Kick Off Politische Auftaktveranstaltung des Baltic Science Network (BSN)

Politische Auftaktveranstaltung des Baltic Science Network (BSN)

Im Rahmen der ersten Wissenschaftsministerkonferenz des Ostseerates (Council of the Baltic Sea States, CBSS) fand am 16./17. Juni 2016 die politische Auftaktveranstaltung des neu gegründeten wissenschaftspolitischen Ostsee-Netzwerkes BSN in Krakau, Polen, statt.

Die Ziele und Themenschwerpunkte des Baltic Science Network wurden von Frau Dr. Eva Gümbel präsentiert, Staats­rätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung in Hamburg, die in diesem Netzwerk als lead partner agiert. Frau Teresa Czerwińska, stellvertretende polnische Ministerin für Wissenschaft und Hochschulbildung, erläuterte als Vertreterin der polnischen Ostseerats- Präsidentschaft, wie das Baltic Science Network generell in die Führungsstrukturen im Ostsee­raum eingebunden ist. Herr Bernd Hemingway, derzeitiger Generaldirektor des Ostseerats-Sekretariats, begrüßte das Projekt als einen wichtigen Schritt, durch den die wissenschaftspolitische Zusammen­arbeit im gesamten Ostseeraum auf Gebiete ausgeweitet wird, die bislang keine ausreichende Unterstützung erhalten haben. Die Notwendigkeit einer vertieften Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Innovation und bei der Ausgestaltung europäischer Forschungsförderprogramm wurde von Herrn Rolandas Zuoza, stellvertre­tender Minister des litauischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaften, sowie Herrn Hans Müller Pedersen, Generaldirektor der Dänischen Agentur für Wissenschaft, Technologie und Innovation (DASTI) beleuchtet.

Das BSN ist ein wissenschaftspolitisches Netzwerk im Ostseeraum, das im Rahmen des  INTERREG-Programmes für den Ostseeraum eine Anschubfinanzierung in Höhe von ca. 3 Mio. € für drei Jahre erhält. BSN strebt eine intensivere Vernetzung der Wissenschafts- und Forschungsministerien der Ostsee-Anrainerstaaten an, um eine gemeinsame, makro-regionale Wissenschaftspolitik zu entwickeln und gemeinsam die Anliegen der Ostseeregion auf EU-Ebene besser zu Gehör zu bringen. Das BSN hat sich außerdem zum Ziel gesetzt, grenz­überschreitende Strategien, Anreize und Programme zur Intensivierung der transnationalen Wissenschaftskooperation in den Bereichen Forschung, Lehre und Innovation zu erarbeiten und umzusetzen.

Die BSN-Partnerschaft setzt sich aus relevanten Entscheidungsträgern der Wissenschaftspolitik im Ostseeraum zusammen (nationale und regionale Wissenschaftsministerien, Förderorganisationen- und -programme, Universitäts- und Forschungsnetzwerke sowie den wichtigsten Akteuren der transnationalen Zusammenarbeit im Ostseeraum). Das BSN ist Teil der Kooperationsstrukturen des Ostseeraumes. Zum einen ist es ein sog. Flagship-project innerhalb der EU-Ostseestrategie. Zum anderen ist das BSN ein aktiver Beitrag zur Realisierung des Ostseerats-Mandates, die Zusammen­arbeit in Wissenschaft und Forschung im Ostseeraum zu fördern. Das Projekt und seine wichtige Rolle für die Stärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit spiegelt sich auch in der Abschlusserklärung der 1. Ostseerats-Wissenschaftsminister-Konferenz „Baltic Science: Renewing the Commitment to Science/Research Joint Actions in the BSR“ („Wissenschaft im Ostseeraum: Verpflichtung zum Engagement für ein gemeinsames Handeln in Wissenschaft/Forschung im Ostseeraum“) wieder.

Weitere Informationen zum BSN finden Sie auf www.baltic-science.org und auf www.cbss.org unter Baltic Science Network.

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