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Büromaterial Recyclingpapier spart Wasser und Chemie

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Die Deutschen sind in vielem Weltmeister – auch im Papierverbrauch. Rund 250 Kilogramm Papier, Pappe oder Zellstoff verbraucht jeder Deutsche rein rechnerisch Jahr für Jahr. Zum Vergleich: In China liegt der Verbrauch bei rund 77 Kilogramm, EU-weit waren es 160 Kilogramm (Zahlen von 2016). Nachhaltige Beschaffung setzt hier an: Unternehmen, die in ihren Büros den Papierverbrauch senken und auf Recyclingpapier setzen, Verpackungsmaterial sparen, keine Kaffeekapseln nutzen und LED-Lampen verwenden, leisten einen Beitrag zum freiwilligen betrieblichen Umweltschutz.

Leitfaden

Recyclingpapier spart Wasser und Chemie

Immer mehr Verpackungsmaterial

Der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) verzeichnet zwar bei seinen Mitgliedsbetrieben seit fast zehn Jahren einen Produktionsrückgang von jährlich einem Prozent. Die Produktion von Verpackungspapieren und –kartons steigt allerdings kontinuierlich. Ihr Anteil am Produktionsvolumen lag 2018 bei 53 Prozent. An zweiter Stelle folgten Druck- und Schreibpapiere mit 34 Prozent. Grafische Papiere hingegen werden immer weniger hergestellt.

Kurze Lebensdauer: Papier für die Tonne

Die Papierherstellung ist ein besonders energieintensiver Prozess, bei dem viel Wasser und eine Menge Chemikalien wie Chlor und Schwefellauge eingesetzt werden. Für frische Papierfasern wird zudem Holz benötigt. Jeder fünfte Baum, der weltweit gefällt wird, landet in der Papierherstellung. Weiterer Nachteil: 90 Prozent des Papiers werden nur einmal oder nur sehr kurz eingesetzt, die Lebensdauer ist also sehr gering. Aber: Papier lässt sich gut recyceln. Der Anteil des verarbeiteten Altpapiers in den Papiermühlen in Deutschland steigt Jahr für Jahr und lag 2018 laut VDP bei 76 Prozent.

Nachhaltige Beschaffung stärkt Kreislaufwirtschaft

Zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft, um den Wasserverbrauch zu reduzieren und die Ressource Holz zu schonen, ist eine nachhaltige Beschaffung im Bereich Büromaterial unerlässlich. Die Stadt Hamburg achtet etwa bei der Transportverpackung von Waren darauf, dass der Karton aus mindestens 80 Prozent wiederverwendetem Material besteht. Auch Hygienepapier wie Papierhandtücher oder Toilettenpapier werden nur aus Recyclingpapier angeschafft. Ebenso Druckerzeugnisse wie Flyer und Broschüren. Andere folgen dem Beispiel der Stadt, etwa die Universität Hamburg: Bis Ende 2019 sollen in den dortigen Büros 70 Prozent Recyclingpapier bei DIN A4-Papier und 55 Prozent bei Druckerzeugnissen eingesetzt werden.

Blauer Engel bietet Orientierung

Wer sich verlässlich orientieren will, sollte etwa bei der Verwendung von Recyclingpapier auf den "Blauen Engel" achten. Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes ist das älteste Umweltsiegel noch immer das Verlässlichste: Es kennzeichnet Papier, das zu 100 Prozent aus Altpapier besteht. Zudem dürfen bei der Produktion weder Chlor noch andere schädliche Chemikalien eingesetzt werden. Gleichzeitig muss das Papier hohe Qualitätsanforderungen erfüllen. Der sogenannte Papierfinder informiert, wo entsprechende Produkte erhältlich sind.

UmweltPartnerschaft als Stütze des nachhaltigen Einkaufs

Die verbindlichen Vorgaben des städtischen Einkaufs sollen auch Unternehmen motivieren, bei der Beschaffung auf Lebenszykluskosten, Recyclingquote, Schadstoffe und Co. zu achten und das eigene Kaufverhalten nachhaltig auszurichten. Sie als UmweltPartnerin und UmweltPartner sind dabei eine wichtige Stütze. Denn nur über eine verstärkte Nachfrage wächst das Angebot an umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen am Markt.

Verschiedene Maßnahmen aus dem Bereich Büromaterial, die im Leitfaden zur umweltgerechten Beschaffung genannt werden, ermöglichen Unternehmen eine Mitgliedschaft in der UmweltPartnerschaft Hamburg. Sprechen Sie Frau Julius in unserer Geschäftsstelle an unter Tel.: 040/42840-2800 oder umweltpartnerschaft@bue.hamburg.de!

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