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Deichtorhallen/PHOXXI Claudia Andujar. The end of the world

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Eine Auswahl der wichtigsten Werkgruppen der brasilianische Fotografin und Aktivistin Claudia Andujar (*1931).

Frauengesicht Claudia Andujar: Floresta amazônica, Pará - da série Sonhos Yanomami. [Amazon Forest, Pará from Yanomami Dream series], 2002

Deichtorhallen Aktivistin

Verteidigerin der Rechte indigener Gemeinschaften

Die in der Schweiz geborene brasilianische Fotografin und Aktivistin Claudia Andujar (*1931) ist ein Vorbild für viele politisch motivierte Künstler*innen. Sie zählt nicht nur zu den bedeutendsten Fotografinnen Südamerikas, deren Werke in renommierten Museen weltweit ausgestellt werden, sondern ist auch eine Aktivistin, die soziale Ungerechtigkeiten anspricht und die Rechte indigener Gemeinschaften verteidigt.

Andujar erkämpft ein Schutzgebiet für die Yanomami

Nach ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten wurde Andujar Fotojournalistin und beteiligte sich am Kampf gegen soziale Missstände und Gewalt an ihrem neuen Wohnort Brasilien. Ab den frühen 1970er Jahren dokumentierte sie nicht nur das tägliche Leben der indigenen Gemeinschaft der Yanomami im Amazonasgebiet, sondern auch die Bedrohung, der diese durch Bergbau, Vertreibung und Krankheiten ausgesetzt sind. konfrontiert sind. Während ihres mittlerweile fünf Jahrzehnte umfassenden Engagements für die Yanomami sind über 60.000 Fotografien entstanden.

Andujars jahrzehntelanger Einsatz unter anderem an der Seite des Schamanen und Sprechers der Yanomami, Davi Kopenawa, führte schließlich zur Einrichtung eines Schutzgebietes im Jahr 1992 unter dem Namen "Yanomami-Park".

Neues Leid unter der Präsidentschaft von Jair Bolsonaro

Unter der Regentschaft des brasilianischen Präsidenten Bolsonaro arbeiteten wieder zehntausende Goldsucher illegal im Territorium der Yanomami. Landrodungen zugunsten des Bergbaus und der Viehwirtschaft nahmen ein neues Ausmaß an und Yanomami litten zunehmend unter eingeschleppten Krankheiten wie Malaria und COVID-19. Der neue Präsident Lula da Silva zeigte sich nach seinem Amtsantritt 2023 schockiert und rief für die Yanomami den medizinischen Notstand aus. Doch im Dezember 2023 stimmte der brasilianische Kongress einem Gesetzesentwurf zu, der im großen Stil Bergbau in indigenen Gebieten erlaubt. Dies könnte für die Yanomami und andere indigene Völker in Brasilien fatale Folgen haben. 

Zahlreiche Auszeichnungen

Andujar erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen für ihre für ihre künstlerische Arbeit und ihr soziales Engagement, darunter den Annual Cultural Freedom Award der Lannan Foundation, New Mexico und die Goethe-Medaille. 2015 wurde sie im brasilianischen Minas Gerais mit einem eigenen Pavillon geehrt, in dem dauerhaft dreihundert ihrer Werke über die Yanomami gezeigt werden.

In der Ausstellung im PHOXXI wird eine Auswahl der wichtigsten Werkgruppen Claudia Andujars vorgestellt.

Weitere Informationen zur Ausstellung: Claudia Andujar 


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