Bezirk Bergedorf

Eigen bleiben, offen sein, weiter gehen Entwicklungskonzept Bergedorf

Gemeinsam Leitplanken für Bergedorfs Zukunft setzen. 

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Entwicklungskonzept Bergedorf

Wie wollen wir in Bergedorf in Zukunft leben? Unter dem Motto „Eigen bleiben, offen sein, weiter gehen“  machen sich Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung gemeinsam auf den Weg, diese Frage zu beantworten.

Eigen bleiben meint hier nicht abgeschottet sein, sondern das Gute, die eigene Identität zu bewahren. Bergedorf ist Teil Hamburgs und doch eigen, im besten Sinne des Wortes. Offen zu sein steht hierzu nicht im Widerspruch. Im Gegenteil: wer weiß wo er steht und was ihn ausmacht, kann von Neuem profitieren und gewinnt, wenn er es willkommen heißt und es sich vielleicht zu eigen macht. Mit dem Entwicklungskonzept möchte sich das Bezirksamt gemeinsam mit Politik, Fachöffentlichkeit und Stadtgesellschaft auf den Weg machen, einen guten Platz für Bergedorf im wachsenden Hamburg zu finden. Einen Ort mit eigener Identität, der ebenso Teil der Metropole ist und an dem Menschen gerne leben.

Wohnbebauung, Verkehrsentwicklung, soziale Infrastruktur und Orte der Arbeit sind nur einige der brennenden Themen, die hierfür bewegt werden müssen. Dies bedarf ganzheitlicher Strategien und kann nur eine Gemeinschaftsaufgabe sein. Wie bewegen wir uns in Zukunft fort? Welcher Arbeit gehen wir nach? Was hat Schule mit Nachbarschaft zu tun? Wie können Stadt und Land noch besser voneinander profitieren?  All diese Fragen können nicht aus einzelnen Fachdisziplinen heraus beantwortet werden.

Ziel des Entwicklungskonzeptes ist es, gemeinsam Leitplanken für Bergedorfs Zukunft zu setzen. Dazu zählen Werte und Maßstäbe ebenso wie die Priorisierung von Themen und Projekten. Das Entwicklungskonzept dient als übergeordnetes Navigationssystem, das Erfahrungen, Projekte und Positionen aus Wirtschaft, Sozialem, Kultur, Stadtentwicklung, Verkehrsplanung und Zivilgesellschaft miteinander verknüpft. Am Ende des eineinhalb jährigen Prozesses soll mit dem finalen Entwicklungskonzept ein Leitbild stehen, das als Kompass für Entscheidungen in Politik und Verwaltung dienen soll.

Das Entwicklungskonzept wird den gesamten Prozess über von den Planungsbüros Urban Catalyst und yellow z begleitet, die über eine große Erfahrung mit der Umsetzung solcher integrierten Planungs- und Beteiligungsprozesse verfügen. 

Prozess


vergrößern EKB (Bild: ©Urban Catalyst) ​​​​​​​In der Auftaktveranstaltung am 22.08.2018 wurde über den Prozess, seine Etappen, Mitwirkungsmöglichkeiten und Ziele informiert. In vier Gesprächsrunden mit Fachexperten und den Teilnehmenden der Veranstaltung startete die inhaltliche Debatte über wichtige Themen für Bergedorfs Zukunftsentwicklung: Gemeinschaftliches Bergedorf, Produktives Bergedorf, Stadt/Land Bergedorf und Wachsendes Bergedorf.

Das Entwicklungskonzept ist ein dynamischer Prozess – Inhalte, Beteiligungsformate und Ergebnisse entstehen fortlaufend im Zusammenspiel zwischen Dialog und fachlicher Expertise. Nähere Informationen zu den unterschiedlichen Formaten sowie Termine folgen in Kürze.

Stimmen zum Entwicklungskonzept


Marko Lohmann, Vorstand Gemeinnützige Baugenossenschaft Bergedorf-Bille EG:
„Die Bedarfe und Ansprüche der Menschen ändern sich laufend. Daher müssen sich die Quartiere ständig daran anpassen – mit Rücksicht auf Neues und Altes gleichermaßen und die unterschiedlichen Aspekte, die unsere Quartiere lebenswerter machen. Gut, dass diese Themen nun fundiert und aus den verschiedenen Perspektiven für Bergedorfs Zukunft diskutiert werden.“

Morlen Gohl, Vertrauensperson der Bürgerinitiative „Bergedorf stellt alles in den Schatten – für ein lebenswertes Stuhlrohrquartier“:
„Ich freue mich, bei der Auftaktveranstaltung des Entwicklungskonzepts Bergedorf dabei und somit von Anfang an in den Prozess eingebunden zu sein. So erhalte ich die Möglichkeit „meinen“ Stadtteil aktiv mitzugestalten. Ich bin gespannt auf das Ergebnis.“

Werner Omniczynski, Vorsitzender der Bezirksversammlung Bergedorf:
„Chancen und Risiken der Entwicklung in unterschiedlichen Bereichen zusammen betrachten und Antworten und Lösungen finden, die zusammen passen und die für die Bergedorferinnen und Bergedorf akzeptabel und vorteilhaft sind - das wollen wir mit der Arbeit am Bergedorfer Entwicklungskonzept erreichen.“

Birgit Detig, Geschäftsführerin der Hamburg Invest Entwicklungsgesellschaft:
„In Bergedorf wird Zukunft gemacht. Windenergie, 3D-Druck oder Energiespeicherung sind nur einige der technologischen Kompetenzen, die die wirtschaftliche Entwicklung künftig bestimmen werden. Durch diese wissensbasierte Wertschöpfung werden in Bergedorf neue, attraktive und sichere Arbeitsplätze entstehen“.

Andreas Kröger, Präsident der Landwirtschaftskammer Hamburg:
“Blumen sind das Lächeln der Erde. - Die Vier- und Marschlande würden, ohne die Erdfläche zum kultivieren der Blumen, weit mehr als das Lächeln verlieren.“

Norbert Schneide, Geschäftsführer Schneide Massivhaus GmbH & Co. KG:
„Ein fundiertes Entwicklungskonzept für Bergedorf und die Vier- und Marschlande fördert die Attraktivität und zugleich die Weiterentwicklung als aufstrebenden Bezirk in Hamburg“

Andreas Kalkowski, Direktion Landesverein für Innere Mission in Schleswig-Holstein, Pastor:
„Ein wachsendes Bergedorf macht neue Formen von Gemeinschaft möglich. Das konnte ich über etliche Jahre im damals neu gegründeten Stadtteil Neuallermöhe West erleben. Viele Menschen haben sich, ihre Ideen und Gaben eingebacht in den neuen Sozialraum. Und sie tun es weiter.“

Uwe Czaplenski, Dezernent Wirtschaft, Bauen und Umwelt, Bezirksamt Bergedorf:
„Eine gemeinsame Entwicklungsplanung ist ein Erfolgsrezept für eine qualitätsvolle regionale Entwicklung. Mit einem Verzicht hierauf würden wir eine große Erfolgschance vergeben.“

Christian Hamburg, Bezirkshandwerksmeister, Handwerkskammer Hamburg - Bezirk Bergedorf:
„Das Bergedorfer Handwerk hat sich mit seiner Flexibilität und Vielfalt über Generationen als größter Arbeitgeber und Ausbilder sowie als Stabilisator der örtlichen Wirtschaft behauptet. Doch das Handwerk benötigt auch am Rande der Großstadt Entwicklungskonzepte, durch die es in der Lage ist, weiterhin für substanzielle Werte, Qualität, Nachhaltigkeit und regionale Verbundenheit zu stehen!“

Alper Dogan, Vorsitzender Alevitisches Kulturzentrum Bergedorf:
"Man sollte in allem was man tut, stets der Wegbereiter sein und sich nicht scheuen den ersten Schritt zu wagen."

Achim Georg, Georg Consulting,  Immobilienwirtschaft | Regionalökonomie:
„Ich sehe große Chancen für Bergedorf, sich zu einem attraktiven Technologiestandort innerhalb Hamburgs zu entwickeln. Bergedorf hat die Flächen und Inkubatoren hierfür. Die Impulswirkung des Innovationsparks Bergedorf dürften sogar weit über Hamburg hinausstrahlen.“

Arne Dornquast, Bezirksamtsleiter Bergedorf:
„Leitlinien entfalten erst dann eine spürbare Wirkung, wenn sie in den Alltag übersetzt werden. Dies geschieht wiederum nur, wenn Sie mitgetragen werden. Und zwar von denjenigen, die Entscheidungen treffen, von denjenigen die diese Entscheidungen umsetzen und denjenigen, die das Ganze mit Leben füllen sollen. Das Entwicklungskonzept Bergedorf lebt von den unterschiedlichen Blickwinkeln von Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft und kann nur eine Gemeinschaftsaufgabe sein. In diesem Sinne freue ich mich auf eine große und rege Beteiligung und hoffe, dass es uns gemeinsam gelingt eigen zu bleiben, offen zu sein und weiterzugehen.“