Wildunfall Das richtige Verhalten vor und nach einem Zusammenstoß

Es besteht Gefahr für Mensch und Tier, wenn Wildtiere am Hamburger Stadtrand oder in begrünten Stadtbereichen die Straße überqueren. Besonders in den Morgen- und Abendstunden ist vermehrt mit Wild auf den Straßen zu rechnen. 

Wildunfall

Wildunfall: Das richtige Verhalten vor und nach einem Zusammenstoß

Vorausschauendes Fahren

Vorausschauende Fahrweise, angepasste Geschwindigkeit und genügend Abstand zum Vordermann sind laut ADAC die besten Voraussetzungen, um Unfälle zu vermeiden. Wildunfälle passieren besonders häufig in der Dämmerung zwischen 17 und 24 Uhr und morgens zwischen 5 und 8 Uhr. Tiere wechseln dabei auch unmittelbar vor dem Fahrzeug auf die Fahrbahn. Deshalb: Bei Sichtkontakt kontrolliert abbremsen und das Tier so langsam wie es die Verkehrssituation erlaubt, passieren lassen. Denn einem Wildtier folgen meist weitere. Gegebenenfalls hupen, um das Tier zu verscheuchen. Fernlicht ausschalten, denn Scheinwerferlicht irritiert die Tiere und sie verlieren die Orientierung. 

Ausweichmanöver verhindern

Viele Wildunfälle lassen sich trotz vorsichtiger Fahrweise nicht verhindern. Ausweichmanöver sollten aber auf jeden Fall vermieden werden, da man riskiert gegen einen Baum oder in den Gegenverkehr zu fahren. So würden schwerere Unfallfolgen als bei einer Kollision mit dem Tier entstehen. Nach einem Zusammenstoß gilt: Anhalten, Unfallstelle mit einem Warndreieck sichern und gegebenenfalls Verletzte versorgen. Einem lebendigen Tier sollte nicht zu nah gekommen werden, da verletzte wilde Tiere oft in Panik und dadurch aggressiv werden können. Sie könnten den Menschen verletzten oder Krankheiten übertragen.  

Pflichten des Fahrers nach dem Wildunfall

Unmittelbar danach sollte der Fahrer die Polizei informieren, damit diese den Wildunfall aufnehmen und für die Versicherung bestätigen kann. Der Wagen sollte zusätzlich aus verschiedenen Perspektiven fotografiert werden. Aufnahmen vom Tier könnten sich später zudem als nützlich erweisen. Wenn möglich, sollten Blut- und Haarspuren so lange am Fahrzeug bleiben, bis der Schaden von der Versicherung begutachtet wurde. Um das getötete oder verletzte Tier kümmert sich der Revierinhaber, der von der Polizei informiert wird. Das Mitnehmen von überfahrenen Tieren wird als Wilderei angesehen und von einer Geld- bis zur Haftstrafe geahndet. Übrigens: Auch wenn ein Tier nur angefahren worden ist und wieder verschwindet, müssen aus Gründen des Tierschutzes Polizei und Jäger informiert werden.

Mögliche Kostenübernahme durch Teilkaskoversicherung

Theoretisch hat der Versicherte eine Woche lang Zeit, doch es wird dazu geraten, den Schaden schnellstmöglich zu melden. Die bei einem Wildunfall entstandenen Kosten werden von der Teilkaskoversicherung übernommen, wenn es sich um Haarwild wie Wildschweine, Rotwild, Feldhasen und Füchse handelt. Auch wenn der Fahrer einem großen Tier nur ausweicht und dadurch verunglückt, muss die Versicherung zahlen, weil durch das Manöver möglicherweise beträchtliche Sach- oder Personenschäden vermieden worden sind.

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