Museum für Völkerkunde Uri Korea - Ruhe in Beschleunigung

Korea ist ein Land zwischen Tradition und Moderne, zwischen tief verwurzelter Kultur und rasantem Wirtschaftswachstum. Wie ist es, in einer solchen Gesellschaft aufzuwachsen und zu leben? Die Ausstellung gibt einen Einblick in den Alltag moderner Südkoreaner und zeigt, welchen Stellenwert hier Traditionen haben.

Uri Korea - Ruhe in Beschleunigung Frauenporträt, spätes 19./frühes 20. Jh., Slg. Konsul H.C. Eduard Meyer, Nr. 1883:09, Künstler_in unbekannt

Uri Korea - Ruhe in Beschleunigung

Museum für Völkerkunde

Kontakt

Karte vergrößern

MARKK | Museum am Rothenbaum

Öffnungszeiten

  • Do:10:00 - 21:00

Termin(e)

bis 1. Dezember 2020

Eintrittspreise

Regulär € 8,50
Ermäßigt € 4,50

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren FREIER EINTRITT

Niedersachsen-Tickets € 5,60
Hamburg Card € 6,50
Gruppen ab 15 Personen (pro Person) € 6

Sonntagsführung (+ Eintritt) € 4
Kinderzeit € 4
Offene Werkstatt € 4

Hightech und Hochkultur

Kein anderes Land der Welt hat im 20. Jahrhundert eine so schnelle Wirtschaftsentwicklung erfahren wie Südkorea. Und obwohl die südkoreanische Republik am anderen Ende des Globus liegt, lassen sich in vielen Punkten der koreanischen Gesellschaft Überschneidungen mit der deutschen Bevölkerung finden: ein geteiltes Land, Wirtschaftswunder, Technik-Gigant und international für seine vorbildliche Mülltrennung bekannt. Der Unterschied liegt darin, dass all diese Dinge in Korea noch intensiver sind, als in Deutschland. 

Aspekte wie die Kultur der Schnelligkeit, das Bildungsfieber, eine enge Verbundenheit mit der eigenen Tradition und Herausforderungen und Freuden des ganz normalen Tagesablaufs sind Bestandteile des Alltags der Südkoreaner und werden in der Ausstellung dargestellt. Das konzipierte Ausstellungsprojekt ist aus der langjährigen Kooperation des Museums für Völkerkunde und des National Folk Museum of Korea heraus entstanden. In erster Linie soll ein Einblick in die Themen vermittelt werden, die die südkoreanische Bevölkerung beschäftigen und wie es ist, in einem Land zu leben, das innerhalb kürzester Zeit in die Liga der reichen und hochentwickelten Länder aufgestiegen ist. Für diesen Zweck werden zahlreiche Sammlungsstücke aus dem Museum als Dokumente des reichen koreanischen Erbes präsentiert, die seit 2014 von dem koreanischen Forschungsinstitut NRICH erforscht wurden. Welche Bedeutung diese Forschungsarbeit für beide Seiten hat, ist ebenfalls eine leitende Fragestellung der Ausstellung. Zudem spüren zeitgenössische Objekte des koreanischen Alltags dem Stellenwert von Traditionen in der von Popkultur und Hightech geprägten Moderne des ostasiatischen Landes nach.

Vom Außenseiter zur Industrienation

Jahrelang galt die südkoreanische Republik in den westlichen Industrieorten als fernes Land, das zwar reich an kulturellen Schätzen und traditionellen Werten war, doch aus wirtschaftlicher Sicht eher wenig interessant. Mittlerweile ist Südkorea mit seiner guten Infrastruktur, dem rasanten Wirtschaftswachstum und der international bekannten Kunst ein attraktiver Markt für zahlreiche Firmen des Technologiesektors und gleichzeitig ein beliebtes Reiseziel auch für Europäer. Über 90 Prozent der Menschen leben heute in Städten, gleichzeitig sind Themen wie die landestypische Ästhetik, die Bedeutung des Konfuzianismus in der Moderne oder der eigene Platz in der realen wie spirituellen Welt Gesprächsstoff. Nach Zerstörungen und Besetzung im Zuge der Kolonialzeit und dem Koreakrieg ist der Bevölkerung eine Rückeroberung und Neubewertung ihrer Nation gelungen. 

Weitere Informationen zur Ausstellung: Uri Korea - Ruhe in Beschleunigung



hamburg.de empfiehlt

Kulturlandschaft

Branchen Online-Suche