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Denkmäler Hamburg-Mitte Stockmeyerstraße 39: Oberhafen-Kantine

Stockmeyerstraße 39: Oberhafen-Kantine

Die Oberhafen-Kantine hinter den Deichtorhallen, ein kleiner, aber auffälliger Bau aus dem Jahre 1925, ist das letzte noch existierende Beispiel für expressionistische Gebrauchsarchitektur im Hafen und gilt heute als Hamburgensie.

Bemerkenswert ist das kleine Staffelgeschoss, das wie ein Türmchen auf dem eingeschossigen Gebäude mit rechteckigem Grundriss sitzt. Die dunklen Klinkerfassaden sind durch Wandpfeiler und Ziersetzungen strukturiert. Besonders dekorativ sind die Fenster mit Dreiecksbögen.

Der Bauherr an der Oberhafenbrücke war der damalige Kantinenwirt Hermann Spar, die Pläne lieferte der Architekt Willy Wegner.

Kantinen und Kaffeeklappen dienten früher der Verpflegung der Arbeiter und gehörten zum Bild des Hafens wie die Kräne und Kaianlagen. Heute sind diese Versorgungseinrichtungen verschwunden, nur die Oberhafen-Kantine hat die Zeit überstanden.

Die Kantine auf der Südseite des Oberhafens ist ein typisches Beispiel für den norddeutschen Klinkerexpressionismus und einer der wenigen außen und innen original erhaltenen Kleinbauten der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Aufgrund der ungewöhnlichen Gestaltung gehört das Gebäude als Solitär zu den prägenden Bauten des Hamburger Hafens. Die Oberhafen-Kantine ist die letzte Vertreterin ihrer Art und hat einen hohen dokumentarischen und historischen Wert.