Sieben Hauptverkehrsstraßen unter der Lupe Die sieben Magistralen

Im Rahmen des Bauforums werden der „Ring 2“ und fünf zum Stadtrand führende Radialen betrachtet, hinzu kommt eine siebte Magistrale in Harburg, südlich der Elbe. Bis auf den Ring entsprechen alle diese Hauptstraßen dem bewährten Hamburger Achsenmodell. Heute sind diese Magistralen äußerst heterogen was die Bautypologien, Dichten und Nutzungsstrukturen betrifft. Ihr städtebauliches Erscheinungsbild ist zum Großteil diffus, die linearen Räume wirken an vielen Stellen „zerfasert" und baulich kaum gefasst.

Karte mit den sieben betrachteten Magistralen Karte mit den sieben betrachteten Magistralen

Die sieben Magistralen

Facettenreiches Erscheinungsbild

Die Straßenbreite variiert von zweispurig mit kleinstädtisch wirkender Bebauung bis hin zu sechsspurig ausgebauten, autobahnähnlichen Abschnitten mit Lärmschutzwänden. Tendenziell nimmt die Bebauungsdichte vom Zentrum zum periurbanen Raum ab – dazwischen liegen Stadtteilzentren, Großwohnsiedlungen, Gewerbegebiete oder alte Dorfkerne.

Auch in Hinblick auf den Wohnungsbau weisen die Magistralen verschiedenste Typologien auf. Während die (inner)städtischen Straßenabschnitte vor allem von Blockrandstrukturen aus den 1920er Jahren und Zeilenbauten der 1950er und 60er geprägt sind, erstrecken sich weiter entfernt vom Zentrum häufig Mehrfamilienhäuser aus den verschiedensten Jahrzehnten – meist in Kombination mit gewerblichen Erdgeschossnutzungen – oder Einfamilienhäuser bis hin zu Bauernhöfen und Kleingartenanlagen. Was die anderen Nutzungen angeht, sind die Hauptstraßen vor allem im Kerngebiet und im Umfeld der Stadtteilzentren Standorte für Einzelhandel, Büros, Hotels und Gewerbe. Neben Supermarktketten und Systemgastronomie sind hier häufig inhabergeführte Spezialgeschäfte und diverse Gaststätten zu finden. Mit zunehmender Entfernung vom Zentrum bestimmt vielfach Gewerbe das Bild, teilweise Großbetriebe, meist aber kleinere und mittlere Betriebe in eingeschossigen Bauten. Den unterschiedlichen Nutzungen und Grundstücksgrößen entspricht hier meist auch eine sehr diverse Eigentümerstruktur.

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