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Best Practice Deponie Schlachthofstraße

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Lage und Gestalt der Hügeldeponie stellten ein Bebauungshindernis dar. Investoren hatten darüber hinaus kein Interesse an der Bebauung einer Altlast, sondern wollten ein sauberes Grundstück ohne Restrisiko.

Deponie Schlachthofstraße

Zwischen 1888 und 1967 produzierte die Norddeutsche Chemische Fabrik AG in Hamburg-Harburg Schwefelsäure, schwefelsaure Tonerde, Schwefelnatrium, Antichlor, Glaubersalz sowie Salzsäure. Rückstände aus der Produktion wie Aschen, ausgelaugte Schmelzkohle sowie Abbrandreste von Kiesen wurden auf fabrikeigenen Betriebsflächen an der Schlachthofstraße abgelagert. Bis 1945 entstanden auf diese Weise eine bis zu 6 m mächtige Hügeldeponie sowie eine weitere rund 2 m mächtige Geländeaufhöhung. 

Foto der gerodeten Hügeldeponie April 2006

1970 erwarb die Freie und Hansestadt Hamburg die Fläche der Hügeldeponie sowie weitere ehemalige Betriebsflächen. Für die Bereitstellung von Gewerbe- und Gemeinbedarfsflächen wurde 1991 ein entsprechendes Bebauungsplanverfahren eingeleitet. Aufgrund der Hügeldeponie im nördlichen Plangebiet war es jedoch nicht möglich, für diesen sonst infrastrukturell hervorragend erschlossenen Gesamtbereich einen Investor zu finden. Zur Befriedigung einer konkreten Nachfrage nach Flächen des südlichen Plangebietes wurde das Plangebiet geteilt und das südliche B-Planverfahren vorzeitig durchgeführt. 

Sowohl in der Hügeldeponie als auch in der Geländeaufhöhung ergaben Untersuchungen vergleichbare, überwiegend mineralische Auffüllungen. Die chemischen Analysen wiesen ähnliche Belastungen insbesondere durch Schwermetalle und PAK auf. Obwohl von den Ablagerungen aus Sicht der Gefahrenabwehr kein Handlungsbedarf bestand, wurde festgelegt, beide Ablagerungen zur besseren Vermarktung zu entfernen. 

Die Sanierung wurde durch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt ausgeschrieben und zwischen Februar und August 2006 durchgeführt. Die Ablagerungen wurden abschnittweise zurückgebaut. Aufgrund eines Munitionsverdachts wurde der Rückbau durch Kampfmittelsondierungen begleitet. Der B-Plan Harburg 66 / Neuland 22 (nördliches Plangebiet) wurde im Mai 2006 mit der Ausweisung von Gewerbeflächen festgestellt.

Kontakt

Flächenrecycling

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg
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