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Baumschädlinge Asiatischer Laubholz-Bockkäfer

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(Anoplophora glabripennis)

Asiatischer Laubholz-Bockkäfer

Der Asiatische Laubholz-Bockkäfer (Anoplophora glabripennis) zählt zu den 100 schädlichsten invasiven Arten weltweit. Die Verschleppung aus seiner Heimat Asien nach Nordamerika und Europa erfolgte vorwiegend mit Verpackungsholz.
Im Jahr 2004 wurde sein Auftreten das erste Mal auch in Deutschland in freier Natur festgestellt. Obwohl Hamburg wegen seines internationalen Seehafens besonders gefährdet ist, trat der Asiatische Laubholz-Bockkäfer hier zum Glück noch nicht auf.

Der Käfer schädigt Bäume in Gärten, Parks, Wäldern und in der freien Landschaft. Seine im Holz fressenden Larven führen letztendlich zum Absterben der Gehölze.
Wirtsbäume sind viele Laubbaumarten, besonders bevorzugt er dabei Ahorn, Rosskastanie, Weide, Pappel und Platane die auch in Hamburg mit großem Bestand vertreten sind.

Zu erkennen ist der schwarze Käfer an den unregelmäßig über seinen Körper verteilten weißen Flecken und den langen, schwarzweißen Fühlern. Als nicht besonders guter Flieger schwärmt er von Juni bis in den frühen Herbst aus.

Die Eier (~30) legt das Weibchen einzeln in eingeritzte Taschen an Verzweigungen von Ästen und bei schwächeren Bäumen direkt am Stamm ab. Die Eiablagestellen sind am Stamm und im Kronenansatzbereich als Nagestellen in der Rinde erkennbar, später auch am so genannten „Gummifluss“.
Nach etwa zwei Wochen schlüpfen die Larven, die dann beginnen im Holz zu fressen. Bei einer Entwicklungszeit von 1-2 Jahren durchlaufen sie insgesamt elf Larvenstadien und werden bis zu 5 cm lang und 1 cm dick.
Der Larvenfraß ist als grobspäniges Bohrmehl am Stammfuß oder an Schadstellen in der Rinde zu erkennen. Beim Durchschneiden des Holzes zeigen sich riesige Bohrgänge (Ø 1-3 cm) im gesamten Holzkörper.
Gegen Ende der Entwicklung treten Welkesymptome, schüttere Belaubung und Blattvergilbung auf und der Baum stirbt ab.

Bei Fraßbild und Larven bestehen Verwechslungsmöglichkeiten zu weiteren, weniger holzzerstörenden Schadinsekten, wie dem großen Pappelbock (Saperda carcharias) und dem Weidenbohrer (Cossus cossus).

Eingehende Einfuhrkontrollen für Pflanzen und Verpackungsholz, sowie die frühzeitige und konsequente Vernichtung der befallenen Bäume, sowie aller Nachbarbäume sind derzeit die einzigen Möglichkeiten die Verbreitung des Schädlings einzugrenzen. Dabei muss das gefällte Holz direkt vor Ort gehäckselt und sofort verbrannt werden. Die Lagerung und Nutzung als Brennholz ist nicht zulässig.

Die entsprechenden Maßnahmen sind in den Vorgaben des EU-Durchführungsbeschlusses zur Bekämpfung des ALB festgelegt.

Bei einem Verdacht auf einen Befall mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer muss das zuständige Pflanzenschutzamt informiert werden.

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