Straße in Manhattan.

Wichtige Leihgaben

Wichtige Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland – darunter der Nachlass Beckmann, das Saint Louis Art Museum, die Harvard Art Museums und das Stedelijk Museum in Amsterdam – ergänzen den umfangreichen Beckmann-Bestand der Hamburger Kunsthalle.

Weitere Informationen zur Ausstellung: Max Beckmann

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