Golf Golf bei 35 Grad: Porsche Open in Winsen

Zehn Jahre nach den „Deutsche Bank Players Championship of Europe“ auf Gut Kaden, dem letzten großen Golfturnier in der Region, kamen die besten Spieler der European Tour wieder in die Metropolregion Hamburg. Vom 25. bis zum 29. Juli 2018 kommen sie alle wieder. Und das bei Temperaturen weit über 30 Grad. 2017 gewann der Brite Jordan Smith. Nun gewann mit Richard McEvoy erneut ein Brite.

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Porsche European Open, Winsen

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Das Turnier 2018: McEvoy gewinnt

Gute Nachrichten für alle Golf-Fans in Deutschlands Norden: Die Porsche European Open wurden auch im Jahr 2018 auf der Anlage Green Eagle in Winsen ausgetragen. Am 25. Juli wurde ein ProAm-Turnier gespielt, der eigentliche Wettbewerb wird vom 26. bis zum 29. Juli 2018 ausgetragen. Titelverteidiger des mit zwei Millionen Dollar dotierten Turniers ist der Brite Jordan Smith.

Und der Sieger heißt: Richard McEvoy aus England. Für seinen Sieg kassierte er 333.330 Euro. Gemeinsam auf Platz zwei mit Christofer Blomstrand (Schweden) und Renato Paratore (Italien) kam der Deutsche Allen John. Sein Pech: während die andern beiden 173.701 Euro Preisgeld kassierten ging John leer aus. Er ist Amateur und bekommt kein Preisgeld.

Möglich gemacht hat dies der Schweizer Turnierveranstalter Dominik Senn. 2015 wiederbelebte er die European Tour, schloss einen Vertrag mit dem Golf Resort Bad Griesbach im Rottal. Zweimal wurde dort gespielt, nun folgt der Umzug nach Winsen. Der noch ein Jahr gültige Vertrag mit den Bayern wurde einvernehmlich aufgelöst.  „Es ist der richtige Schritt, um das Turnier an einen moderneren Standort zu verlegen und in einer Stadt, die mehr Zuschauer verspricht, weiterzuentwickeln“, sagte der Schweizer Turnierchef dem Hamburger Abendblatt. 

Senn rechnete 2017 mit weit mehr als 35.000 Zuschauern, die bisher nach Bad Griesheim kamen. Recht hatte er: Bei miesem Wetter kamen 40.000 Golf-Fans nach Winsen. Damit sind die Porsche European Open neben den BMW Intenational Open (im Wechsel in München-Eichenried oder in Pulheim bei Köln) das einzige namhafte Profiturnier in Deutschland. Der neue Vertrag der European Tour läuft über fünf Jahre. Wo im kommenden Jahr gespielt wird steht noch nicht fest.

Die grüne Hölle

Der 6.969 Meter lange Nordkurs gilt als sehr anspruchsvoll und ist einer der längsten und schwersten in Europa. Gleich sechs Grüns wurden vollständig abgesodet und umgebaut.  Rocklegende und leidenschaftlicher Golfer Alice Cooper hatte den Kurs einmal als „Grüne Hölle" bezeichnet. Der Platzstandard (Par) beträgt 72.
Die Green Eagle Golf Courses sind ein einzigartiger und moderner Austragungsort mit drei Golfplätzen. Das 186 Hektar große Areal beinhaltet riesige Seen, spektakuläre Bunker, wunderschöne Fairways und beeindruckende natürliche Tribünen.
Das Golferparadies ist in der Lüneburger Heide angesiedelt, einer wunderschönen und malerischen Umgebung und nur 25 Minuten vom Zentrum Hamburgs entfernt.

Das Leaderboard

RangName/LandTo ParR1R2R3R4TotalPreisgeld €
1Richard McEvoy/England- 1170656973277333.330
2Christofer Blomstrand/Schweden- 1072677168278173.710
2Allen John/Deutschland (Am)- 10687370672780
2Renato Paratore/Italien- 1072667070278173.710
5Hideto Tanihara/Japan- 969707169279  92.400
5Romain Wattel/Frankreich- 967667271279  92.400
7Paul Casey/England- 869696973280  65.000
7Matthias Schwab/Österreich- 868677075280  65.000
9David Drysdale/Schottland- 769677273281  42.900
9Matthew Nixon/England- 773716968281  42.900
9Charl Schwartzel/Südafrika- 770697270281  42.900
9Patrick Reed/USA- 770666976281  42.900

Das komplette Leaderboard

2018 mit Top-Besetzung

Das Turnier ist so gut besetzt, wie noch nie. Zwei Spieler aus den Top 25 der Weltrangliste sind in Winsen am Start. Zum ersten Mal dabei: Der Engländer Paul Casey, einer der weltweit erfolgreichsten Profis überhaupt: 15 Profijahre, 17 Turniersiege. Insgesamt sind am Donnerstag und am Freitag 154 Spieler am Start. Die besten davon gehen am Sonnabend und Sonntag in Runde drei und vier.

Unter zahlreichen anderen haben diese Spieler gemeldet
• Patrick Reed (USA; Ranking: 12)
• Paul Casey (England; Ranking: 14)
• Bryson DeChambeau (USA; Ranking: 36)
• Pat Perez (USA/Mexiko; Ranking: 37)
• Charles Schwartzel (Südafrika, Ranking: 46)
• Alexander Lévy (Frankreich; Ranking: 63)
• Jordan L. Smith (England; Ranking: 129)
• Maximilian Kieffer (Düsseldorf, Ranking: 346)
• Marcel Siem (Ratingen; Ranking: 365)
• Hinrich Arkenau (Bremen; Ranking: 691)
•Thomas Björn (Dänemark;  Ranking: 751)
• Jonas Kolbing (München: Ranking: 837)
• Benedict Staben (GC Hittfeld; Ranking: 1890)
• Georg Schultes (Deutschland; Ranking: 2036)

Einige Spieler im Portrait

Paul Casey (Official Golf World Ranking: 14)
Seit 2000 Profi und seit 2001 für die European Tour qualifiziert. Dort gewann er bisher sechs Turniere. Hinzu kommen zwei PGA-Tour-Siege in Houston (2009) und bei den Valspar Championships 2018. Höchstes Ranking: Platz drei im Jahr 2009.
Patrick Reed (Official Golf World Ranking: 12 / FedEx Cup: 83)
Er war der Star der Ryder Cup Matches 2016 und trieb das Team USA durch seine Leistungen zum Sieg über Europa. In einem der hochklassigsten Einzel aller Zeiten brachte er Rory McIlroy allein mit seinen unglaublichen Putts zur Verzweiflung. Seit diesem Tag gehört er zu den absoluten Stars auf der PGA Tour in den USA.

Bryson DeChambeau (Official Golf World Ranking: 36)
DeChambeau, erst seit 2016 Professional hat vor Kurzem mit dem Memorial Tournament eines der bedeutendsten Turniere der PGA Tour gewonnen, nachdem er im Vorjahr bei den John Deere Classics seinen ersten Sieg einfuhr. Er kommt zum ersten Mal nach Deutschland und will bei dieser Premiere mit einer hervorragenden Leistung und einem Top-Resultat überzeugen. Seine Markenzeichen sind zum einen seine „Schiebermütze“ und zum anderen gleich lange Schäfte bei allen Eisen!
Charles Schwartzel (Official Golf World Ranking: 46)
Das für viele Profis bedeutendste Major-Turnier gewann der Südafrikaner Charl Schwartzel im Jahr 2011: das Masters in Augusta. Nicht zuletzt dank einer herausragenden Schlussrunde von 66 Schlägen setzte sich Schwartzel damals gegen Jason Day und Adam Scott durch. Insgesamt war der 33-Jährige – er wagte bereits im Jahr 2002 mit 18 Jahren den Schritt auf die Profitour – zweimal auf der PGA Tour und elfmal auf der European Tour siegreich. In den Jahren 2011, 2013 und 2015 war Schwartzel Mitglied der Weltauswahl im Presidents Cup.

Pat Perez (Official Golf World Ranking: 37)
Neben Reed wird mit Pat Perez ein weiterer Top-Star aus den USA die Reise in den Norden Deutschlands antreten. Perez spielt in diesem Jahr eine überaus erfolgreiche Saison, in der er mit der OHL Classic at Mayakoba bereits ein Turnier gewann und außerdem einen zweiten und dritten Platz erreichte. Durch diese Spitzenergebnisse belegt er in der aktuellen FedExCup Rangliste Platz fünf. Der in Phoenix geborene Perez ist seit 20 Jahren Profi-Golfer. Seit 17 Jahren spielt der mittlerweile 41-Jährige ohne Unterbrechung auf der PGA Tour. Für Aufsehen sorgte er dabei auch durch ungewöhnliche Auftritte: So bezwang er Tiger Woods bei den Junior World Championships 1993 um acht Schläge – mit geliehenen Schlägern.

Thomas Bjørn (Official Golf World Ranking: 751)
Kapitän des europäischen Ryder Cup Teams für 2018. Der 46-Jährige hat auf der European Tour bisher 15 Turniere gewonnen, davon zwei in Deutschland. Dazu kommen 94 Top-ten-Platzierungen. Als Spieler war der Däne dreimal Mitglied des siegreichen Teams Europa im Ryder Cup.

Streetgolf auf dem Kiez

Am Dienstag, den 24. Juli 2018 war es wieder soweit: Sechs Profispieler versuchten sich auf dem Spielbudenplatz auf der Reeperbahn im Streetgolf. Gespielt wurde auf drei ungewöhnliche Löcher, die da hießen: „Hamburger Dom“, „Streetart“ und „Hafen“. Mit von der Partie waren folgende Spieler: Patrick Reed, Bryson DeChambeau, Pat Perez (alle USA), Paul Casey (England), Charles Schwartzel (Südafrika) und Alexander Knappe aus Paderborn. Der Sieger darf das ganze Turnier-Wochenende mit einem Porsche 911 GTS fahren. Der Spaß begann um 19 Uhr, der Eintritt war frei.

2017: Playoff musste entscheiden

Regen und Sturm sorgten immer wieder für Unterbrechungen der Porsche European Open in Winsen an der Luhe. Doch am letzten Tag schien die Sonne, nur der Wind machte etwas Probleme. Die beiden Besten des Turnier hießen Alexander Frey (Frankreich) und Jordan Smith (England). Beide benötigten für den geteilten Erfolg 275 Schläge. Nun musste also das Play off auf der Bahn 18 entscheiden. Es wurde dramatisch: Levy sah bereits wie der sichere Sieger aus, patzte aber beim Putt aus kurzer Distanz. Zum zweiten Mal ging es im Playoff zum Abschlag von Loch 18. Diesmal hatte Jordan die Nase vorn. Für ihn war es der erste Sieg auf der Tour.

Für Aufsehen sorgte der deutsche Marcel Siem. Während der dritten Runde schlug er ein Hole in One und gewann einen Porsche. Kurios: Der Ball fiel ins Loch, ohne vorher den Boden berührt zu haben.

Das Leaderboard 2017

RangSpieler (Land)TotalRunde 1Runde 2Runde 3Runde 4Gesamt
1Jordan Smith (GB)*-137067677067697169275
2Alexander Levy (FRA)-1367706969275
3Johan Edfors (SWE)-1171676970277
3Siddikur Rahman (BAN)-1170667368277
5Jens Fahrbring (SWE)-1068687072278
5Adrian Otaegui (ESP)-1071667071278
5Zander Lombard (RSA)-1070726967278
8Mikko Ilonen (FIN)-972707265279
8Richie Ramsay (SCO)-970687170279
8Ashley Chesters (SCO)-968677272279
8Luca Cianchetti (ITA)-971677170279
12Stephen Gallacher (SCO)-868707270280
12Charl Schwartzl (RSA)-867717369280
12Alexander Knappe (D)-874697067280
12Nacho Elvira (ESP)-869707368280

*Sieger nach Playoff

Weitere Informationen: Leaderboard

Die Stars auf dem Kiez

Die Reeperbahn hat schon viel erlebt, aber so etwas wohl noch nicht: Am Dienstag, den 25. Juli spielten die Golf-Stars ab 21 Uhr auf dem Spielbudenplatz. Dort wurde eine Golfspielbahn aufgebaut - und die Topstars aus den USA, Südafrika, Dänemark und Deutschland traten in Zweierteams bei den European Open Team Challenge gegeneinander an.

Für die USA spielten Patrick Reed und Jimmy Walker, für Südafrika Charl Schwartzel und Dylan Frittelli, für Dänemark Thorbjørn Olesen und Thorbjørn Olesen und für Deutschland traten Alexander Knappe (Paderborn) und Niklas Adank (Lüneburg) an.

In mehreren Durchgängen mit verschiedenen Spielformen massen sich die vier Zweier-Teams. Die knapp 45 Meter lange Spielbahn war dem 17. Loch des Nord Course in Green Eagle nachempfunden. Das Gewinnerteam erhält für die Turnierwoche je einen Porsche zur freien Verfügung.

Weitere Informationen: Porsche European Open

Golf bei 35 Grad: Porsche Open in Winsen
Zehn Jahre nach den „Deutsche Bank Players Championship of Europe“ auf Gut Kaden, dem letzten großen Golfturnier in der Region, kamen die besten Spieler der European Tour wieder in die Metropolregion Hamburg. Vom 25. bis zum 29. Juli 2018 kommen sie alle wieder. Und das bei Temperaturen weit über 30 Grad. 2017 gewann der Brite Jordan Smith. Nun gewann mit Richard McEvoy erneut ein Brite.
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