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Ernst Barlach Museum Wedel Junge Wilde - Expressive Malerei im Berlin der 80er Jahre

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Die Ausstellung „Junge Wilde“ präsentiert eine kunsthistorische Dekade, deren Einfluss auf den internationalen Kunstbetrieb bis heute andauert.

Expressive Malerei

Wild, heftig, frech, aggressiv

Zu Beginn der 1980er Jahre etabliert sich eine neue Generation junger MalerInnen. Ihr Auftreten ist spektakulär, radikal, direkt. Sie drängen mit Gemeinschafts- und Einzelausstellungen, Publikationen und Interviews ins Licht der Öffentlichkeit. Ihre Bilder sind wild, heftig, punkig, frech, aggressiv und hässlich.

Die Vergangenheit wird über Bord geworfen

Die „Jungen Wilden“ verursachen eine regelrechte Explosion der Malerei. Heute gelten sie als eine der letzten großen künstlerischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts. Die„Jungen Wilden“ werfen die minimalistischen, kargen und abstrakten Stile der Vergangenheit über Bord und ersetzen sie durch einen Überfluss an Bildlichkeit, Erzählung, Materialien, Farben und Emotionen. 

Zentrum West-Berlin 

Auch wenn Die„Jungen Wilden“ in lockeren Gruppen zusammengeschlossen sind. ist West-Berlin ein Zentrum. Hier malen Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Salomé und Bernd Zimmer, die 1977 die Selbsthilfegalerie am Moritzplatz gründen. Formal verbindet die „Moritz Boys“ eine spontan-expressive Bildsprache, sodass ihnen schnell auch das Etikett Neoexpressionisten anhaftet. Sie sind beeinflusst durch die Berliner Subkultur, die Punkszene und die New-Wave-Kultur. Ihre Haltung ist zutiefst subjektiv, ihre Bilder sind von aggressiver Farbigkeit. Häufige Themen sind persönliche Obsessionen und sexuelle Neigungen wie bei Salomé oder auch das Motiv der Stadtlandschaft bei Bernd Zimmer und Rainer Fetting.

Kunst als Zeitzeuge

Die Ausstellung präsentiert eine kunsthistorische Dekade, deren Einfluss auf den internationalen Kunstbetrieb bis heute andauert. Es wird ersichtlich, wie eng künstlerische Bewegungen mit den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen verbunden sind und wie antizipativ Kunst die Ängste und Visionen einer Gesellschaft abbildet, die sich über Jahrzehnte bewahrheiten können.

Tatsächlich sind die 1980er Jahre geprägt von Individualisierung, neuem Umweltbewusstsein und gewaltigen Umbrüchen der internationalen Politik. Angst vor dem Atomtod, die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, das Waldsterben oder die damals neue Krankheit Aids prägen dieses Jahrzehnt, an dessen Ende der Mauerfall und die Auflösung der Sowjetunion stehen. Insofern verdeutlicht die Schau die Relevanz von Kunst als Zeitzeugenschaft .

Beteiligte KünstlerInnen

Elvira Bach, Ina Barfuss, Luciano CasteIli, Christa Dichgans, Hartwig Ebersbach, Rainer Fetting, FRANEK, Dieter Hacker, Martin Heinig, Karl-Horst Hödicke, Thomas Hornemann, Brian Kelly, Bernd Koberling, Markus Lüpertz, Helmut Middendorf, A.R. Penck, Barbara Quandt, Salomé und Bernd Zimmer.

Kontakt

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Ernst Barlach Museum Wedel

Öffnungszeiten

  • Di.:11:00 - 18:00

Termin(e)

23. Oktober 2022 bis 26. März 2023

Eintrittspreise

10€ pro Person.

8€ pro Person
(ermäßigt für Schüler*innen, Studenten*innen, Auszubildende und Gruppen ab 10 Personen)

Führungen für Gruppen bis max. 20 Personen 120€ zuzüglich. ermäßigter Eintritt.

Erreichbarkeit

S-Bahn Linie S 1 bis Wedel
Parken in unmittelbarer Umgebung möglich, das Museum besitzt keine eigenen Parkplätze.


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