Infoline-Archiv 2009: Allgemeine Informationen

„Training Lebenspraktischer Fähigkeiten“ (LPF-Training) nach § 26 Abs. 3 Nr. 6 SGB IX vom 12.7.2006 (Gz.: SI 3102/112.47-1-4). Gültig bis 20.09.2009.

Infoline-Archiv 2009: Allgemeine Informationen

1. Inhalt und Ziele

Ziel des Trainings ist der Erhalt oder das Wiedererlangen der Selbständigkeit in allen Bereichen des täglichen Lebens, wie z.B. im Bereich der Körperpflege, beim An- und Ausziehen, im Bereich Essensfertigkeiten, beim Kochen und bei Haushaltstechniken.

Erreicht wird dieses Ziel durch das Erlernen bestimmter Techniken und durch den Einsatz von Hilfsmitteln.

Diese Hilfe können blinde und sehbehinderte Menschen erhalten.

2. Beratung

Die Beratung kann bei den behandelnden Ärzten, Krankenkassen, den gutachterlichen Dienststellen der Gesundheits- und Umweltämter in den Bezirken, in denen die leistungsberechtigte Person ihren Wohnsitz hat, erfolgen. Ebenso ist eine Beratung beim „Beratungszentrum sehen, hören, bewegen und sprechen“ des Bezirksamtes Nord möglich.

3. Leistungsbewilligung

Seit der Einführung des Sozialgesetzbuches IX 2001 kann das Training lebenspraktischer Fähigkeiten zu einer Leistung der medizinischen Rehabilitation und damit zu einer Leistung der Krankenkassen (§ 26 Abs. 3 Nr. 6 SGB IX) werden, sofern eine entsprechende ärztliche Verordnung vorliegt und die Maßnahme unter ärztlicher Aufsicht erfolgt. Sofern dies nicht der Fall ist und mit dem Training ausschließlich Ziele der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft verfolgt werden, kann es sich um  eine Leistung der Eingliederungshilfe handeln, die von den bezirklichen Dienststellen bewilligt wird.

4. Einrichtung

Institut für Rehabilitation und Integration Sehgeschädigter (IRIS) e.V.
Marschnerstraße 26
22081 Hamburg

Tel: 040 / 229 30 26, Fax: 040 / 22 59 44
e-mail: iris-ev@hamburg.de

Mit dieser Einrichtung bestand bis Ende 2001 eine Vereinbarung nach § 93 Abs. 2 BSHG, die aus rechtlichen Gründen gekündigt wurde, für eventuelle Eingliederungshilfeleistungen diesen Typs jedoch faktisch fortgilt. Die Vergütung beträgt demgemäß 64,27 € je Unterrichtseinheit.

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