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Museum der Arbeit Grenzenlos. Kolonialismus, Industrie und Widerstand

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Grenzenlos. Kolonialismus, Industrie und Widerstand

Kontakt

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Öffnungszeiten

  • Fr:10:00 - 17:00

Termin(e)

30. September - 11. April 2021

Eintrittspreise

Einzelbesucher: 8,50€, ermäßigt 5€
Gruppenkarte (ab 10 Personen): 6 € pro Person
Die Ermäßigung gilt für Schüler und Berufsschüler ab 18 Jahren, Studenten bis 30 Jahre, Auszubildende, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, FSJ, Schwerbehinderte und Inhaber der Hamburg CARD

Ort

Bert-Kaempfert-Platz

Barrierefreiheit

  • Behindertenparkplätze vorhanden
  • Barrierefrei zugänglich

Eingang zum Museum
Stufenloser Eingang ins Museum der Arbeit

Parkplätze
Der Behindertenparkplatz liegt hinter der “Alten Fabrik”, die Zufahrt erfolgt über die Maurienstraße.

Garderobe
Die Garderobe befindet sich im Erdgeschoss an der Kasse.

Aufzug
Ein geräumiger Aufzug in der “Neuen Fabrik” bietet Zugang in alle Ausstellungsetagen. Er besitzt ein visuelles Notrufsystem für sprach- und hörgeschädigte Besucher.

Mitnahme von Assistenzhunden
Ausgewiesene Assistenzhunde dürfen als Begleiter mit in die Ausstellung genommen werden.

Toiletten
Eine behindertengerechte Toilette ist im Erdgeschoss vorhanden.

Hamburgs koloniale Vergangenheit

Die industrielle Entwicklung zahlreicher europäischer und deutscher Regionen war seit
dem 17. und insbesondere im 19. Jahrhundert von der Verarbeitung von Rohstoffen aus
kolonisierten Gebieten geprägt. Auch für Hamburg war diese Industrie von
großer wirtschaftlicher Bedeutung.

Mit seiner diesjährigen Sonderausstellung möchte das Museum der Arbeit einen Beitrag zur aktuellen Debatte über den Umgang der Hansestadt Hamburg mit ihrer kolonialen Geschichte leisten.

Hanseatische „Kaufmannsindustrie“ versus gewaltvolle Realität

Den historischen Ausgangspunkt der Ausstellung bildet die Verarbeitung von Kautschuk,
Palmöl und Kokosöl durch hamburgische Unternehmen. Unter anderem auf dem heutigen Gelände des Museums der Arbeit, in der ehemaligen New-York Hamburger Gummiwaaren-Fabrik, aber auch in Harburg und Wandsbek. Hier wurden seit dem späten 19. Jahrhundert  Hartgummikämme, Badehauben, Regenschirme, Margarine, Fertiglebensmittel, Kerzen oder Seife hergestellt. Allesamt industriell gefertigte Alltagsprodukte, bei denen die kolonialen Bezüge nicht sofort ins Auge fallen, deren Rohstoffe jedoch unmittelbar mit dem deutschen und europäischen Kolonialismus verflochten sind.

Vor diesem Hintergrund stellt die Ausstellung dem gängigen und verharmlosenden
Narrativ einer hanseatischen „Kaufmannsindustrie“ die gewaltvollen Realitäten des
Kolonialismus, aber auch die Widerständigkeit der betroffenen Menschen gegenüber.
Im Mittelpunkt steht dabei das Thema der kolonialen Zwangsarbeit: Kolonien waren für die
Hamburger Unternehmen vor allem dann profitabel, wenn uneingeschränkt auf die Arbeitskraft der dort lebenden Menschen zugegriffen werden konnte. 

Dies hatte schreckliche Folgen:  unmenschliche Arbeitsbedingungen, Zerstörung traditioneller
Wirtschaftsformen und Gesellschaften, Hungersnöte, Flucht und Vertreibung. Die Ausstellung gibt  jenen Menschen Raum, die in bisherigen Darstellungen nicht angemessen repräsentiert sind: Arbeiterinnen und Arbeitern, die gegen ihre Arbeits- und Lebensbedingungen protestierten oder vor Zwangsarbeit flohen ebenso wie lokalen Eliten, die sich gegen die Übergriffe der Kolonisierenden wehrten.

Das Ziel der Ausstellung ist es, einer breiten Öffentlichkeit einen verantwortungsvollen und zeitgemäßen Blick auf die hamburgische Stadt- und Industriegeschichte zu ermöglichen. 

Weitere Informationen: Ausstellung Grenzenlos


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