Es gibt neue Regeln für die Grund-Steuer seit dem Januar 2025. Die Grund-Steuer müssen alle Eigentümer von Grund-Besitz zahlen. Hamburg berechnet die Grund-Steuer jetzt anders. Hamburg berechnet die Grund-Steuer nach den Regeln vom Hamburger Modell. Deswegen ändert sich vielleicht die Höhe von Ihrer Grund-Steuer.
Sie finden hier viele Antworten auf Fragen zur neuen Grund-Steuer und dem Hamburger Modell.
Die Grund-Steuer müssen alle Eigentümer von Grund-Besitz zahlen. Die Grund-Steuer ist eine Steuer auf den Grund-Besitz. Grund-Besitz sind zum Beispiel:
Häuser und Eigentums-Wohnungen
Grund-Stücke von einem Gewerbe
Nicht bebaute Grund-Stücke
Eigentümer von Grund-Besitz müssen die Grund-Steuer alle 3 Monate zahlen.
Kirsten Scholz, Büro für Leichte Sprache Köln
Es gibt 3 verschiedene Arten von der Grund-Steuer:
Grund-Steuer A
Diese Grund-Steuer bezahlt man für den Grund-Besitz von Land-Wirtschaft und Forst-Wirtschaft. Das sind zum Beispiel:
Weiden
Felder
Stallungen
Wälder
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Grund-Steuer B
Privat-Personen müssen die Grund-Steuer zahlen. Zum Beispiel für ein Grund-Stück mit einem Wohn-Haus. Auch für Eigentums-Wohnungen muss man die Grund-Steuer B bezahlen.
Die Grund-Steuer B gilt auch bei nicht bebauten Grund-Stücken. Bei nicht bebauten Grund-Stücken gilt manchmal auch die Grund-Steuer C.
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Grund-Steuer C
Die Grund-Steuer C bezahlt man für nicht bebaute Grund-Stücke. Aber die Grund-Stücke müssen bau-reif sein und andere Dinge erfüllen. Zum Beispiel: Das Grund-Stück ist in einem Neubau-Gebiet. Bau-reif bedeutet: Man kann auf dem Grund-Stück sofort bauen.
Das Amt legt die Grund-Steuer C fest. Die Grund-Steuer C muss erst 3 Jahre nach der Bau-Reife bezahlt werden. Die Grund-Steuer C muss man manchmal nicht bezahlen. Zum Beispiel, wenn Angehörige später auf dem Grund-Stück bauen wollen.
Wer muss die Grund-Steuer zahlen?
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Die Eigentümer von Grund-Besitz müssen die Grund-Steuer zahlen. Grund-Besitz ist zum Beispiel ein Haus oder eine Wohnung.
Die Eigentümer können die Grund-Steuer auch auf die Mieter umlegen. Umlegen bedeutet: Die Mieter müssen die Grund-Steuer an den Eigentümer zahlen. Die Eigentümer dürfen das so machen. Das steht so in einem Bundes-Gesetz.
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Gut zu wissen
Die Grund-Steuer ist für alle Leute wichtig. Die Stadt Hamburg bekommt das Geld für die Grund-Steuer. Mit diesem Geld kann Hamburg viele Sachen für die Bürger machen. Zum Beispiel einen Spielplatz bauen.
Wie berechnet Hamburg die Grund-Steuer B?
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In Hamburg gilt das Hamburger Modell für die Grund-Steuer. Mit dem Hamburger Modell wird die Höhe der Grund-Steuer ausgerechnet.
Für Eigentümer von Häusern und Eigentums-Wohnungen gilt die Grund-Steuer B.
Der Wert vom Grund-Stück und vom Haus sind nicht wichtig für die Grund-Steuer. Für die Berechnung von der Grund-Steuer sind diese Dinge wichtig:
Die Größe vom Grund-Stück.
Die Nutzfläche.
Die Wohnfläche.
Die Wohnlage. Die Wohnlage kann normal oder gut sein. Die Wohnlage beschreibt: So gut kann man an dem Ort leben. Eine gute Wohnlage hat zum Beispiel viele Geschäfte und Grünflächen in der Nähe. Und es gibt viele Haltestellen vom öffentlichen Nah-Verkehr in der Nähe. Zum Beispiel Haltestellen für Busse.
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Gut zu wissen
In der Wohnlagen-Verzeichnis-Verordnung finden Sie die Wohnlage von Ihrem Grund-Stück. Sie können sich die Verordnung als PDF herunterladen. Sie finden das PDF hier: Downloads Wohnlagenverzeichnis-Verordnung Die Verordnung ist in schwerer Sprache.
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Grund-Steuer berechnen
So berechnet man die Grund-Steuer für ein Haus: Grund-Steuer-Werte mal Steuer-Messzahl mal Hebesatz
Die Steuer-Messzahl und der Hebesatz sind wichtig für die Berechnung von der Grund-Steuer. Der Hebesatz ist eine Zahl. Diese Zahl wird von der Gemeinde bestimmt.
Ein Beispiel für die Berechnung
Das Haus hat eine gute Wohnlage. Das Grund-Stück ist Tausend Quadratmeter groß. Die Wohnfläche ist 100 Quadratmeter groß.
Grund-Steuer-Werte berechnen
Zuerst rechnet man die Grund-Steuer-Werte für das Grund-Stück und die Wohnfläche aus.
So rechnet man den Grund-Steuer-Wert für das Grund-Stück aus: Tausend Quadratmeter mal 4 Cent sind 40 Euro. Der Grund-Steuer-Wert vom Grund-Stück sind 40 Euro.
So rechnet man den Grund-Steuer-Wert für die Wohnfläche aus: 100 Quadratmeter mal 50 Cent sind 50 Euro.
Danach berechnet man den Grund-Steuer-Mess-Betrag.
So rechnet man den Grund-Steuer-Mess-Betrag für das Grund-Stück aus: 40 Euro mal 1 sind 40 Euro. Der Grund-Steuer-Messbetrag vom Grund-Stück sind 40 Euro.
So rechnet man den Grund-Steuer-Mess-Betrag für die Wohnfläche aus: Für die Wohnfläche gibt es eine Ermäßigung. Deshalb rechnen wir 50 Euro mal 0,7. Das ergibt 35 Euro. Der Grund-Steuer-Mess-Betrag für die Wohnfläche ist 35 Euro.
Der Grund-Steuer-Mess-Betrag von Grund-Stück und Wohnfläche zusammen sind: 75 Euro.
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Grund-Steuer berechnen
Als Nächstes rechnet man die Grund-Steuer aus. Für die Grund-Steuer muss man den Grund-Steuer-Mess-Betrag mit dem Hebesatz von 9,75 mal-nehmen: 75 Euro mal 9,75 sind 731,25 Euro
Die Grund-Steuer für das Haus ist 731,25 Euro.
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Gut zu wissen
Es gibt folgende Ermäßigungen für den Grund-Steuer-Mess-Betrag. Zum Beispiel:
Meine Miete wird wegen der Grund-Steuer erhöht. Wie kann ich die Höhe überprüfen?
Sie können Ihren Vermieter nach dem Grund-Steuer-Bescheid fragen.
Das Finanz-Amt für Verkehr-Steuern und Grund-Besitz in Hamburg darf Ihnen keine Infos geben.
Ich kann meine Grund-Steuer nicht zahlen. Welche Hilfen gibt es?
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Die Stadt Hamburg unterstützt Eigentümer in Notlagen. Zum Beispiel mit Wohn-Geld oder mit Bürger-Geld und Sozial-Hilfe.
Wichtig: Auch Mieter können Wohn-Geld oder Bürger-Geld und Sozial-Hilfe bekommen.
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Wohn-Geld
Vielleicht haben Sie einen Anspruch auf Wohn-Geld. Sie können mit dem Wohn-Geld einen Teil der Wohn-Kosten bezahlen. Dazu sagt man: Miet-Zuschuss. Oder Sie können mit dem Wohn-Geld einen Teil der Grund-Steuer bezahlen. Dazu sagt man auch: Lasten-Zuschuss.
Sie können das Wohn-Geld bei der Stadt Hamburg beantragen.
Sie finden auf der Seite von Hamburg mehr Infos zum Wohn-Geld: Wohn-Geld
Bürger-Geld und Sozial-Hilfe
Vielleicht haben Sie einen Anspruch auf Bürger-Geld oder Sozial-Hilfe. Sie können Bürger-Geld beim Jobcenter beantragen. Sie können die Sozial-Hilfe beim Sozial-Amt beantragen.
Sie finden beim Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales mehr Infos:
Sie finden die Infos unten auf der Seite. Sie schreiben Ihre Adresse in das Kästchen: Wohn-Anschrift. Sie sehen dann die Adresse vom zuständigen Sozial-Amt.
Warum gibt es eine neue Grund-Steuer?
Kirsten Scholz, Büro für Leichte Sprache Köln
Das Bundes-Verfassungs-Gericht hat die Regeln von der alten Grund-Steuer geprüft.
Das ist das Urteil vom Bundes-Verfassungs-Gericht: Die Regeln von der alten Grund-Steuer verstoßen gegen das Grund-Gesetz. Das Grund-Gesetz ist die Verfassung von Deutschland. Deshalb muss es eine neue Grund-Steuer geben. Diese Grund-Steuer muss ab dem Jahr 2025 gelten.
Welche Vorteile hat das Hamburger Modell?
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Das Hamburger Modell hat viele Vorteile. Die Regeln vom Hamburger Modell sind einfacher. Und die Grund-Steuer für alle Grund-Stücke in Hamburg wird nur ein Mal berechnet. In vielen anderen Bundes-Ländern wird die Grund-Steuer alle 7 Jahre neu berechnet. Das schwere Wort für die Berechnung der Grund-Steuer auf einen Zeitpunkt ist: Haupt-Feststellung.
Diese Vorteile haben Eigentümer in Hamburg: Sie müssen bei höheren Boden-Preisen nicht mehr Grund-Steuer zahlen. Der Boden-Preis ist in Hamburg nicht wichtig für die Berechnung von der Grund-Steuer. Deshalb steigt die Grund-Steuer auch nicht bei höheren Boden-Preisen. Viele Bundes-Länder berechnen die Grund-Steuer alle 7 Jahre neu. In den meisten Städten steigt der Boden-Preis. Deshalb müssen Menschen in vielen anderen Bundes-Ländern eine höhere Grund-Steuer zahlen.
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Das Hamburger Modell hat auch Vorteile für die Verwaltung: Die Berechnung von der neuen Grund-Steuer ist einfacher als vorher.
Die Stadt Hamburg braucht weniger Mitarbeiter für die Berechnung von der Grund-Steuer. So kann die Stadt Hamburg Kosten sparen.
Ist das Hamburger Modell verfassungs-gemäß?
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Ja, das Hamburger Modell ist verfassungs-gemäß.
Hamburg berechnet die Grund-Steuer mit dem Hamburger Modell. Das Hamburger Modell hat andere Regeln zur Berechnung von der Grund-Steuer als die anderen Bundes-Länder.
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Das Finanz-Gericht Hamburg hat deshalb das Hamburger Modell geprüft.
Das Finanz-Gericht Hamburg hat gesagt: Die Regeln sind richtig. Man sagt dazu auch: Die Regeln sind verfassungs-gemäß.
Wer hat den Text in Leichter Sprache gemacht?
Der Text ist vom Büro für Leichte Sprache Lisi GmbH Textwerkstatt Köln E-Mail: info@lisi.koeln
Kirsten Scholz und Cornelia Schwarzer haben den Text geschrieben und gelesen. Dirk Stauber und Jan Freiha haben den Text geprüft. Kirsten Scholz hat die Bilder gemalt.
Der Text ist geschrieben und geprüft nach den Regeln von Netzwerk Leichte Sprache.