Ein historisches Gebäude in roter Farbe.
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Aufstellungsbeschluss Städtebauliche Erhaltungsverordnung Gojenberg

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Um die städtebauliche Gestalt und Eigenart des Gojenbergsviertels zu erhalten und zu schützen, soll eine städtebauliche Erhaltungsverordnung gemäß § 172 Abs. 1 Nr. 1 Baugesetzbuch (BauGB) erlassen werden. Ein entsprechender Aufstellungsbeschluss wurde am 14. Dezember 2023 von der Bezirksamtsleiterin unterzeichnet.

Stadtplan des Erhaltungsbereichs Vorgesehener Erhaltungsbereich

Städtebauliche Erhaltungsverordnung Gojenberg

Das Gojenbergsviertel im östlichen Bergedorf, zwischen Wentorfer Straße und Holtenklinker Straße gelegen, ist ein städtebaulich bedeutsames Beispiel eines Stadterweiterungsgebiets. Es entstand in den 1920er Jahren nach Plänen des Stadtbaumeisters Wilhelm Krüger als – für damalige Verhältnisse – modernes Wohngebiet. Es zeichnete sich durch eine Mischung aus Mehrfamilien-, Doppel- und Einzelhäusern aus und wurde ergänzt durch eine Schule (heute Schule Ernst-Henning-Straße) und das erste Krankenhaus der damals noch eigenständigen Stadt Bergedorf am Gojenbergsweg 30.

In den vergangenen Jahren wurden an einer Reihe von Gebäuden bauliche Veränderungen vorgenommen. Unter Umständen ist zu erwarten, dass weitere Maßnahmen das Erscheinungsbild des Viertels nachhaltig und gegebenenfalls in unerwünschter Weise verändern. Um den besonderen städtebaulichen Charakter des Gojenbergviertels langfristig zu sichern, soll nun eine städtebauliche Erhaltungsverordnung gemäß § 172 Abs. 1 Nr. 1 Baugesetzbuch (BauGB) erlassen werden.

Mit der Erhaltungsverordnung sollen künftig bauliche Veränderungen vermieden werden, welche sich nicht in die vorhandene Bebauungssituation einfügen und welche die städtebauliche Eigenart des Gebiets nachhaltig beeinträchtigen.

Mit der Verordnung wird daher festgelegt, dass der Rückbau, die Änderung, die Nutzungsänderung sowie die Errichtung baulicher Anlagen der Genehmigung bedürfen, und zwar auch dann, wenn nach den bauordnungsrechtlichen Vorschriften eine Genehmigung nicht erforderlich ist.

Der Beschluss über die Aufstellung der städtebaulichen Erhaltungsverordnung Gojenberg wurde am 14. Dezember 2023 von der Bezirksamtsleiterin unterzeichnet. Die Erhaltungsverordnung selbst soll im Laufe des Jahres 2024 erlassen werden.

Mit dem Aufstellungsbeschluss vom 14. Dezember 2023 können bereits vor Inkrafttreten der Erhaltungsverordnung Anträge auf Rückbau, Änderung, Nutzungsänderung oder Errichtung baulicher Anlagen befristet zu rückgestellt werden. Verfahrensfreie Vorhaben können befristet vorläufig untersagt werden.

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