Nach sechs Tagen intensiver Arbeit Neue Impulse und Visionen für Hamburgs Magistralen

Mit über 200 Experten und rund 8.000 Besucherinnen und Besuchern beim öffentlichen Rahmenprogramm war dieses Bauforum die größte Planungswerkstatt in der Geschichte der Stadt. Das freie Entwurfsformat für die Planerinnen und Planer und die ergänzenden Vorträge von nationalen und internationalen Experten – wie dem Amerikaner Jeff Speck und der Italienerin Paola Viganò – haben neue Impulse für die Stadtentwicklung an den großen Ausfallstraßen und den anliegenden Quartieren der nächsten Jahrzehnte gesetzt.

Neue Impulse und Visionen für Hamburgs Magistralen

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor: „Auf und an diesen Straßen liegen die Themen der nächsten 20 bis 30 Jahre in der Stadtentwicklung. Die im Bauforum in kürzester Zeit entstandenen Ideen zeigen eindrücklich, wie viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung in der bestehenden Stadt stecken. Es braucht dazu Phantasie, Mut und einen langen Atem.“

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Hamburg hat mit dem siebten Bauforum einen reichen Fundus an Ideen für die Zukunft unserer Stadt gewonnen. Wir bedanken uns bei allen, die daran mitgearbeitet haben, für ihre kreativen Beiträge. All die Anregungen und Ideen aus den Teams werden uns bei der Entscheidung helfen, wie wir die Magistralen auch im Dialog mit den 140.000 Anwohnerinnen und Anwohnern zu einem lebenswerten, öffentlichen Raum umgestalten können.“

Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur: „Stadtentwicklung und Städtebau brauchen kreative und offene Vorläufe, weil sie über viele Jahre wirksam sind. Das Bauforum hat hier strukturell und konkret die Weichen für eine gute Zukunft von Hamburgs Magistralen und auch für die Stadtteile gestellt.“

Nach sechs Tagen intensiver Arbeit fand am Sonnabend, den 24. August, das große Finale des Internationalen Bauforum 2019 | Magistralen statt – eine Präsentation visionärer Entwürfe für die Stadträume entlang der großen Ausfallstraßen, die von Planungsteams aus ganz Europa erarbeitet wurden.

Die 14 interdisziplinären Teams, zusammengesetzt aus 55 Büros aus den Bereichen Architektur, Stadt, Landschafts- und Verkehrsplanung, bildeten den Kern des Bauforums. In einer offenen und kreativen Werkstattatmosphäre entwickelten die Expertinnen und Experten konkrete Entwürfe und programmatische Impulse für die Stadtentwicklung an den großen Ausfallstraßen und den anliegenden Quartieren. Impulse wurden auch im begleitenden Rahmenprogramm gesetzt – durch Vorträge von internationalen Fachleuten wie dem US-Amerikaner Jeff Speck und der Italienerin Paola Viganò sowie Wissenschaftlern und Praktikern aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und den USA.

Insgesamt wurden 14 Konzepte für sieben Magistralen erarbeitet: Je zwei Teams haben pro Magistrale in intensiver Tag- und Nachtarbeit Drehbücher für diese 8 bis 20 km langen Räume entwickelt.  In abwechslungsreichen Präsentationen wurde am Sonnabend mit Plänen, Fotos, riesigen Modellen, mit Musik und kleinen Performances gezeigt, dass in den Entwürfen auch viele strukturelle Themen der Hamburger Stadtentwicklung mit Blick auf die nächsten 30 Jahre enthalten sind.

Die Ergebnisse sind so vielschichtig wie die Magistralen selber – vom ‚Kartoffelplan‘, der die Nachbarschaften entlang der Magistralen definiert, bis zur Parade der großen ‚Elefanten‘ (die Solitärbauten der 60er und 70er Jahre in der City Nord), die einen neuen Eingang zum Stadtpark definieren. Auf der Suche nach dem Ring 2 ist die Idee zu einem urbanen ‚Milky Way‘ entstanden, der die Hierarchien des Straßennetzes in Frage stellt und eine Neuaufteilung des Raumes anbietet. Dass die an die Magistralen angrenzenden Quartiere und Landschaften auch Ideen- und Namensgeber werden können und so aus der B 5 nach Bergedorf eine ‚Park Lane‘ erwachsen kann, hat zu vielfältigen und ortsspezifischen Ansätzen geführt. Harburg ‚greift‘ in einem der Entwürfe über die Magistrale der B 73 hinweg mit einer neuen Vernetzung über die Seehäfen wieder an die Elbe; Pendlern könnte der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel in sogenannten Mobility Hubs erleichtert werden.

Durch die Entwürfe ergeben sich neue innerstädtische Räume, um zu wohnen, zu arbeiten, für die Infrastruktur und Grün – für wirklich urbane Quartiere in all ihrer Heterogenität. Doch so ähnlich sich auch manche Themen und Fragen der künftigen Entwicklung der Magistralenräume sind, vor Ort ist jeweils eine zum Charakter passende Lösung zu finden. Auch dazu gaben die Teams zahlreiche Hinweise: So könnte Bergedorf zur ‚Berge-City‘ werden oder es in Billstedt künftig einen ‚Billstedter Balkon‘ geben.

Die neuen Impulse aus dem Bauforum werden nun aufbereitet und in einer Publikation veröffentlicht. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen entscheidet gemeinsam mit den beteiligten Behörden und Bezirken, welche Ideen zeitnah umgesetzt werden können.

 

Bildmaterial von der Abschlusspräsentation finden Sie unten zum Download.

Weiteres Bildmaterial finden Sie unter www.hamburg.de/bauforum/12393378/mediathek.

 

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