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Museum für Hamburgische Geschichte Der Fotograf Max Halberstadt

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Die Ausstellung widmet sich der in Vergessenheit geratenen Fotografie-Koryphäe Max Halberstadt. Gezeigt werden Porträts von Hamburgischen Künstlern, jüdischen Mitbürgern sowie dem berühmten Psychologen Sigmund Freud. Kinderfotos und Druckbelege des Fotografen ergänzen die Ausstellung.

Museum für Hamburgische Geschichte Der Fotograf Max Halberstadt

Museum für Hamburgische Geschichte

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Museum für Hamburgische Geschichte

Öffnungszeiten

  • Sa.:10:00 - 18:00

Termin(e)

7. Mai 2021 bis 3. Januar 2022

Barrierefreiheit

Eingang zum Museum: Barrierefreier Zugang am Haupteingang. Bitte benutzen Sie gern die Klingel, rechts neben dem Haupteingang.

Sitzmöglichkeiten: Leichte Klappstühle können an der Kasse/Garderobe entliehen werden.

Aufzüge: Mehrere Aufzüge bieten Zugang zu allen Ausstellungsetagen, bitte wenden Sie sich an das Aufsichtspersonal.

Mitnahme von Assistenzhunden: Ausgewiesene Assistenzhunde dürfen als Begleiter mit in die Ausstellung genommen werden.

Toiletten: Eine behindertengerechte Toilette ist vorhanden, bitte wenden Sie sich an das Aufsichtspersonal.

Führungen in Deutscher Gebärdensprache: Martina Bergmann ist gehörlos und arbeitet seit 1999 beim Museumsdienst Hamburg. Sie ist zuständig für die Planung, Organisation und Durchführung museumspädagogischer Veranstaltungen in Deutscher Gebärdensprache sowohl in Dauerausstellungen als auch in Sonderausstellungen im Museum für Hamburgische Geschichte.

Ausstellung würdigt eine vergessene Größe

In den 1920er Jahren galt Max Halberstadt noch als einer der bekanntesten Porträtfotografen Hamburgs. Grund hierfür waren unter anderem seine ikonografischen Aufnahmen Siegmund Freuds, seines Schwiegervaters. Die international publizierten Porträts des Begründers der Psychoanalyse verhalfen Max Halberstadt zu hoher Popularität. Finden auch seine Werke noch zahlreiche Verwendungen, so ist der Künstler und sein Name heute weitestgehend vergessen. Selbst in Fotografenlexika ist er nicht mehr zu finden.

Die geplante Schau soll dem Fotografen den verdienten Platz und die gebührende Würdigung  in der Fotogeschichte Hamburgs verschaffen. Neben Porträts von Hamburger Künstlern und von Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde werden ergreifende Kinderfotos gezeigt. Zusätzlich erhält der Zuschauer durch die ausgestellten Werke einen Einblick in das Stadtleben Hamburgs der 1920er Jahre. Die zahlreichen Verwendungen Halberstadts Aufnahmen werden von Druckbelegen dokumentiert.

Biografie Halberstadts

1882 wurde Max Halberstadt, Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, in Hamburg geboren. Nach dem Abschluss seiner Lehrzeit arbeitete der Fotograf ab 1907 im renommierten Atelier von Rudolf Dührkoop in der Hansestadt. Schnell fand er als Porträt- und Landschaftsfotograf Widerhall und konnte durch diesen Erfolg bereits fünf Jahre später sein eigenes Atelier in der Hamburger Innenstadt betreiben. Zudem erwarb er sich einen Ruf als erstklassiger Kinderfotograf. Als Mitbegründer der „Gesellschaft Deutscher Lichtbildner“, der heutigen „Deutschen Fotografischen Akademie“ nach dem ersten Weltkrieg weiterte Halberstadt seinen bedeutenden Einfluss auf die Fotografie seiner Zeit noch einmal aus.

Viele Presseorgane verwendeten die Werke Halberstadts. Vor allem die illustrierten Beilagen der Hamburger Tageszeitung druckten seine Porträts, Collagen und Montagen.  Die Fachzeitschrift "Photofreund" widmete ihm 1920 sogar eine ganze Ausgabe - das "Sonderheft Max Halberstadt".

Erfolgreich fertigte der Fotograf Auftragsarbeiten an, bei denen er erstklassige Architektur- und Innenaufnahmen schuf. Mit Beginn der antisemitischen Politik der Nationalsozialisten verlor er auf Grund seiner jüdischen Herkunft allerdings viele seiner Auftraggeber. Halberstadt wurde zum Verkauf seines Ateliers gezwungen und emigrierte 1936 nach Afrika. Auch wenn ihm die Neugründung eines Ateliers gelang, blieb ihm der Erfolg im Exil verwehrt. 1940 starb er schließlich in Johannesburg.

Halberstadt gegen Antisemitismus und für Juden

Aufgrund seiner jüdischen Herkunft hatte Halberstadt eine besondere Verbindung zu Juden in Deutschland. Deshalb dokumentierte er Gräber des Jüdischen Friedhofs in Altona und fertigte Fotografien von Hamburger Synagogen an. Seine Werke wurden von der jüdischen Presse verwendet und fanden sich in Festschriften wieder. 

Mit Anfang des Nazi-Regimes in Deutschland 1933 mussten Juden zunehmend die drastischen Auswirkungen der antisemitischen Ausgrenzungspolitik erfahren. So auch Halberstadt, der aufgrund seiner Herkunft mit Reemtsma, Darboven und Dralle wichtige Kunden verlor. In der Folge dieser dramatischen Verschlechterung seiner Lebenssituation wurde er in den Verkauf seines Ateliers und ins Exil nach Südafrika gezwungen. Exemplarisch stehen Halberstadts Leben und sein Werk für die Zwangslage der Juden im Nationalsozialismus, die - wenn überhaupt- nur durch das Verlassen ihrer Heimat vor Verfolgung und Vernichtung fliehen konnten.

Ein museumspädagogisches Begleitprogramm zur Ausstellung für Jugendliche und Erwachse arbeitet die deutsche Judenverfolgung und die Emigration Halberstadts auf.

Weitere Informationen: Ausstellung "Max Halberstadt"



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