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Bauherren

Informationen für die Bauherrenschaft

Bauherrenpflichten
Die wesentlichsten Pflichten der Bauherrenschaft sind in § 54 HBauO formuliert. Hier heißt es: „Die Bauherrin oder der Bauherr hat zur Vorbereitung, Überwachung und Ausführung eines nicht verfahrensfreien Vorhabens geeignete Beteiligte nach Maßgabe der §§ 55 bis 57 zu bestellen, soweit sie oder er nicht selbst zur Erfüllung der Verpflichtungen nach diesen Vorschriften geeignet ist.“

Neben den o.g. Pflichten nach § 54 HBauO gibt es im Rahmen der bautechnischen Prüfung insbesondere folgende Pflichten für die Bauherrenschaft bzw. für die o.g. bestellten Beteiligten (Entwurfsverfasser/in, Fachplaner/in, Unternehmer/in, Bauleiter/in):

  1. Nach §54 HBauO hat die Bauherrenschaft eine Koordinierungspflicht. Für diese Aufgabe kann die Bauherrenschaft geeignete Beteiligte (§§ 55 bis 57 HBauO) bestellen.
    Die inhaltlich-technische Gesamtkoordination für die Planung selbst, die Einreichung der Unterlagen zur bautechnischen Prüfung sowie sämtlicher an der Planung beteiligter Büros und Firmen ist seitens der Bauherrenschaft zu gewährleisten. Diese Koordination soll insbesondere gewährleisten, dass zwischen verschiedenen Aufstellern bautechnischer Nachweise keine inhaltlichen Lücken oder widersprüchliche Angaben in den Bauvorlagen vorhanden sind.
    Diese Aufgabe obliegt nicht der Prüfingenieurin bzw. dem Prüfingenieur.
    Nicht koordinierte Unterlagen können zu unnötigen Verzögerungen im Prüfablauf und damit auch im Bauablauf führen.
  2. Die Gebührenpflicht obliegt grundsätzlich der Bauherrenschaft, wenn im Bauantrag keine anderen Angaben gemacht wurden. Die Prüfung der bautechnischen Nachweise wird nach der Baugebührenordnung (BauGebO) durch ABH32 beauftragt und abgerechnet. 
  3. Soll die Gebührenübernahme nicht durch die Bauherrenschaft erfolgen, ist eine entsprechende Gebührenübernahmeerklärung durch einen Dritten schriftlich einzureichen.
  4. Änderungen bei der Bauherrenschaft oder beim Gebührenpflichtigen sind nach § 54 HBauO der zuständigen Bauaufsichtsbehörde, der Prüfstelle für Baustatik und der Prüfingenieurin bzw. dem Prüfingenieur umgehend schriftlich mitzuteilen.
  5. Sollten im Verfahren weitere Unterlagen für die Prüfung der bautechnischen Nachweise erforderlich sein, so sind diese direkt an die beauftragten Prüfingenieurinnen bzw. Prüfingenieuren zu senden.
  6. Prüfberichte der Prüfingenieurinnen und Prüfingenieure ersetzen nicht die Genehmigung für das Bauvorhaben und berechtigen nicht zum Beginn der entsprechenden Arbeiten.
  7. Die Bauherrenschaft hat nach § 31 Bauvorlagenverordnung (BauVorlVO) die Pflicht, die geprüften Unterlagen dauerhaft aufzubewahren und diese auf Verlangen der Bauaufsichtsbehörde vorzulegen.
  8. Die Stichprobenkontrollen auf den Baustellen durch die Prüfingenieur*innen ersetzen nicht die Bauüberwachung und Abnahme durch die Bauherrenschaft nach Leistungsphase 8 VOB.
    Stichprobenkontrollen auf den Baustellen, wie z. B. Bewehrungsabnahmen, sind rechtzeitig, d. h. mindestens 3 Werktage vor gewünschter Durchführung, bei der beauftragten Prüfingenieurin bzw. dem beauftragten Prüfingenieur anzumelden.

Wann ist die bautechnische Prüfung erforderlich?

In § 68 HBauO ist geregelt, wann eine bautechnische Prüfung erforderlich ist.

Downloads und Links

Im Folgenden finden Sie hilfreiche Downloads und Links mit weiteren Hinweisen zur bautechnischen Prüfung.

 Durchführung der bautechnischen Prüfung:


Gesetzliche Grundlagen zur bautechnischen Prüfung, wie Vorschriften zum Bauordnungsrecht (z. B. HBauO, BauGebO, PVO etc.) und die Technischen Baubestimmungen (z. B. VVTB Hamburg) finden Sie unter https://www.hamburg.de/baugenehmigung.


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