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Gebärdensprache Allgemeine Erläuterungen zur Förderung der überregionalen Jugendverbände

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Gebärdensprache: Erläuterungen Landesförderplan

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Allgemeine Erläuterungen zur Förderung der überregionalen Jugendverbände

Was ist Jugendverbandsarbeit?

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können sich regelmäßig in Gruppen treffen. Diese Treffen sind von jungen Menschen selbstorganisiert und freiwillig. Die Kinder und Jugendlichen entscheiden, was sie zusammen machen möchten. Schließen sich mehrere Jugendgruppen einer Organisation zusammen, nennt man dies Jugendverband.
Jugendverbände können Angebote für Kinder und Jugendliche organisieren. Die Angebote finden außerhalb der Schule statt. Sie sind offen für junge Menschen von 6 bis einschließlich 26 Jahren. Die Kinder und Jugendlichen gestalten die Angebote der Jugendarbeit gemeinsam.
Die Jugendarbeit in den Jugendverbänden wird hauptsächlich ehrenamtlich organisiert. Die Angebote für Kinder und Jugendliche werden von den jungen Menschen selbst angeleitet. Manche Jugendverbände haben auch pädagogische Mitarbeitende. Manchmal unterstützen auch Erwachsene über 26 Jahren die Jugendarbeit.
Durch einen Jugendverband werden auch die Interessen von jungen Menschen in Hamburg vertreten. Zum Beispiel gegenüber der Politik und der Stadtverwaltung. 

Wer kann eine Förderung erhalten? 

Die Freie und Hansestadt Hamburg fördert überregionale Jugendgruppen und Jugendverbände. Jugendgruppen und Jugendverbände sind überregional, wenn sie Gruppen in mehreren Bezirken haben. Oder wenn sie mit ihren Angeboten junge Menschen aus allen Hamburger Bezirken erreichen.
Wenn ein Jugendverband jedes Jahr wieder gefördert werden möchte, muss er von der Stadt anerkannt werden. Für die Anerkennung gibt es in Hamburg eine Richtlinie. Den Link dazu finden Sie unter dem Video.
Die Stadt fördert Jugendverbände, die gute Angebote für Kinder und Jugendliche machen. Gut sind Angebote, wenn sie die Kinder und Jugendlichen stärken und unterstützen. Kinder und Jugendliche sollen sich wohl fühlen und sich gut entwickeln können. Der Jugendverband soll dafür sorgen, dass möglichst alle Kinder und Jugendlichen teilnehmen können. Alle Kinder und Jugendliche sollen im Jugendverband sicher sein. Die Kinder und Jugendlichen sollen selbst bestimmen, was sie zusammen machen. Die Kinder und Jugendlichen sollen im Jugendverband auch lernen, wie sie sich für eine Sache einsetzen können, die ihnen wichtig ist. 
Der Jugendverband muss dafür sorgen, dass genügend ehrenamtliche Betreuer:innen für Kinder und Jugendliche da sind. Der Jugendverband unterstützt junge Menschen dabei, selber Betreuer:in zu werden. Die Betreuer:innen werden auch Jugendgruppenleiter:innen genannt. Für Jugendleiter:innen gibt es einen Ausweis. Der Ausweis heißt Juleica (ausgesprochen Jugendleiter:innen-Card) und gilt in ganz Deutschland. Um eine Juleica zu erhalten, müssen Ehrenamtliche eine Ausbildung machen. In der Ausbildung lernen sie, was in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wichtig ist und wie eine Gruppe geleitet werden kann. Weitere Informationen gibt es unter www.hamburg.de/juleica.
Wenn Jugendverbände eine Förderung beantragen, müssen sie eine Vereinbarung zum Kinderschutz mit der Stadt abschließen. Diese Vereinbarung sagt, dass keine Personen im Jugendverband tätig sein dürfen, die vorbestraft sind. Um das herauszufinden, müssen Betreuer:innen dem Jugendverband in begründeten Fällen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, bevor sie in der Jugendarbeit tätig sein dürfen. 

Wofür können überregionale Jugendverbände eine Förderung erhalten?

Die Richtlinie, nach der überregionale Jugendverbände gefördert werden können, heißt Landesförderplan „Familie und Jugend“. Überregionale Jugendverbände werden nach Teil 2 gefördert. Der Förderplan enthält verschiedene Förderbereiche. Den Link dazu finden Sie unter dem Video.
Besonders wichtig für Jugendverbände ist die Grundförderung. Ein Jugendverband kann zusätzlich auch eine Förderung erhalten, wenn er barrierefreie Angebote für Kinder und Jugendliche plant. Diese Fördermöglichkeiten werden in einem anderen Video genauer erläutert. Es gibt außerdem noch andere Förderungen, zum Beispiel die Förderung für Ferienfreizeiten und die Förderung von jungen Menschen aus einkommensschwachen Familien. 
Die Stadt fördert auch Räume für Jugendverbände und den Umbau oder die Renovierung von Jugendräumen. Ebenfalls können besondere Projekte gefördert werden. Grundsätzlich gilt für die Förderung von Jugendverbänden: Es können nur Teilnehmende gefördert werden, wenn sie in Hamburg wohnen und zwischen 6 und 26 Jahren alt sind. Bis zu 33 % der Teilnehmenden dürfen auch aus anderen Bundesländern kommen, wenn sie regelmäßig an den Angeboten teilnehmen. Bis zu 10 % der Teilnehmenden dürfen unter 6 Jahren alt sein. Bei Fortbildungen für Jugendleiter:innen können auch Menschen über 26 Jahren gefördert werden.

Was müssen Jugendverbände bei einer Förderung beachten? 

Es gibt gesetzliche Regelungen für die Vergabe von Zuwendungen der Stadt. An diese Regeln muss sich ein Jugendverband halten, wenn er eine Förderung erhält. 
Der Jugendverband muss versprechen, dass er sich an das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland hält.
Wenn ein Jugendverband eine Förderung beantragt, muss er dafür sorgen, dass die Geschäftsführung ordnungsgemäß ist. Das heißt zum Beispiel, dass der Jugendverband die Einnahmen und Ausgaben richtig aufschreiben muss. Der Jugendverband muss auch alle wichtigen Belege für mindestens sechs Jahre sorgfältig aufbewahren, dazu gehören alle Rechnungen, Quittungen, Honorarverträge, Reisekostenabrechnungen usw.
Die Regeln für die Jugendarbeit stehen im achten Sozialgesetzbuch (z.B. § 11 und § 12 SGB 8). Formale Regeln für eine Förderung der Jugendarbeit stehen im zehnten Sozialgesetzbuch. Wichtige Regeln stehen auch im Zuwendungsbescheid und in den Allgemeinen Nebenbestimmungen zur Projektförderung (ANBest-P). 

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