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Pfandsysteme Geht doch! Mehrweg für Kaffee, Obst und Blumen

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Die Biolieferdienste haben es mit ihren Pfandkisten vorgemacht, Wasser und Bier werden vorzugsweise in Mehrwegflaschen gekauft und der Einweg-Kaffeebecher wird erfolgreich zurückgedrängt: Die Akzeptanz in der Bevölkerung für Mehrweg- oder Pfandsysteme ist groß und das Potenzial in vielen Bereichen des Alltags noch längst nicht gehoben.

Mehrweg-to-go

Geht doch! Mehrweg für Kaffee, Obst und Blumen

Mehrweg- oder Pfandsysteme haben vor allem dann eine sehr gute Ökobilanz, wenn sie ohne lange Lieferwege eingesetzt werden, also im regionalen Kontext. Damit sie von einer Vielzahl Kundinnen und Kunden genutzt werden, müssen die jeweiligen Systeme zudem möglichst einheitlich und flächendeckend funktionieren. Das hat die Studie „Verpackungen im Fokus“ der Unternehmensberatung PwC im vergangenen Jahr ergeben. Neun von zehn Verbraucherinnen und Verbrauchern würden demnach einen höheren Anteil an Mehrwegverpackungen im Handel begrüßen. Der größte Hinderungsgrund, sie dann auch zu kaufen: Ein Großteil der umweltfreundlichen Verpackungen ist für die Käuferinnen und Käufer einfach nicht erkennbar.

„Kehrwieder – mit Deinem eigenen Kaffeebecher“

Mit der Aktion „Kehrwieder – mit Deinem eigenen Kaffeebecher“ hat die Stadt Hamburg auf derartige Hinderungsgründe reagiert: Eine einprägsame Wort-Bild-Marke signalisiert Kundinnen und Kunden der mehr als 260 teilnehmenden Bäckereien und Cafés, dass sie dort Rabatt auf den Kaffee zum Mitnehmen bekommen. Sie müssen nur ihren eigenen Mehrweg-Kaffeebecher mitbringen.

Die vor gut zwei Jahren gestartete Aktion hat sich erfolgreich in der Stadt etabliert. Ebenso wie die praktisch zeitgleiche Einführung eines Pfandbechersystems von Recup. An weiteren 230 Standorten können Becher dieses bundesweit agierenden Anbieters gekauft und zurückgegeben werden.

Behörde für Umwelt und Energie war Vorreiterin

Vorreiterin in Sachen Mehrwegbecher war die Kantine in der Behörde für Umwelt und Energie, in der bereits 2016 wiederverwendbare Porzellanbecher eingeführt wurden. Inzwischen sind nicht nur viele weitere städtische Kantinen dem Vorbild gefolgt. Auch das Universitätsklinikum Eppendorf, städtische Unternehmen wie Hamburg Wasser oder die Stadtreinigung, aber auch die Akademie der Polizei und die Hochbahn setzen auf Mehrweg- oder Pfandbecher. Hinzu kommen viele Unternehmen, allen voran das Unternehmen Otto und der Hamburger Dom sowie Bäckereien und Cafés wie „Dat Backhus“, „Nur hier“ oder „Allwörden“.

Leitfaden für nachhaltige Beschaffung

In Hamburg stehen Einwegbecher seit vier Jahren auf der sogenannten Negativliste des Umweltleitfadens für nachhaltige Beschaffung, sollen also nicht mehr genutzt werden. Denn der Lebenszyklus eines Pappbechers sieht nicht gut aus: Maximal 15 Minuten dauert es nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe, dann landet er im Müll. Für seine Herstellung wird erheblich mehr Wasser verbraucht, als für das Getränk, das er beinhaltet. Hinzu kommen unverhältnismäßig viel Holz und Rohöl. Wegwerfbecher haben einen erheblichen Anteil an der Vermüllung im öffentlichen Raum und können am Ende nicht einmal recycelt werden. Seit der Einführung der Mehrweg- und Pfandbecher finden sich immerhin eine Million Pappbecher pro Jahr weniger im Abfall der Stadt.

Pfandkisten für Lebensmittel und Büromaterial

Auch wenn der Mehrweg-Kaffeebecher zum Symbol des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen geworden ist – Pfandsysteme sind auch in anderen Zusammenhängen denkbar und sinnvoll. Etwa, wenn es um den Transport von Obst und Gemüse geht. Der „Hamburger Bauerngarten“, ein 2012 gegründetes Unternehmen zur Vermarktung von Obst, Gemüse und Blumen aus dem Hamburger Umland, verwendet statt Einwegkartons Pfandkisten, um seine Abnehmerinnen und Abnehmer in der Stadt mit regional und saisonal erzeugten Produkten zu versorgen. Auch die diversen Lieferdienste der Biobauernhöfe, etwa vom Gut Wulksfelde, vom Hoflieferanten oder von Gemüse-Abo Graf, verwenden derartige Pfandkisten. Der nachhaltige Versandhandel memo verschickt sogar Büromaterial in der Pfandbox. Und bei manchen Produkten gehört das Kreislaufsystem schlicht zum Verkaufsprinzip: bei Kartuschen für Gasbrenner zum Beispiel oder bei Kohlensäurezylindern für Wassersprudler.

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