Einheitlicher Ansprechpartner Berufsanerkennung, Ärztin/Arzt

Die Ausübung des ärztlichen Berufs ist die Ausübung der Heilkunde unter der Berufsbezeichnung 'Arzt' oder 'Ärztin'. Nach § 2 der Bundesärzteordnung (BÄO), bedarf derjenige, der im Geltungsbereich dieses...

Die Ausübung des ärztlichen Berufs ist die Ausübung der Heilkunde unter der Berufsbezeichnung 'Arzt' oder 'Ärztin'.
Nach § 2 der Bundesärzteordnung (BÄO), bedarf derjenige, der im Geltungsbereich dieses Gesetzes den ärztlichen Beruf ausüben will, der Approbation als Arzt.

Eine vorübergehende oder eine auf bestimmte Tätigkeiten beschränkte Ausübung des ärztlichen Berufs im Geltungsbereich dieses Gesetzes ist auch aufgrund einer Erlaubnis nach § 10 BÄO zulässig.

Wichtige Hinweise

Voraussetzungen

Ausbildung innerhalb der EU
In der Regel ist bei Antragstellern, die die Ausbildung innerhalb der EU abgeschlossen haben, eine automatische Anerkennung möglich, sofern der Nachweis über die Berechtigung zur uneingeschränkten Ausübung des ärztlichen Berufes im Heimatland, ausgestellt von den dort zuständigen Behörden (z.B. Diplom) gem. Anhang V Nr. 5.1.1 der Richtlinie 2005/36/EG Ausbildungsnachweise für die ärztliche Grundausbildung vorgelegt wird.

Ausbildung außerhalb der EU
Geprüft wird, ob eine Gleichwertigkeit zwischen der vorgelegten ausländischen Ausbildung und der hiesigen Ausbildung anerkannt werden kann. Hierfür ist die Vorlage der weiter unten aufgeführten Dokumente notwendig. Diese müssen ggf. in beglaubigter Kopie und übersetzt eingereicht werden. Sodann erfolgt ein inhaltlicher Abgleich der vorgelegten Ausbildung mit der Hamburgischen Ausbildung. Sofern dieser wesentliche Unterschiede bzw. Defizite zum Ergebnis hat, bedarf es einer Kenntnisprüfung vor der Ärztekammer, andernfalls wird die Gleichwertigkeit anerkannt.

Für die Prüfung der Gleichwertigkeit sowie die Bearbeitung eines Antrages auf Erteilung der Approbation sind, siehe 'Unterlagen' (im Original, bzw. beglaubigter Kopie und ggf. übersetzt)

Benötigte Unterlagen

1. Antrag mit Erklärung über anhängige Straf- und Ermittlungsverfahren
2. Kurzer, lückenloser Lebenslauf mit Datum und Unterschrift (incl. einer Aufstellung über den beruflichen Werdegang)
3. Geburtsurkunde,
bei Verheirateten auch die Heiratsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienbuch
4. Identitätsnachweis
bspw. Personalausweis, Reisepass, Reiseausweis
5. Amtliches Führungszeugnis der Belegart 0(erst auf Anforderung, darf bei Approbationserteilung nicht älter als drei Monate sein)
6. Ärztliche Bescheinigung(erst auf Anforderung, darf bei Approbationserteilung nicht älter als drei Monate sein)
7. Ausbildungsnachweis(e)
Nachweis über die Berechtigung zur uneingeschränkten Ausübung des ärztlichen Berufes im Heimatland, ausgestellt von den dort zuständigen Behörden (z.B. Diplom).
8. Fächer- und Stundenübersicht(pro Semester)
der die tatsächlich gelehrten Fächer und Stunden sowie die Stunden der abgeleisteten praktischen Ausbildung (z.B. Internatur, Internship, Ordinatur) und die Inhalte der staatlichen Abschlussprüfung zu entnehmen sind. (Nur bei Ausbildung außerhalb der EU erforderlich.)
9. Berufszulassungsurkunden(sofern zutreffend)
anderer Staaten (weltweit). (nur bei Ausbildung außerhalb der EU erforderlich)
10. Bisher erteilte Berufserlaubnisse(sofern zutreffend).
in der Bundesrepublik Deutschland, ggf. Nachweis über die erfolgreich abgelegte Eignungs-/ Kenntnisprüfung. (Nur bei Ausbildung außerhalb der EU erforderlich.)
11. Certificate of Current Professional Status / Certificate of Good Standing der zuständigen Behörde/n des Landes/der Länder, in dem/denen zuletzt Tätigkeiten als Ärztin/Arzt ausgeübt wurden.
12. Nachweis über Deutschkenntnisse(nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen  des Europarates GER)

  • Nachweis über Deutschkenntnisse (bestandene Prüfung auf dem Niveau B2 oder Nachweis über Entbehrlichkeit (Muttersprache, Ausbildung auf Deutsch, 10 Jahre Deutsche Schulbildung)
  • Fachsprachprüfung: Nachweis über die bestandene Fachsprachprüfung auf dem Niveau GER – C1 (spätestens bis zur Approbationserteilung) oder Nachweis über Entbehrlichkeit (s.o.)

13. Stellennachweis / Absichtserklärung
14. Nachweis über die bisherige Berufstätigkeit
(nur bei Ausbildung außerhalb der EU erforderlich)
15. Nachweis über Fachweiterbildung(nur bei Ausbildung außerhalb der EU erforderlich)

Zu Beachten

Ausländische Bescheinigungen sind mit beglaubigten Übersetzungen von staatlich vereidigten Übersetzern vorzulegen. Für Ausbildungen, die außerhalb der EU, EWR oder Schweiz absolviert wurden, müssen amtliche Urkunden durch eine Apostille oder Legalisation bestätigt sein. Information hierzu unter: http:/www.konsularinfo.diplo.de“

Fristen

§ 2 Abs. 2 S. 8 BÄO: Vier Monate zur Feststellung wesentlicher Unterschiede und Anordnung der Kenntnisprüfung ab Vollständigkeit der Unterlagen

Ablauf, Dauer & Gebühren

Verfahrensablauf

Wenn der Beruf in Hamburg ausgeübt werden soll, ist das Landesprüfungsamt für Heilberufe der Sozialbehörde Hamburg zuständig für die Erteilung von Approbationen, Berufserlaubnissen und die berufsspezifische Beratung hinsichtlich der Anerkennung des Berufsabschlusses. Die Verfahren werden mit Antragstellung eingeleitet.

Dauer

Die Dauer des Verfahrens ist einzelfallbezogen. In der Regel ist bei Antragstellern mit Ausbildung in sogenannten Drittländern ein Auskunftsersuchen bei der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) in Bonn erforderlich.

Gebühren

Es fallen Gebühren für die Erteilung der Approbation von mindestens 130 Euro (Ausbildung innerhalb der EU) bzw. 360 Euro (Ausbildungen außerhalb der EU) an. Zusätzlich entstehen ggf. Kosten für z.B. Ausdrucke, die Feststellung der Gleichwertigkeit, die Erteilung einer Berufserlaubnis, Fachsprachenprüfung, Gutachten und/oder Kenntnisprüfung.

Rechtliche Hinweise

Rechtsbehelf

Widerspruch / Klage

Rechtsgrundlage

Approbationsordnung für Ärzte

Bundesärzteordnung

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