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Denkmäler Hamburg-Nord Bebelallee 10 und 11: Alsterstadt - Großprojekt von Fritz-Schumacher

Bebelallee 10 und 11: Alsterstadt - Großprojekt von Fritz-Schumacher

vergrößern Bebelallee 10 Bebelallee 10 Die beiden Einfamilienhäuser Bebelallee 10 und 11 sind als Teil des Ensembles ‚Kanalisierte Alster’ nördlich von Winterhude zwischen Hudtwalckerstraße und Meenkwiese unter Denkmalschutz gestellt worden.

Sie entstanden 1922/23 (Nr. 11) und 1923/24 (Nr. 10, siehe Foto) nach Entwürfen des Architekten Hinsch für den Bauherren Carl Ellinger. Die Gebäude sind in Backstein ausgeführt und besitzen eine traditionalistische Formensprache. Schlichte Dreiecksgiebel und Säulen gehören zu ihren wenigen neoklassizistischen Schmuckelementen.

Der Bereich zwischen Hudtwalckerstraße und Meenkwiese entstand 1914-1926 als Teil der Alsterkanalisierung nach den Schumacherschen Planungen für eine „Alsterstadt“, die im großen Stil attraktives Bauland für den gehobenen, bürgerlichen Hausbau schaffen sollte. Das schutzwürdige Ensemble umfasst einen Großteil der Bebauung, Parkarchitektur und Grünanlagen rund um Hayns-Park und Winterhuder Kai nördlich der Winterhuder Brücke. An dieser Stelle erweitert sich die Alster wie ein See und gibt damit dem Gesamtverlauf des Flusses einen wichtigen, stadtbildprägenden Akzent vor dem Übergang in die Außenalster.

Für die Alsterkanalisierung ist dieser Bereich von besonderer Bedeutung, denn er wurde in allen Zügen seines Erscheinungsbildes bereits in den zwanziger Jahren vollendet. Das Projekt ’Alsterstadt’ gehörte zu Fritz Schumachers wichtigsten städtebaulichen Leistungen.