Kurzfristige Inobhutnahme in akuten Notsituationen Kinderschutzeinrichtungen

In unseren Kinderschutzeinrichtungen betreuen wir Kinder über Tag und Nacht. Dazu gehören Kinderschutzhäuser und Kinderschutzgruppen. Diese Angebote dienen der kurzfristigen Inobhutnahme von Kindern in akuten Notsituationen.

Kinderschutzeinrichtungen

LEB

Kurzfristige Inobhutnahme in akuten Notsituationen

In unseren Kinderschutzhäusern betreuen wir vorübergehend Säuglinge und Kleinkinder bis sechs Jahre, für die eine Inobhutnahme oder Hilfe zur Erziehung außerhalb der eigenen Familie über Tag und Nacht erforderlich ist. Die Inobhutnahme ist die vorläufige Unterbringung eines Kindes zu seinem Schutz. Wir garantieren die unmittelbare Aufnahme.

Sicherheit und Geborgenheit 

Die Kinderschutzeinrichtungen des Landesbetriebs Erziehung und Beratung - Kinderschutzhäuser und Kinderschutzgruppen - bieten aktuell insgesamt 106 stationäre Plätze. Hier erfahren die Kinder Sicherheit und Geborgenheit; sie werden umfassend versorgt und erhalten individuelle Zuwendung. Kinderschutzeinrichtungen stellen die altersgemäße Betreuung von Kindern sicher und bieten alle für die Aufgabe notwendigen Funktionen. Im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten machen die Kinder altersgerechte Entwicklungsschritte und holen versäumte auf. Sie haben aber auch - altersabhängig - Einsicht in den Übergangscharakter der Betreuung. Sie sind auf einen Wechsel zurück zu den Eltern oder anderen Betreuungspersonen vorbereitet.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten die Voraussetzungen für eine dauerhafte Perspektive für das Kind zu schaffen. Besonderes Gewicht hat die Zusammenarbeit mit den Eltern: Sie werden in die aktuelle Lebenssituation des Kindes einbezogen und an Entscheidungen beteiligt. Bei den regelmäßigen Besuchsterminen finden sie Räumlichkeiten vor, die einen ungestörten Kontakt zwischen Eltern und Kindern ermöglichen. Gegebenenfalls begleiten pädagogische Fachkräfte den Besuch. Darüber hinaus werden die Eltern in die Perspektivklärung und Anbahnung bei anderer Unterbringung einbezogen. Ist die Rückkehr des Kindes ins Elternhaus geplant, werden die Eltern unterstützt und vorbereitet.

Wenn nötig organisieren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zusammenwirken mit den Fachkräften des Amtes für Soziale Dienste ambulante Hilfen für die Familie. Ist die Rückkehr in die Familie nicht möglich, werden Kinder in eine Pflegestelle oder Adoption vermittelt.

Individuelle Stärken fördern

Die Betreuung in Kinderschutzeinrichtungen zielt auf die Erfassung und Förderung individueller Stärken mittels gezielter Angebote. Die Kinder lernen alternative Erwachsenenbilder und Lebensformen kennen und werden bei der Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen unterstützt.

Aufnahme

Aufnahmen können jederzeit erfolgen, auch nachts sowie an Sonn- und Feiertagen.

Anfragemanagement Kinderschutz:

Telefon 428 15 33 33 (MO-DO 9-16 Uhr + FR 9-14 Uhr; außerhalb dieser Zeiten ist der
Kinder- und Jugendnotdienst (KJND), Telefon 428 15 32 00, zuständig)

Kontakt

Jugendhilfeabteilung Süd

Weitergehende Informationen:

Faltblatt "Kinderschutzeinrichtungen im Landesbetrieb Erziehung und

Beratung"

Unsere Publikationen: Einrichtungsprofile

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