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Baumschädlinge Eichenprozessionsspinner

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(Thaumetopoea processionea L.)

Baumkrankheiten und Baumschädlinge

Eichenprozessionsspinner

Seit Mitte der 1990 er Jahre bereitet der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea L.) den Kommunen v. a. in Süddeutschland große Probleme. Seit 2011 ist er aber auch in Hamburg angekommen.

Es handelt sich um einen eher unscheinbaren sommeraktiven Nachtfalter. Seine hell- bis graubraunen Flügel haben eine Spannweite von 2 – 2,5 cm.
Im Mai schlüpfen die Raupen, die bis zur Verpuppung im Sommer 6 Larvenstadien durchlaufen. Ab dem 3. Larvenstadium (Mai/Juni) entwickeln sich auf ihnen mikroskopisch feine Gifthaare. Sie haben Widerhaken, brechen leicht ab und können sich bei trockenem Wetter über weite Strecken verbreiten. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die Raupen auch auf der Unterseite starker Äste, in Astgabelungen, am Stamm und manchmal auch im Kronenbereich Nester zu spinnen, die zur Nahrungsaufnahme nachts in langen, manchmal mehrreihigen Prozessionen (daher auch der Name!) verlassen werden. Morgens kehren die Raupen dann in die Nester zurück.
Ab Juli verpuppen sich die Larven in den Nestern. Nach 5-6 Wochen – im Spätsommer – schlüpfen dann die Falter und legen die Eier im oberen Teil der Krone ab.

Den Befall erkennt man an kahlgefressenen Ästen und an den charakteristischen Tagesnestern im Stammbereich. Hier kann man noch jahrelang die Spinnfäden der Raupen, Raupenkot und Häutungsreste der Insekten finden, auch wenn die Raupen das Nest längst verlassen haben.
Da Eichen ein hohes Regenerationsvermögen besitzen, bleiben selbst bei einem Kahlfraß nur geringe Schäden. Erst bei mehrmaligem Befall in Folge kann es zu Vitalitätseinbußen kommen.

Von weitaus größerer Bedeutung sind die gesundheitlichen Gefahren für den Menschen, die von den giftigen Raupenhaaren ausgehen. Sie enthalten ein Nesselgift (Thaumetopoein), das starke allergische Reaktionen, wie Juckreiz, Hautentzündungen, Nesselsucht und Reizungen der Augen und oberen Atemwege auslösen kann.
Alle Krankheitserscheinungen können von Schwindelgefühl, Fieber und Müdigkeit begleitet werden.

Bei ausgeprägten Beschwerden sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden

Zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners kommen verschiedene Methoden zum Einsatz:

  • der Einsatz von Bioziden, z. B. mit dem Wirkstoff Diflubenzuron
  • eine biologische Bekämpfung durch das Ausbringen von Bacillus Thuringiensis
  • mechanische Verfahren durch Fixieren und Absammeln oder Absaugen der Gespinstnester und der wandernden Raupen

Sie erfolgt sachgerecht ausschließlich durch Fachleute

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