Einheitlicher Ansprechpartner Berufsanerkennung, Zahnärztin/Zahnarzt

Nach § 1 des Gesetzes über die Ausübung der Zahnheilkunde (ZHG) bedarf derjenige, der im Geltungsbereich dieses Gesetzes die Zahnheilkunde dauernd ausüben will, einer Approbation als Zahnarzt nach Maßgabe...

Nach § 1 des Gesetzes über die Ausübung der Zahnheilkunde (ZHG) bedarf derjenige, der im Geltungsbereich dieses Gesetzes die Zahnheilkunde dauernd ausüben will, einer Approbation als Zahnarzt nach Maßgabe dieses Gesetzes. Die Approbation berechtigt zur Führung der Bezeichnung als 'Zahnarzt' oder 'Zahnärztin'. Die vorübergehende Ausübung der Zahnheilkunde bedarf einer jederzeit widerruflichen Erlaubnis nach § 13 ZHG.

Wichtige Hinweise

Voraussetzungen

Ausbildung innerhalb der EU
In der Regel ist bei Antragstellern, die die Ausbildung innerhalb der EU abgeschlossen haben, eine automatische Anerkennung möglich, sofern der Nachweis über die Berechtigung zur uneingeschränkten Ausübung des zahnärztlichen Berufes im Heimatland, ausgestellt von den dort zuständigen Behörden (z.B. Diplom) gem. Anhang V Nr. 5.3.2 der Richtlinie 2005/36/EG Ausbildungsnachweise des Zahnarztes (Grundausbildung)vorgelegt wird.

Ausbildung außerhalb der EU
Geprüft wird, ob eine Gleichwertigkeit zwischen der vorgelegten ausländischen Ausbildung und der hiesigen Ausbildung anerkannt werden kann. Hierfür ist die Vorlage der weiter unten aufgeführten Dokumente notwendig. Diese müssen ggf. in beglaubigter Kopie  und übersetzt eingereicht werden. Sodann erfolgt ein inhaltlicher Abgleich der vorgelegten Ausbildung mit der Hamburgischen Ausbildung. Sofern dieser wesentliche Unterschiede bzw. Defizite zum Ergebnis hat, bedarf es einer Kenntnisprüfung vor der Zahnärztekammer, andernfalls wird die Gleichwertigkeit anerkannt.

Für die Prüfung der Gleichwertigkeit sowie die Bearbeitung eines Antrages auf Erteilung der Approbation, siehe 'Unterlagen' (im Original, bzw. beglaubigter Kopie und ggf. übersetzt)

Benötigte Unterlagen

1. Antrag mit Erklärung über anhängige Straf- und Ermittlungsverfahren
2. Kurzer, lückenloser Lebenslauf mit Datum und Unterschrift (incl. einer Aufstellung über den beruflichen Werdegang)
3. Geburtsurkunde,
bei Verheirateten auch die Heiratsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienbuch
4. Identitätsnachweis
bspw. Personalausweis, Reisepass, Reiseausweis
5. Amtliches Führungszeugnis der Belegart 0 (erst auf Anforderung, darf bei Approbationserteilung nicht älter als drei Monate sein)
6. Ärztliche Bescheinigung (erst auf Anforderung, darf bei Approbationserteilung nicht älter als drei Monate sein)
7. Ausbildungsnachweis(e)
Nachweis über die Berechtigung zur uneingeschränkten Ausübung des zahnärztlichen Berufes im Heimatland, ausgestellt von den dort zuständigen Behörden (z.B. Diplom).
8. Fächer- und Stundenübersicht (pro Semester)
der die tatsächlich gelehrten Fächer und Stunden sowie die Stunden der abgeleisteten praktischen Ausbildung (z.B. Internatur, Internship, Ordinatur) und die Inhalte der staatlichen Abschlussprüfung zu entnehmen sind. (Nur bei Ausbildung außerhalb der EU erforderlich.)
9. Berufszulassungsurkunden (sofern zutreffend)
anderer Staaten (weltweit). (Nur bei Ausbildung außerhalb der EU erforderlich.)
10. Certificate of Current Professional Status / Certificate of Good Standing
der zuständigen Behörde/n des Landes/der Länder, in dem/denen zuletzt Tätigkeiten als Zahnärztin/Zahnarzt ausgeübt wurden.
11. Nachweis über Deutschkenntnisse (nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen des Europarates GER)
- allgemein: Nachweis durch Vorlage eines Zertifikates über eine bestandene Prüfung auf dem Niveau B2, oder alternativ durch persönliche Vorsprache
- Fachsprache: Nachweis durch eine bei der Ärztekammer Hamburg abzulegende Fachsprachenprüfung auf dem Niveau C 1 (spätestens bis zur Approbationserteilung).
12. Stellennachweis / Absichtserklärung
13. Bisher erteilte Berufstätigkeiten (nur bei Ausbildung außerhalb der EU erforderlich)
14. Nachweis über die bisherigen Berufstätigkeiten (nur bei Ausbildung außerhalb der EU erforderlich)
15. Nachweis über Fachweiterbildung (nur bei Ausbildung außerhalb der EU erforderlich)

Zu Beachten

Ausländische Bescheinigungen sind mit beglaubigten Übersetzungen von staatlich vereidigten Übersetzern vorzulegen. Für Ausbildungen, die außerhalb der EU, EWR oder Schweiz absolviert wurden, müssen amtliche Urkunden durch eine Apostille oder Legalisation bestätigt sein. Information hierzu unter: http:/www.konsularinfo.diplo.de

Ablauf, Dauer & Gebühren

Dauer

Die Dauer des Verfahrens ist einzelfallbezogen. In der Regel ist bei Antragstellern mit Ausbildung in sogenannten Drittländern ein Auskunftsersuchen bei der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) in Bonn erforderlich.

Gebühren

Es fallen Gebühren für die Erteilung der Approbation von mindestens 130 Euro (Ausbildung innerhalb der EU) bzw. 360 Euro (Ausbildungen außerhalb der EU) an. Zusätzlich entstehen ggf. Kosten für z.B. Ausdrucke, die Feststellung der Gleichwertigkeit, die Erteilung einer Berufserlaubnis, Fachsprachenprüfung, Gutachten und/oder Kenntnisprüfung.

Rechtliche Hinweise

Rechtsgrundlage

Approbationsordnung für Zahnärzte

Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde

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