Landesbetrieb Erziehung und Beratung

Klare Alltagsstruktur und gruppenpädagogische Angebote Jugendwohngemeinschaften

In der Jugendwohngemeinschaft leben acht bis zehn Jugendliche in mehreren ein- bis zwei-Zimmer-Wohnungen unter einem Dach und werden rund um die Uhr betreut. Das Betreuerbüro liegt im selben Wohnhaus. Ein Team von Betreuungskräften gewährleistet eine ständige Ansprechbarkeit; die Nachtbereitschaften werden in der Betreuungseinheit durchgeführt. Die klare Alltagsstruktur berücksichtigt auch gruppenpädagogische Angebote.

Jugendwohngemeinschaften

Acht bis zehn Jugendliche unter einem Dach

vergrößern Jugendwohngemeinschaften im LEB (Bild: LEB) In der Jugendwohngemeinschaft leben Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die eine auf längere Zeit angelegte Lebensform bzw. einen Lebensort benötigen. Sie können zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht mehr in ihren Familien leben und in keiner anderen Familie Erziehungshilfe erhalten. Die Jugendlichen kommen aus einem sozialen Umfeld, das ihre Persönlichkeitsentwicklung beeinträchtigt.

In der Jugendwohngemeinschaft werden sie auf ein selbstständiges Leben vorbereitet. Die Jugendlichen erhalten einen Rahmen, der ihnen Struktur und Orientierung bietet und ihre persönliche Entwicklung fördert. Besonderes Augenmerk legen die pädagogischen Fachkräfte auf die Eingliederung der Jugendlichen ins Erwerbsleben.

Soziales Lernen in der Gruppe

Schon die Aufnahme gestalten wir zielgerichtet und annehmend: Der oder die Jugendliche wird gezielt in die Gruppe wie in den neuen Lebensort eingeführt; wir bieten Orientierung, indem wir die Regeln des Zusammenlebens in der Jugendwohnung transparent machen und wichtige Rahmenbedingungen vermitteln.

Gemeinsam planen und reflektieren wir den Tages- und Wochenablauf sowie die Wochenendgestaltung und Aktivitäten. Wir unterstützen die Jugendlichen beim Erwerb von Kompetenzen - unter anderem: Wohnen, Selbstversorgung, Ernährung, Gesundheit und Körper, Umgang mit Finanzen, Ämtern, Institutionen. Wir fördern stabilisierende Kontakte beispielsweise zu Vereinen, Freizeiteinrichtungen und arbeiten kooperativ mit den Eltern zusammen. In gezielt eingesetzten Einzel- und Gruppengesprächen lernen die Jugendlichen, ihre Position auszudrücken und zu vertreten. Sie werden zur Klärung und Konfliktbewältigung angeleitet. Wir fördern ihre soziale Kompetenz und ermöglichen die Teilhabe an der Gemeinschaft.

Zugang zur Hilfe

Voraussetzung für die Hilfe ist ein Antrag beim Jugendamt. Die Hilfeplanung berücksichtigt, dass Kontakte zur Schule, zu Treffpunkten mit Freunden und mit Menschen, die für die/den Jugendliche/n wichtig sind, erhalten bleiben. Wird ein/e Jugendliche/r bewusst an einem vom Lebensumfeld entfernten Ort untergebracht, wird festgelegt, wie die Beziehung zu den Eltern aufrechterhalten oder wieder hergestellt werden kann.

Unsere Publikationen: Einrichtungsprofile

Kontakt

Kinder- und Jugendhilfeverbund Harburg/Süderelbe (Abteilung Süd)