Behörde für Justiz und Verbraucherschutz

Erlaubnis zum nichtgewerbsmäßigen Erwerb nach Sprengstoffrecht beantragen

Sie möchten als Privatperson mit explosionsgefährlichen Stoffen wie z.B. Schwarzpulver, Nitrozellulosepulver oder Feuerwerkskörpern umgehen. Dann müssen Sie das Sprengstoffgesetz (SprengG) beachten und brauchen eine behördliche...

Sie möchten als Privatperson mit explosionsgefährlichen Stoffen wie z.B. Schwarzpulver, Nitrozellulosepulver oder Feuerwerkskörpern umgehen. Dann müssen Sie das Sprengstoffgesetz (SprengG) beachten und brauchen eine behördliche Erlaubnis.

Wichtige Hinweise

Voraussetzungen

Um eine Erlaubnis zum nicht gewerblichen Erwerb und Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen zu erhalten, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen: 

  • Sie müssen das 21. Lebensjahr vollendet haben. 
  • Sie müssen über eine Fachkunde verfügen. Die Fachkunde wird durch ein Zeugnis nachgewiesen, welches die erfolgreiche Teilnahme an einem staatlichen oder staatlich anerkannten Lehrgang bescheinigt.
  • Sie müssen zuverlässig sein. Die erforderliche Zuverlässigkeit ist normalerweise gegeben, wenn Sie sich bisher gesetzestreu verhalten haben und nicht vorbestraft sind. 
  • Sie müssen persönlich geeignet sein. Persönlich geeignet sind Sie, wenn bei Ihnen keine Einschränkungen z.B. in der psychischen- und körperlichen Gesundheit oder durch Drogen- oder Alkoholabhängigkeit vorliegen. 
  • Sie müssen ein Bedürfnis nachweisen können.
  • Sie müssen über geeignete Räume oder Lagerstätten zur zur Aufbewahrung verfügen

Benötigte Unterlagen

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Fachkundenachweis oder nachgewiesene fachkundige Person (Befähigungsscheininhaber)
  • Nachweis des Bedürfnisses (entfällt bei Erlaubnis zum Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen)
  • Nachweis einer Haftpflichtversicherung beim Umgang mit Feuerwerkskörpern der Kategorien F3 und F4
  • Beschreibung der beabsichtigten Aufbewahrung (z.B. technische Dokumentation, Fotonachweise, Lagerplan) 
  • Für die Überprüfung der Zuverlässigkeit von Personen aus dem Ausland: Sie benötigen eine Bescheinigung in beglaubigter Übersetzung der zuständigen Justiz- oder Verwaltungsbehörde Ihres Heimat- oder Herkunftslandes über bestimmte Tatsachen, die für die Beurteilung Ihrer Zuverlässigkeit erheblich sind (z.B. Strafregisterauszug).

Zu Beachten

keine

Fristen

Fristen für Nachreichungen/Rückmeldungen werden von der zuständigen Behörde festgelegt.

Ablauf, Dauer & Gebühren

Verfahrensablauf

  • Sie füllen das betreffende Antragsformular vollständig aus oder den Antrag online stellen und senden es dem Amt für Arbeitsschutz -Sachgebiet Sprengstoff einschließlich der im Antrag aufgeführten Unterlagen zu.
  • Sind erforderliche Unterlagen bzw. Informationen für die Bearbeitung unvollständig, werden Sie von der Sachbearbeitung kontaktiert. 
  • Sind die Voraussetzungen für die Erteilung einer Erlaubnis erfüllt bzw. nicht erfüllt, erhalten Sie eine Erlaubnis- bzw. Ablehnungsbescheid. 
  • Der Bescheid wird Ihnen per E-Mail oder auf dem Postweg zugesandt.
  • Der Gebührenbescheid wird Ihnen in der Regel später zugestellt.
  • Nach Vorliegen der Erlaubnis dürfen Sie erst mit explosionsgefährlichen Stoffen umgehen oder mit diesen verkehren.

Dauer

In der Regel 4 Wochen.

Gebühren

Die Erteilung bzw. Ablehnung einer Erlaubnis ist gebührenpflichtig. Die Gebühren werden nach Zeitaufwand gemäß § 2 der Gebührenordnung berechnet.

Rechtliche Hinweise

Beschreibung der Leistung

Wer im nichtgewerblichen, also im privaten Bereich mit explosionsgefährlichen Stoffen umgehen will, benötigt hierzu eine Erlaubnis § 27 SprengG (umgangssprachlich auch Pulverschein, Böllerschein oder Feuerwerkerschein genannt). 
Die Erlaubnis kann mit Auflagen verbunden werden, soweit diese zur Verhütung von Gefahren, Benachteiligungen oder Belästigungen für Dritte erforderlich ist.
Sie können bei der zuständigen Behörde -in Hamburg beim Amt für Arbeitsschutz- die Erlaubnis beantragen.
 

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Adresse und Kontakt

Adresse

Behörde für Justiz und Verbraucherschutz
Sprengstoff
Billstraße 80 20539 Hamburg

Telefonnummer

+49 40 42837-2112

Öffnungszeiten

Mo-Mi 10-13, Do 10-13, 14-16, Fr 10-13 Uhr, nur telefonische Beratung

Infos zur Einrichtung

Öffentliche Verkehrsanbindung

S2 Rothenburgsort, Busse 120/122/124/130/160/224/530 Rothenburgsort

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