Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Kunsthalle Making History. Hans Makart und die Salonmalerei des 19. Jahrhunderts

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Mit "Making History" wagt die Hamburger Kunsthalle einen Sprung zurück in die Geschichte und präsentiert das größte Gemälde des Museums – Der Einzug Karls V. in Antwerpen (1878) von Hans Makart (1840–1884).  Das 50 Quadratmeter große Skandalbild des österreichischen Malers steht im Mittelpunkt der Ausstellung. die dem Publikum einen Einblick in die Diversität und Widersprüchlichkeit der Kunst des 19. Jahrhunderts gibt.

Hans Makart Hamburg

Hamburger Kunsthalle

Kontakt

Karte vergrößern

Hamburger Kunsthalle

Öffnungszeiten

  • Fr:10:00 - 18:00

Termin(e)

1. Oktober 2020 bis 31. Dezember 2023

Eintrittspreise

Regulär: 14 € (Donnerstag 17.30 - 21 Uhr 8 €)
Ermäßigt: 8 € (Donnerstag 17.30 - 21 Uhr 5 €)
Kinder & Jugendliche unter 18 Jahren frei
Gruppen ab 10 Personen: 12 €
(Um den Rabatt zu erhalten, müssen die Gruppentickets von einer Person bezahlt werden)

Bibliothek (ohne Museumsbesuch): frei
Hamburg Card: 11 €
Hamburg City Pass: frei

Barrierefreiheit

  • Parkplätze vorhanden
  • Behindertenparkplätze vorhanden
  • Barrierefrei zugänglich

Skandalbild im Zentrum der Ausstellung von Kunst des 19. Jahrhunderts

Nach vier Jahren ist Makarts Skandalbild, das seit seiner Erstpräsentation die BetrachterInnen in den Bann gezogen hat, erstmals wieder zu sehen. Die Kunsthalle hat es 1879 erworben und es zählt immer noch zu den wichtigsten Identifikationsbildern des Museums - gilt es doch als einer der Höhepunkte in der Malerei des Historismus. 

Gemeinsam mit diesem Werk werden 60 weitere Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Kunsthalle in dem repräsentativen Makart-Saal gezeigt. Darunter sind viele Gründungsbilder des 1869 eröffneten Hauses. Das Werk Cromwell vor dem Sarge Karls I. (nach 1831) von Paul Delaroche (1797–1856) wurde 1846 überhaupt nur unter der Bedingung gestiftet, ein öffentliches Museum in Hamburg zu gründen. Und Friedrich Karl Hausmanns (1825–1886) Galilei vor dem Konzil (1861) wurde der Kunsthalle zur Grundsteinlegung 1863 geschenkt.

Makart-Saal soll anregen, Sichtweisen zu hinterfragen

Der Makart-Saal, als Auftaktsaal des Rundgangs durch die Museumssammlung, soll in Zukunft das Publikum anregen, herkömmliche Sichtweisen zu hinterfragen. Was früher vielleicht richtig war, muss den heutigen Vorstellungen nicht mehr entsprechen.

Ausstellungsräume neu konzipiert

Die Ausstellungsräume wurden völlig neu inszeniert und an das typische Galerieambiente des 19. Jahrhunderts angepasst.  Die Kunstwerke, die teilweise 100 Jahre lang nicht mehr zu sehen waren erstrahlen neu - in blockartiger Hängung auf einer samtenen Wandbespannung.

Die ausgestellten Werke sind in verschiedene thematische Ensembles gegliedert:
Die starke Präsenz der Historienmalerei steht für den Aufschwung, den diese Gattung im Laufe des 19. Jahrhunderts erlebte. Dies liegt in der politisch angespannten Situation in Europa mit den steten Wechseln von revolutionären und restaurativen Tendenzen begründet. Insbesondere drei Gemälde von Paul Delaroche (1797–1856), einem der bedeutendsten Historienmaler seiner Zeit, verdeutlichen einen neuen Blick auf die Geschichte. Seine Herrschergestalten zeigt er als nahbare und nachdenkliche Individuen. 

Die akribisch ausgearbeiteten Genreszenen nehmen das Publikum mit auf eine Zeitreise in die römische Antike, wie in den Werken von Lawrence Alma-Tadema (1836–1891), oder ins französische Rokoko bei Ernest Meissonier (1815–1891). Die Antike als Form- und Stoffreservoir für die Kunst hatte das gesamte 19. Jahrhundert über Bestand. Dominiert wird dieser Themenkomplex von Anselm Feuerbachs (1829–1880) großformatigem Gemälde "Das Urteil des Paris" (1870). Zugleich reagierte die Genremalerei auf aktuelle Themen, wie etwa Karl Schlesinger (1825–1893) mit dem Gemälde "Auswanderer".

Für den damaligen Wunsch nach Emotionalität stehen die zahlreichen Werke, die Gefühle zum Thema haben. Beispiele dafür sind "Die barmherzigen Schwestern" (1859) von Henriette Browne (1829–1901). 

Eine Gruppe vornehmlich englischer Künstler richtete ihren Blick oftmals auf den Nahen Osten. Getragen von dem Wunsch, die für westliche Augen fremde Welt möglichst schillernd vorzustellen, ist die "Orientmalerei" zugleich Zeugnis einer eurozentrischen Sicht auf die arabisch-islamische Kultur. Diese Werke verdankt die Kunsthalle maßgeblich den bedeutenden Stiftungen von Gustav Christian Schwabe (1886) und Freiherr Johann Heinrich von Schröder (1910). Noch heute verfügt das Museum über eine der größten Sammlungen an englischer Malerei des 19. Jahrhunderts in Europa.

Den Abschluss bilden die imposanten Landschaftsdarstellungen von Oswald Achenbach (1827–1905) und seinen Zeitgenossen, die mit der Etablierung des Impressionismus um die Jahrhundertwende bald nicht mehr gefragt waren.

Der Einzug Karls V. in Antwerpen - Makarts Skandalbild

Hans Makarts (1840–1884) monumentale Komposition zeigt den rauschhaften Einzug des jungen Kaisers Karl V. (1500–1558) in der Hafenstadt Antwerpen am 23. September 1520. Albrecht Dürer (1471–1528) war damals bei den Festlichkeiten zugegen und hielt das Erlebnis in seinem Tagebuch fest. Über 300 Jahre später berief sich Makart auf diese Quelle. Tatsächlich war es zur Zeit Karls V. bei derartigen Anlässen üblich, dass nackte Frauen als "lebende Bilder" am Rande des Festes bestimmte Allegorien darstellten. Bei Makart aber stehen die Frauen im Mittelpunkt und sind dem Machtinhaber im wahrsten Sinne des Wortes unterstellt. Ganz offensichtlich war er mehr an der provokanten Inszenierung interessiert als an einer verlässlichen Wiedergabe realer Ereignisse. Nach einer imposanten Ausstellungstournee mit Hunderttausenden BesucherInnen durch Europa wurde das Gemälde ab 1881 in der Hamburger Kunsthalle gezeigt. Ab 1939 befand es sich im Depot, ehe es zwischen 1981 und 2016  wieder an seinem ursprünglichen Platz präsentiert wurde.

Weitere Informationen zur Ausstellung: Making History

Weitere Informationen

Themenübersicht auf hamburg.de

hamburg.de empfiehlt

Kulturlandschaft

Branchen Online-Suche

*Über die Einbindung dieses mit *Sternchen markierten Angebots erhalten wir beim Kauf möglicherweise eine Provision vom Händler. Die gekauften Produkte werden dadurch für Sie als Nutzer*in nicht teurer.
Anzeige
Branchenbuch