Leichte Sprache

Alle Infos zum Bismarck-Denkmal in Leichter Sprache

 

 

Das Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark in Hamburg erinnert an den ersten deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck (1815–1898). 
Hier finde Sie Informationen zu den historischen Hintergründen und aktuellen Entwicklung rund um das Hamburger Kolonialdenkmal.

Information
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Diese Fragen werden beantwortet:

Wer war Otto von Bismarck?
Warum hat Hamburg ein Bismarck-Denkmal?
Wer baute das Denkmal?
Wofür stand das Denkmal?
Wann ist das Denkmal gebaut?
Wofür stand das Denkmal?
Wie haben die Menschen das Denkmal in der Zeit gesehen?
Was passierte nach dem Zweiten Welt-Krieg?
Wie ist man mit der kolonialen Dimension umgegangen?
Was passiert jetzt?

 

Wer war Otto von Bismarck?

Otto von Bismarck war ein Politiker. 
Er lebte von 1815 bis 1898. 
Otto von Bismarck war Minister-Präsident von Preußen.
Das heißt: Er war der Chef von der Regierung in Preußen.
Das war er ab dem Jahr 1862.
Otto von Bismarck wollte mehr Macht für den König.
Dafür hat er viel getan.
Zum Beispiel:

  • in der Innenpolitik
  • in der Außen-Politik.

Otto von Bismarck hat 3 Kriege geführt. 
Die Kriege waren gegen:

  • Dänemark im Jahr 1864
  • Österreich im Jahr 1866
  • Frankreich in den Jahren 1870 und 1871. 

Durch die Kriege konnte Otto von Bismarck das Deutsche Kaiser-Reich gründen. 
Das war im Jahr 1871. 
Otto von Bismarck war der erste Reichs-Kanzler vom Deutschen Kaiser-Reich. 
Er hat viele Gesetze geändert. 
Zum Beispiel: die Sozial-Gesetze. 
Damit wollte er die Arbeiter-Bewegung schwächer machen. 
Otto von Bismarck hat sich gut mit anderen Ländern verstanden. 
So wollte er den Frieden in Europa sichern. 
Im Jahr 1890 wurde Otto von Bismarck entlassen. 
Kaiser Wilhelm II. hat ihn entlassen. 
Otto von Bismarck hat viel für das Deutsche Reich getan. 
Und er hat viel für Europa getan. 
Bis heute ist Otto von Bismarck eine wichtige Person in der deutschen Geschichte.

 

Warum hat Hamburg ein Bismarck-Denkmal?

Das Bismarck-Denkmal ist das größte Denkmal in Hamburg. 
Warum hat man das Denkmal gebaut?
Die Wissenschaftler sagen dazu verschiedene Sachen.
Das Bismarck-Denkmal ist im Alten Elbpark.
Man hat es 1906 eingeweiht.
Das heißt: Man hat es fertig gemacht und gezeigt.
Es gibt 600 Denkmäler für Bismarck in Deutschland.
Bismarck war früher Reichs-Kanzler.
Er ist gestorben. 
Einen Tag danach hat man mit den Planungen für das Denkmal angefangen.

 

Wer baute das Denkmal?

Ein Komitee hat das Denkmal gemacht.
Ein Komitee ist eine Gruppe von Menschen.
Die Menschen aus dem Komitee waren reich.
Und die Menschen aus dem Komitee hatten viel Macht in der Politik.
Das Denkmal wurde mit Spenden bezahlt.
Die Spenden kamen von einer Spenden-Sammlung.
Bei der Spenden-Sammlung haben auch Kauf-Leute mitgemacht.
Die Kauf-Leute haben vom Kolonial-Handel profitiert.
Der Architekt Emil Schaudt hat das Denkmal geplant.
Der Bild-Hauer Hugo Lederer hat die Figur gemacht.
Das Denkmal ist 34,3 Meter hoch.
Das ist mit Sockel und Rund-Bau gerechnet.
Es ist das größte Denkmal in Hamburg.

 

Wofür stand das Denkmal?

Das Denkmal ist für den Gründer vom Deutschen Reich.
Das Denkmal ist über dem Hafen.
Man kann es von weit weg sehen.
Neben dem Denkmal sind andere wichtige Gebäude.
Zum Beispiel: 

  • die Deutsche See-Warte
  • das Hafen-Kranken-Haus. 

Auf dem Denkmal ist Bismarck zu sehen.
Bismarck trägt eine Rüstung und ein Schwert.
Er sieht aus wie eine Roland-Figur aus dem Mittel-Alter.
Eine Roland-Figur steht für: 

  • die Unabhängigkeit von einer Stadt
  • die Handels-Rechte von einer Stadt. 

Das Denkmal zeigt: Bismarck hat den See-Handel beschützt.
Und Hamburg ist das Tor zur Welt vom Deutschen Reich.

 

Wann ist es passiert?

Das Denkmal wurde in der Zeit von 1884 bis 1919 gebaut.
In dieser Zeit war das deutsche Kolonial-Reich sehr groß.
Viele Kauf-Manns-Familien aus Hamburg haben dabei geholfen.
Sie haben auch Geld für das Denkmal gegeben.
Die Kauf-Manns-Familien haben auch bei der Berliner Afrika-Konferenz mitgemacht.
Die Konferenz war in den Jahren 1884 und 1885.
Bei der Konferenz ging es um die Aufteilung von Afrika.
Bismarck hat zu der Konferenz eingeladen.
Aber es waren keine Menschen aus Afrika bei der Konferenz.

 

Wie haben die Menschen das Denkmal in der Zeit gesehen?

Am Anfang fanden viele Menschen das Denkmal toll.
Diese Menschen waren konservativ.
Das heißt: Sie wollten alles so lassen wie es ist.
Und sie waren bürgerlich.
Das heißt: Sie hatten viel Geld.
Aber dann haben die Parteien das Denkmal für sich benutzt.
In der Weimarer Republik haben sich viele Gruppen am Denkmal getroffen.
Die Gruppen waren nationalistisch und völkisch.
Das heißt: Sie wollten nur Deutsche in Deutschland haben.
Linke Parteien fanden das Denkmal nicht gut.
Und die Arbeiter fanden das Denkmal nicht gut.
In der NS-Zeit war das Denkmal nicht mehr so wichtig.
Aber zwischen 1939 und 1941 hat man den Sockel-Raum vom Denkmal umgebaut.
Der Sockel-Raum war dann ein Luft-Schutz-Bunker.
Ein Luft-Schutz-Bunker ist ein sicherer Raum bei einem Angriff aus der Luft.
Im Sockel-Raum waren viele Symbole von den National-Sozialisten.
Zum Beispiel:

  • der Reichs-Adler
  • Haken-Kreuze
  • Lebens-Bäume.
 

Was passierte nach dem Zweiten Welt-Krieg?

Nach 1945 hat man das Denkmal nicht abgerissen.
Aber man hat Bäume um das Denkmal gepflanzt.
So konnte man das Denkmal nicht mehr gut sehen.
Rechtsextreme Gruppen haben sich trotzdem an dem Denkmal getroffen.
1960 hat die Stadt gesagt: Das Denkmal ist ein Kunst-Werk.
Deshalb ist es unter Denkmal-Schutz.
Das heißt: Man darf es nicht abreißen.
Die Stadt hat dabei nicht an die Politik gedacht.
Und die Stadt hat dabei nicht an die Kolonial-Zeit gedacht.
2003 hat man die Bäume um das Denkmal weggemacht.
Und man hat das Denkmal in der Nacht beleuchtet.
Viele Menschen fanden das schlecht.
Sie haben gesagt: Das Denkmal ist ein Teil von der Geschichte.

 

Wie ist man mit der kolonialen Dimension umgegangen?

Bismarck und Hamburg haben eine koloniale Vergangenheit.
Das heißt: Sie haben früher andere Länder regiert.
Und sie haben die Menschen in diesen Ländern schlecht behandelt.
Lange Zeit hat man nicht darüber gesprochen.
Erst seit 2010 spricht man mehr darüber. Zum Beispiel: 

  • Bismarck hat bei der Afrika-Konferenz mitgemacht
  • die reichen Menschen in Hamburg wollten mit den Kolonien Geld verdienen. 

Es gibt viele Gruppen von Bürgern und Bürgerinnen.
Die Gruppen wollen über die koloniale Vergangenheit sprechen.
Und es gibt viele Gespräche über koloniale Denkmäler auf der ganzen Welt.
Deshalb spricht man auch in Hamburg mehr über die koloniale Vergangenheit.

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