Bezirk Bergedorf

Gebietsentwicklung Lohbrügge-Nord

Lohbrügge-Nord

Im Rahmen der Programme „soziale Stadtteilentwicklung“ und „aktive Stadtteilentwicklung“ hat das Bezirksamt Bergedorf im Jahr 2000 die Lawaetz-Stiftung beauftragt, im Quartier-Lohbrügge-Nord einen Entwicklungsprozess einzuleiten. Nach 8-jähriger Laufzeit ist der aktive Entwicklungsprozess seit 2008 abgeschlossen.

Während der gesamten Laufzeit arbeitete kontinuierlich ein aktiver Stadtteilbeirat, der sich aus Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ort sowie aus Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlich im Quartier tätigen Akteure zusammensetzte. Aus dem Stadtteilbeirat wurden Initiativen entwickelt und Kleinprojekte unterstützt, die den Stadtteil lebendiger machten und die Nachbarschaft förderten. Darüber hinaus war immer das Ziel verfolgt worden, Möglichkeiten der Begegnung zu schaffen und Menschen mit unterschiedlicher Herkunft zusammen zu führen und gesellschaftlich zu integrieren.

Die Bewohnerschaft Lohbrügges zeichnet sich durch eine hohe Kontinuität aus. Die überwiegende Zahl der Menschen lebt gern in diesem Stadtteil. Lohbrügge-Nord war nie sogenannter „verwahrloster Stadtteil“. Doch auch Lohbrügge war in die Jahre gekommen. Entstanden war der Stadtteil in den 60er Jahren und nun mussten nach 40 Jahren notwendige Infrastrukturmaßnahmen erfolgen, Einkaufsmöglichkeiten verbessert und bauliche Sanierungsmaßnahmen in mehreren Straßenzügen erfolgen. Als besondere Schlüsselprojekte sind zu nennen:

  • Der Bau eines des neuen Jugendclubs Clippo und damit ein wohnortnahes freizeitpädagogisches Angebot für Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil.
  • Der Saalanbau an das Stadtteilkulturzentrum „LoLa“. Damit wurde möglich, dass nun größere Veranstaltungen mit Künstlern oder Tanzveranstaltungen durchgeführt werden konnten und sich das Kulturzentrum für weitere Bevölkerungsgruppen öffnete.
  • Der Bau des Vereins- und Freizeitheims des VfL Lohbrügge, der durch seine interkulturelle Jugendfußballmannschaft eine wichtige Integrationsleistung im Stadtteil erbringt.
  • Die Sanierung der Zeilenbauten der Wohnungsbaugesellschaft SAGA/GWG an der Mendelstraße, Grandkoppel und der Hochhäuser an der Korachstraße.
  • Der Ausbau und die Modernisierung vieler Schulhöfe, die den Schulkindern aus dem Stadtteil sowohl in den Pausen als auch an den freien Nachmittagen ansprechende Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten bietet.

In den acht Jahren sind nicht alle Probleme gelöst worden. Doch der Entwicklungsprozess hat einen positiven Impuls gesetzt, eine große Zahl von Bürgern aktiviert und zu einer besseren Lebens- und Wohnqualität im Stadtteil beigetragen. Um diesen positiven Prozess nicht abbrechen zu lassen, hat das Bezirksamt Bergedorf einen sogenannten Nachsorgeprozess organisiert. Mit finanzieller und praktischer Unterstützung der in Lohbrügge vertretenen Wohnungsbaugesellschaften wird seit 2008 ein gemeinsamer internet-Auftritt Lohbrügges gepflegt, für Lohbrügge als Wohnstandort mit attraktiven Infrastrukturangeboten, guter Verkehrsanbindung und schönen Naherholungsangeboten geworben. Kontinuität bewahrte auch der Stadtteilbeirat und seine Initiativen für Kleinprojekte. 

Rückfragen an:
Fachamt Sozialraummanagement, Tel. (040) 428 91 2530

Links

www.lohbruegge.de
www.sozialestadt.de