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Geschützte Denkmäler in Wandsbek Alte Mühle 31, 32, 33, 34 – Mühlengebäude, Mühlenteich in Bergstedt

Alte Mühle 31, 32, 33, 34 – Mühlengebäude, Mühlenteich in Bergstedt

Die älteste Geschichte der Mühle ist unbekannt. Das Mühlengebäude in seinem heutigen Erscheinungsbild ist ein Neubau von 1882. Nachrichten aus dem 17.-19. Jahrhundert belegen eine recht wechselhafte Geschichte als Pulver-, Loh-, Korn- und Holzmühle (z.B. 1735 Bruch des Mühlendammes, Zerstörung und anschließend Neubau der Gebäude). Die Alte Mühle nutzte das starke Gefälle des in diesem Bereich in den Talrand der Alster tief eingeschnittenen Saselbeks zum Mühlenstau.

Die Gesamtanlage der denkmalgeschützten Mühle umfasst folgende Bestandteile: 

Die Straße „Alte Mühle“ verläuft über den alten Mühlendamm. Für ihr Erscheinungsbild ist der großenteils erhaltene Findlingspflasterbelag von wesentlicher Bedeutung.

Der Mühlenteich mit den umgebenden Flurstücken als Bestandteil der funktionellen Einheit und ihres Gesamtbildes.

Das Mühlengebäude (Haus Nr. 34) aus gelbem Backstein mit roten Gliederungen weist typische Formen der Zeit um 1880 auf. Durch einen schmalen Mittelrisalit wird das Maschinenhaus vom zweigeschossigen Wohn- und Wirtschaftsteil geschieden.

Die weitere Umgebung mit Nebengebäude, z.B. Haus Nr. 31, eine einfache Kate aus der Zeit um 1800, und Haus Nr. 32. das eingeschossige Wohnhaus stammt ca. aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die Gesamtanlage mit den aufgeführten Bestandteilen bildet ein reizvolles Ensemble von Topographie, Natur, Architektur und Nutzung (technische Funktion der Mühle), welches auch seine Beliebtheit als Ausflugsort zeigt. Die einzelnen Bestandteile beanspruchen für sich alleine genommen zwar keine Denkmalschutzwürdigkeit. Durch deren Zusammentreten kommt jedoch eine historisch gewachsene und für den heutigen Betrachter ausgesprochen idyllische bildliche Einheit zustande, deren Erhalt als ein charakteristischer Bestandteil des Stadtbildes im öffentlichen Interesse liegt.