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Baumschädlinge Rosskastanienminiermotte

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(Cameraria ohridella)

Baumkrankheiten und Baumschädlinge

Rosskastanienminiermotte

Die Rosskastanienminiermotte setzt den Hamburger Kastanien schwer zu. Sie kennt in unseren Breiten weder natürliche Gegenspieler, noch muss sie bislang andere praktikable Bekämpfungsmethoden fürchten. Mit dem Fern- und Güterverkehr hat sie sich Jahr für Jahr weiter verbreitet, was ihr den Spitznamen 'Trampermotte' eingebracht hat. Inzwischen hat sie sich über den gesamten Kastanienbestand in Hamburg ausgebreitet.

Die Behörde für Umwelt und Energie hat deshalb schon im Jahr 2002 das 'Hamburger-Cameraria-Projekt' gestartet. Gemeinsam mit dem Biozentrum Klein Flottbek der Universität Hamburg sind über 10 Jahre hinweg neue Abwehrstrategien gegen die Miniermotte gesucht und entwickelt worden.

Im Stadtgebiet kann der Schädling selbstverständlich nicht mit Giften bekämpft werden. Da auch keine vorbeugenden Maßnahmen bekannt sind, bleibt die einzige Bekämpfungsmethode, das abfallende Laub vollständig zu entfernen. Auch mit dieser Methode werden wir den Schädling nicht wieder los, aber der Befallsdruck sinkt deutlich. Weil der Höhepunkt des Mottenbefalls erst spät im Sommer liegt, können die Kastanien bis dahin ausreichend Kraft sammeln, um auch nach mehreren Befallsjahren noch kräftig auszutreiben. Allerdings werden geschwächte Bäume empfindlicher gegen weitere Schädlinge und Krankheiten, weshalb wir den Schädling sehr ernst nehmen müssen.

Ob ein Zusammenhang zu der neuen Komplexerkrankung der Rosskastanien besteht (s. Pseudomonas), ist noch nicht geklärt.

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