Elterngeld - Einkommensnachweis bei Bezug von Krankengeld, Grundsicherungsleistungen, ALG 1 und 2 und Elterngeld für ein älteres Kind

Dem Antrag auf Elterngeld sind schriftliche Nachweise über die Einkünfte beizufügen. Grundlage ist der Nettobetrag ohne Einmalzahlungen. Für Geburten ab 01.01.2013 : Grundlage ist das steuerpflichtige Bruttoeinkommen...

Dem Antrag auf Elterngeld sind schriftliche Nachweise über die Einkünfte beizufügen. Grundlage ist der Nettobetrag ohne Einmalzahlungen.

Für Geburten ab 01.01.2013:
Grundlage ist das steuerpflichtige Bruttoeinkommen abzüglich Pauschalen für Steuern und Sozialversicherung. Grundlage für den Steuerabzug ist die Steuerklasse, die im Bemessungszeitraum überwiegend vorlag (in der Regel in mindestens 7 Monaten). Das heißt, Grundlage ist nach wie vor der Nettobetrag mit dem Unterschied, dass vom Bruttobetrag nicht die genauen Beträge für Steuern (nach der jeweiligen Steuerklasse) und Sozialversicherungen abgezogen werden, sondern vorgegebene Pauschalen. Die Werbungskostenpauschale von monatlich 83,33 EUR wird darüber hinaus abgezogen.

  1. Schwangerschaftsbedingte Krankheitszeiten mit Einkommensminderung: Bemessungszeitraum verschiebt sich in die Vergangenheit (d.h. entsprechend sind weitere Lohnabrechnungen beizufügen) z.B. Mutter = Arbeitnehmerin, hat 2 Monate Krankengeld bezogen, dann müssen Lohnabrechnungen ab 14 Monate vor der Geburt bzw. Beginn des Mutterschutzes beigelegt werden.
  2. Empfänger von ALG I oder II: Leistungsbescheide.
  3. Rentner: Rentenbescheide.
  4. Bundeswehr: Übergangsgebührnisse und Ausgleichsbezüge nach §§ 11, 11a SVG.
  5. Nachweise über andere Einkünfte: Sonstige Einkommensunterlagen bei derzeitigem Bezug von Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Krankengeld: Lohn- bzw. Gehaltsabrechnungen der 14 Monate vor Bezug des sonstigen Einkommens + Leistungsbescheid für Elterngeld für ein älteres Kind; Mutterschaftsgeld; Krankengeld, bei schwangerschaftsbedingter Krankheit zusätzlich mit ärztlichem Attest.

Wichtige Hinweise

Zu Beachten

Elterngeld ist steuerfrei. Es unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt, wird also zur Ermittlung des anzuwendenden Steuersatzes dem übrigen zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet.

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch