Bezirk Bergedorf

Zukunftsperspektiven Stadtwerkstatt Moorfleet

Das Bezirksamt wird im Zeitraum Mai 2019 bis März 2020 unter Einbeziehung der örtlichen Bevölkerung vier Stadtwerkstätten für den Stadtteil Moorfleet nördlich der A1 durchführen, um zukünftige Entwicklungsperspektiven zu erarbeiten.

Stadtwerkstatt Moorfleet

Moorfleet ist der westlichste Stadtteil des Bezirkes Bergedorf und Teil der Kulturlandschaft Vier- und Marschlande. Gleichzeitig liegt Moorfleet nur etwa 5 Kilometer vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt und ist umgeben von Gewerbe- und Industriegebieten sowie vielbefahrenen Verkehrstrassen.

Vor dem Hintergrund dieser städtebaulich besonderen Lage und eines gewissen Spannungsverhältnisses zwischen den Bereichen Wohnen, Gewerbe und Freiraumgestaltung, ist die Bevölkerung von Moorfleet an das Bezirksamt und die Politik herangetreten, um eine zukunftsfähige Entwicklung des Stadtteils anzustoßen.

Bereits 2015 wurden daher städtebauliche Voruntersuchungen eingeleitet, die in Moorfleet besondere Herausforderungen hinsichtlich der Erschließungssituation und Umweltbelastungen, aber auch vielfältige Potenziale ermittelt haben. Im Januar 2019 hat der Stadtentwicklungsausschuss die Durchführung einer Stadtwerkstatt beschlossen, in deren Rahmen Entwicklungsperspektiven für Moorfleet unter Einbindung der lokalen Bevölkerung und Institutionen erarbeitet werden sollen.

Der mehrstufige Beteiligungsprozess gliedert sich in insgesamt 4 Veranstaltungen:

Stadtwerkstatt 1 (Auftakt)

02. Mai 2019

Stadtwerkstatt 2

August 2019

Stadtwerkstatt 3

Herbst 2019

Stadtwerkstatt 4 (Abschluss)

Frühjahr 2020

Unter Beteiligung von den Fachplanern Frau Schwirzer (Landschaftsplanungsbüro EGL) und Herrn Stein-Schomburg (Stadtplanungsbüro WRS) sowie des Moderators Herrn Wilken (Kontor 21) wurde am 2. Mai 2019 die öffentliche Auftaktveranstaltung durchgeführt, zu der rund 250 Moorfleeter Bürger und Interessierte in der St. Nikolaikirche Moorfleet erschienen waren. Die Veranstaltung wurde mit Vorträgen zur gesamtstädtischen, zur bezirklichen und zur planerischen Sicht auf Moorfleet eingeleitet. Im Anschluss konnten die anwesenden Bürger dazu Stellung nehmen und Fragen stellen. Von Bedeutung war insbesondere das Thema einer gewerblichen Nutzung von Teilen der Moorfleeter Wanne, aber auch die Entwicklung des Holzhafens, der auf Wunsch der Bevölkerung nun in die weiteren Planungen ebenfalls miteinbezogen wird. Nachdem die gestellten Fragen durch Planer und Behördenvertreter beantwortet wurden, hatten die Anwesenden die Möglichkeit, an sechs Pinnwänden schriftlich zu den Themen Wohnen, Gewerbe, Grün und Erholung, Landwirtschaft und Gartenbau, Verkehr und Erschließung sowie sonstigen Themen Stellung zu nehmen.

Im weiteren Verlauf des Prozesses ist vorgesehen, die Stadtwerkstätten zwei und drei in einem kleineren Kreis durchzuführen, um einzelne Themen im Detail besprechen zu können. Dabei werden Vertreter der Moorfleeter Vereine und Institutionen, der Nutzungen Gewerbe, Gartenbau und Landwirtschaft sowie Anwohner mit den Planern und Vertreter der Verwaltung und Politik zusammenkommen und gemeinsam diskutieren. Die letzte Veranstaltung wird wieder vollständig öffentlich sein. Dort werden die Ergebnisse der anderen Stadtwerkstätten sowie erste Entwürfe vorgestellt und im großen Kreis diskutiert. Das Planungs- und Moderationsteam wird den gesamten Prozess begleiten und auf Basis der Stadtwerkstätten einen Masterplan für Moorfleet entwerfen, der im weiteren Verlauf in die verbindliche Bauleitplanung einfließen soll.

Verschiebung der 2. Stadtwerkstatt

das Bezirksamt hatte ursprünglich für den 18. Juni zur zweiten Veranstaltung der Stadtwerkstatt Moorfleet in das Pastorat der St. Nikolai Kirche Moorfleet eingeladen. Anlässlich einer Zusammenkunft der Hamburger Behörden am 28. Mai hat sich allerdings herausgestellt, dass zum Umgang mit der eigentlichen Moorfleeter Wanne und damit auch mit einer möglichen gewerblichen Entwicklung unterschiedliche Vorstellungen existieren. Alle beteiligten Behörden hielten es für unabdingbar, mit einer abgestimmten Haltung in die Stadtwerkstätten zu gehen, damit die Position der Stadt Hamburg für die Moorfleeter Bevölkerung klar erkennbar wird. Es wurde daher vereinbart, vor der nächsten Stadtwerkstatt einen Klärungsprozess der beteiligten Behörden durchzuführen.

Aus diesem Grund hat das Bezirksamt die für den 18. Juni geplante Stadtwerkstatt abgesagt bzw. verschoben. Uns ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen und wir hoffen auf Ihr Verständnis, dass wir vor diesem Hintergrund eine Stadtwerkstatt vor der Sommerpause für nicht zielführend halten. An dem insgesamt geplanten Ablauf sind ansonsten keine Änderungen vorgesehen. Sobald die notwendige Klärung herbeigeführt wurde, wird das Bezirksamt erneut zu der Stadtwerkstatt einladen. Voraussichtlich wird die zweite Stadtwerkstatt in der zweiten Augusthälfte stattfinden.

Sollten Sie weitere Anregungen zur Stadtwerkstatt Moorfleet haben, können Sie diese dem Bezirksamt und dem Planungsteam über die E-Mailadresse stadtwerkstatt-moorfleet@bergedorf.hamburg.de zukommen lassen.

Zu unserem Bedauern konnte die Bereitstellung der unter Downloads zur Verfügung gestellten Dokumente, aus rechtlichen Gründen leider erst mit einer gewissen Verzögerung erfolgen.

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