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Tipps zum Autokauf Darauf sollten Sie beim Kauf eines Wagens achten

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Ein Autokauf kann ohne das richtige Wissen schnell zum Fehlkauf werden. Wir sagen Ihnen, worauf Sie bei der Besichtigung, in der Probefahrt, bei den Dokumenten und beim abschließenden Kaufvertrag achten müssen. 

Tipps zum Autokauf - Besichtigung, Probefahrt, Dokumente

Recherche

Bevor es zu einer Besichtigung kommt, sollte eine Fahrzeugbewertung durchgeführt werden. Somit finden Sie vorab heraus, ob der geforderte Preis angemessen ist. 

Besichtigung

Nehmen Sie den Wagen am besten mittels einer Checkliste in Augenschein - so laufen Sie nicht Gefahr etwas zu vergessen. Bringen Sie ausreichend Zeit mit und lassen Sie sich vom Verkäufer nicht unter Druck setzen. Eine Besichtigung bei Tageslicht verbessert zudem Ihre Chancen Schäden am Wagen wahrzunehmen. Am besten sollte die Besichtigung immer mit einer fachkundigen Begleitperson geschehen. So haben Sie einen Zeugen und einen Berater an Ihrer Seite.  

Beginnen Sie am Äußeren des Wagens: Bestehen Unfall-, Rost- und Lackschäden an der Karosserie? Wenn ja, fragen Sie nach dem Hintergrund. Ungleichmäßige Fugen zwischen Türen und Karosserie weisen ebenfalls auf einen Schaden hin. Scheinwerfer und Rücklichter dürfen von innen nicht beschlagen sein. Achten Sie außerdem auf Kratzer oder Steinschlagschäden in den Fernstern. Wenn die Reifen ungleichmäßig abgefahren sind, könnte die Spur verzogen sein. Starke Beschädigungen der Felgen könnten Lenkung und Gummis des Fahrwerks stark beschädigt haben.

Öffnen Sie die Motorhaube: Prüfen Sie die Dichtheit des Motors. Kontrollieren Sie zudem die Brems- und Kühlflüssigkeits-Behälter auf ihre korrekte Füllung. Bremsbelagverschleiß bzw. Undichtigkeiten führen zu einem höheren Verbrauch der Flüssigkeiten. Beim Motoröl sollten Sie darauf achten, ob am Peilstab eine Emulsion statt Öl zu erkennen ist.  

Widmen Sie sich nun dem Innenraum zu: Passt die Tacho-Anzeige zu dem allgemeinen Zustand des Wagens? Verschleiß im Innenraum zeigt sich an ausgefransten Sicherheitsgurten, abgegriffenen Schaltern und beanspruchten Pedalen. Achten Sie auf Feuchtigkeit im Innenraum - auch unter den Fußmatten. Wasserspuren im Innenraum deuten auf eine undichte Karosserie oder nicht vollständig abgedichtete Fenster. Eine abschließende Prüfung der elektronischen Geräte, wie elektrische Fensterheber, Schiebedach, Außenspieler und beheizte Sitze, Beleuchtung, Wischer, heizbare Heckscheibe etc., sollte vorgenommen werden.  

Probefahrt

Eine Probefahrt ist ein wesentlicher Bestandteil einer jeden Besichtigung, um herauszufinden, wie sich der Wagen anfühlt und ob Sie sich in ihm wohlfühlen. Für die Fahrt sollten Sie sich vorab schon eine Route überlegen, die sowohl ruhige Straßen als auch schnellere Straßen einschließt. Lassen Sie die Musik ausgeschaltet und konzentrieren Sie sich auf den Wagen. Der Wagen sollte kalt gestartet werden, denn Schäden sind bei warmgelaufenen Motor schlechter zu erkennen. Fachleute können schon beim Anlassen defekte Kolben, kaputte Auspuffe oder Lagerschäden heraushören. Die Kontrollleuchten im Fahrzeug sollten nach einigen Sekunden auf der Instrumententafel erloschen sein. Während der Fahrt sollte neben den Bremsen auch die Schaltanlage und der Geradeauslauf des Wagens auf gerader Strecke ausgetestet werden.  

Dokumente

Werfen Sie einen genauen Blick auf die Fahrzeugpapiere: Stimmen Angaben wie Hersteller, Fahrgestellnummer, amtliches Kennzeichen, TÜV-Plakette mit dem Wagen überein, der vor Ihnen steht? Überprüfen Sie, ob der nächste Termin der AU/HU noch mindestens ein Jahr in der Zukunft liegt. 

Der Fahrzeugbrief und das Inspektionsheft/Scheckheft beweisen wie viele Vorbesitzer der Wagen bereits hatte und welche Wartungen am Wagen vorgenommen wurden. Überprüfen Sie, ob der Name des Verkäufers mit dem des im Kfz-Briefes stehenden Besitzer identisch ist. 

Die Dokumente sind zudem ein wichtiger Indikator dafür, ob der Wagen Unfallschäden bzw. größere Reparaturen hinter sich hat. Austauschteile und eintragungspflichtige Umbauten sollten sich in den Dokumenten widerspiegeln. Zudem sollten Sie einen Blick in den jüngsten TÜV-Bericht werfen.   

Kaufvertrag

Sie sollten den Kaufvertrag auf jeden Fall schriftlich abschließen, um späteren möglichen Konflikten vorzubeugen. Im Internet gibt es eine Vielzahl an vorgedruckten Kaufverträge. Ein korrekter Vertragsabschluss beinhaltet die folgenden Komponenten

  • Musterkaufvertrag mit Veräußerungsanzeige für Zulassungsstelle und Versicherung
  • Personalausweis / Reisepass
  • Verkaufsvollmacht, falls Verkäufer und Fahrzeughalter nicht identisch sind
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Bescheinigung der letzten HU
  • Bescheinigung der letzten AU
  • Inspektions-/Scheckheft (wenn vorhanden)
  • Wartungs- und Reparaturrechnungen (wenn vorhanden)
  • Bilder und Gutachten bei Unfallschäden (wenn vorhanden)
  • Schlüssel oder Codekarten für das Fahrzeug
  • Bedienungsanleitung
  • Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für Zubehör und Anbauteile (wenn vorhanden)
  • Bauartgenehmigungen und Teilgutachten für Zubehör und Anbauteile (wenn vorhanden)

Alle mündlich festgehaltenen Vereinbarungen sollten in den schriftlichen Vertrag mit aufgenommen werden. Zusatzausstattung und Zubehör sollte zudem vollständig aufgeführt und beschrieben werden.

Übergabe

Für die Besichtigung sollte niemals der gesamte Kaufbetrag in bar mitgenommen werden. Geschickter wäre es bei der Besichtigung eine Anzahlung und den Restbetrag bei der Fahrzeugübergabe zu übergeben. Am sinnvollsten wäre eine Überweisung. Lassen Sie sich vom Verkäufer den Empfang des Kaufpreises/der Anzahlung schriftlich bestätigen. Im Gegenzug dazu quittieren Sie den Empfang des Fahrzeugs, der Papiere und der Anzahl der erhaltenen Schlüssel. Bei der Übergabe sollten der Radiocode, der Schlüssel für Alufelgen, das Reserverad und die Bedienungsanleitung mit enthalten sein. 


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