Schwerbehindertenausweis, Erstantrag, Neufeststellung

Liegt eine Behinderung vor, kann man die Feststellung nach dem Schwerbehindertenrecht beantragen. Eine Behinderung ist die Auswirkung einer mehr als sechs Monate bestehenden Gesundheitsstörung, die von einem für das...

Liegt eine Behinderung vor, kann man die Feststellung nach dem Schwerbehindertenrecht beantragen.

Eine Behinderung ist die Auswirkung einer mehr als sechs Monate bestehenden Gesundheitsstörung, die von einem für das Lebensalter typischen körperlichen, geistigen oder seelischen Zustand abweicht. Dabei ist die Ursache der Behinderung nicht von Bedeutung.
Ab einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 hat man Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis.

Das Referat Feststellungen nach dem Schwerbehindertenrecht ist Ansprechpartner für 

  •  die Feststellung des Grades der Behinderung (GdB)
  •  die Feststellung der erforderlichen weiteren gesundheitlichen Merkmale
  •  die Ausstellung des Schwerbehindertenausweises (siehe Link)
  •  die Ausgabe des Beiblattes für die unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr (siehe Link)
Bei Wegzug aus Hamburg benötigen wir eine schriftliche Kurzmitteilung mit der neuen Anschrift. Dann erfolgt eine Abgabe der Akte an das für den neuen Wohnort zuständige Versorgungsamt. Sie erhalten dann hierüber eine Abgabenachricht mit Angabe der Kontaktdaten des neuen Versorgungsamtes

Wichtige Hinweise

Voraussetzungen

  •  Deutsche und EU-Bürger mit Wohnsitz in Hamburg oder
  •  ausländische Antragsteller mit berechtigtem Aufenthalt
  •  Vorliegen einer Behinderung
Personen mit Auslandswohnsitz bei berechtigtem Interesse (z.B. deutscher Arbeitsvertrag, Einkommensteuerpflicht im Inland, Beantragung der Altersrente für schwerbehinderte Menschen). Entsprechende Nachweise sind beizufügen. Hamburg ist als Auslandsversorgungsamt zuständig für Großbritannien inkl. Nordirland, Irland, Malta, Türkei, übriges außereuropäisches Ausland mit Ausnahme des amerikanischen Kontinents.
 

Benötigte Unterlagen

Der Antrag kann schriftlich (per Fax, E-Mail mit eingescannten Antrag und Unterschrift, online oder per Post) eingereicht werden
  •  Ausgefüllter Antrag (siehe Link)
  •  Kopie der im Besitz befindlichen medizinischen Unterlagen (nicht älter als 2 Jahre, das Versorgungsamt fordert ggf. weitere Berichte direkt bei Ärzten oder Krankenhäusern an)
  •  Kopie des Personalausweises/Reisepasses oder
  •  bei ausländischen Antragstellern: Kopie des Nachweises über den berechtigten Aufenthalt in Deutschland

Zu Beachten

Antragsverfahren:
Ein persönliches Erscheinen ist nicht erforderlich!

Der Antrag sollte möglichst vollständig ausgefüllt und unterschrieben sein, das beschleunigt die Bearbeitung. Sobald alle Unterlagen eingegangen sind, gibt der Ärztliche Dienst der Behörde eine Stellungnahme über die Gesundheitsstörungen, den Grad der Behinderung und die Merkzeichen ab. Eine Untersuchung ist nicht regelmäßig erforderlich. Nach Abschluss der Bearbeitung erhält man einen Feststellungsbescheid mit dem Grad der Behinderung.

Grad der Behinderung (GdB):
Der GdB ist ein Maß für die Schwere der gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Eine Feststellung erfolgt zwischen einem GdB von 20 und 100.

GdB 20 bis 40  behinderter Mensch
Wird ein GdB von 20 bis 40 festgestellt, gelten Sie als behinderter Mensch im Sinne des Schwerbehindertenrechts.

Hinweis
Ist bei Ihnen ein GdB von 30 oder 40 festgestellt worden und Sie können infolge Ihrer Behinderung einen geeigneten Arbeitsplatz nicht erlangen oder nicht behalten, kann eine Gleichstellung mit schwerbehinderten Menschen bei der zuständigen Arbeitsagentur beantragt werden (Feststellungsbescheid ist vorzulegen).

GdB ab 50  schwerbehinderter Mensch - Schwerbehindertenausweis
Ab einem GdB von 50 gilt man als schwerbehinderter Mensch und hat Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis.

Fristen

Eine Feststellung erfolgt ab Eingangsdatum des Erstfeststellungsantrages. Ausnahme: Rückwirkende Feststellung (vor Antragsdatum) bei Vorlage eines entsprechenden Einkommenssteuernachweises durch Steuerbescheid oder Gehaltsnachweis.

Ablauf, Dauer & Gebühren

Dauer

Die Bearbeitungsdauer ist unter anderem davon abhängig, wie schnell die behandelnden Ärzte und Krankenhäuser antworten. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit beträgt 4 Monate.

Gebühren

keine

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