Rechtsgrundlage Hamburger Badegewässer - Rechtliche Grundlagen

Badegewässerrichtlinie und Hamburgische Badegewässerverordnung

Hamburger Badegewässer - Rechtliche Grundlagen

Die EG-Badegewässerrichtlinie (2006/7/ EG vom 15. Februar 2006) gibt die Anforderungen an die Überwachung und Einstufung der Qualität von Badegewässern, die Bewirtschaftung hinsichtlich der Qualität der Badegewässer sowie die Information der Öffentlichkeit über die Badegewässerqualität vor.

Zur rechtlichen Umsetzung dieser EG-Richtlinie hat die Stadt Hamburg am 8. März 2008 die "Verordnung über die Qualität und die Bewirtschaftung der Badegewässer" erlassen. In dieser Verordnung sind insbesondere die Qualitätskriterien und Grenzwerte festgelegt, die während der Badesaison regelmäßig überwacht werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie in dem Beitrag Untersuchungsumfang.

Die jeweiligen Untersuchungsergebnisse sind auf den Seiten der einzelnen Badestellen aufgeführt. Die Qualität der Badegewässer ist auf Grundlage der bakteriologischen Untersuchungen der letzten vier Jahre (2015 bis 2018) für jedes Badegewässer eingestuft. Nährstoffbedingte Belastungen, wie die Massenentwicklung von Blaualgen (Cyanobakterien), werden mit dieser Einstufung nicht berücksichtigt. Die Qualitätseinstufung basiert auf folgender Einteilung:

Binnengewässer

Parameter Ausgezeichnete Qualität Gute QualitätAusreichende Qualität
Ausgezeichnete Badegewässerqualität, 3 Sterne Gute Badegewässerqualität, 2 Sterne Ausreichende Badegewässerqualität, 1 Stern
Intestinale
Enterokokken
(KBE/100 ml)
≤ 200 *≤ 400 *≤ 330 **
Escherichia coli
(KBE/100 ml)
≤ 500 *≤ 1000 *≤ 900 **

Küstengewässer und Übergangsgewässer

Parameter Ausgezeichnete Qualität Gute QualitätAusreichende Qualität
Ausgezeichnete Badegewässerqualität, 3 Sterne Gute Badegewässerqualität, 2 Sterne Ausreichende Badegewässerqualität, 1 Stern
Intestinale
Enterokokken
(KBE/100 ml)
≤ 100 *≤ 200 *≤ 185 **
Escherichia coli
(KBE/100 ml)
≤ 250 *≤ 500 *≤ 500 **

 *   Auf der Grundlage einer 95-Perzentil-Bewertung.
 ** Auf der Grundlage einer 90-Perzentil-Bewertung.

Die Untersuchungsergebnisse der Badegewässer sind gegenüber der  EU-Kommission berichtspflichtig und werden jährlich von dort abgefordert. Die Einstufung aller in der EU ausgewiesenen  Badegewässer sind auf der Seite der European Environment Agency (EEA) veröffentlicht. Die in Hamburg ausgewiesenen Badegewässer werden jährlich im Internet sowie im Amtlichen Anzeiger bekannt gegeben. Für das Jahr 2019 hat Hamburg 14 Badegewässer mit 17 Badestellen ausgewiesen.

Der Eichbaumsee bleibt auch im Jahr 2019 für den Badebetrieb gesperrt. Der Grund hierfür ist die Gesundheitsgefährdung durch immer wieder auftretende, potenziell giftige Blaualgen. Außerdem erfolgen weiterhin Untersuchungen am See.

Die Badesaison 2019 umfasst den Zeitraum vom 10. Mai  bis zum 09. September. An einigen Badestellen gibt es Abweichungen von der regulären Saisonzeit.

Vorschläge und Bemerkungen zu Badegewässern können an folgende Email-Adresse gerichtet werden:
Badegewaesser@bue.hamburg.de

1.Öjendorfer See (Badestelle Süd) 10.05. bis 31.08.2019
2.Öjendorfer See (Badestelle Nord) 10.05. bis 31.08.2019
3.Hamburger Insel Neuwerk (Anlegesteg)10.05. bis 09.09.2019
4.Naturbad Stadtparksee  23.04. bis 09.09.2019
5.Naturbad Kiwittsmoor 01.05. bis 09.09.2019
6.Sommerbad Farmsen 18.05. bis 15.09.2019
7.Sommerbad Ostende11.05. bis 08.09.2019
8.Sommerbad Volksdorf 25.05. bis 31.08.2019
9.Sommerbad Duvenstedt01.06. bis 31.08.2019
10.Sommerbad Altengamme10.05. bis 09.09.2019
11.Allermöher See (Nordspitze)10.05. bis 09.09.2019
12.Boberger See (Sandstrand) 10.05. bis 09.09.2019
13.Hohendeicher See (Badeplatz Süd)10.05. bis 09.09.2019
14.Hohendeicher See (Badeplatz West)10.05. bis 09.09.2019
15.See "Hinterm Horn" (Sandstrand)10.05. bis 09.09.2019
16.Eichbaumsee (Badeplatz Nord)

aufgrund der immer wieder auftretenden Massenvermehrung von Cyanobakterien gesperrt; das Monitoring wird fortgeführt

17.Eichbaumsee (Badeplatz Ost)

aufgrund der immer wieder auftretenden Massenvermehrung von Cyanobakterien gesperrt; das Monitoring wird fortgeführt

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