Impfzentrum Hamburg Schutzimpfungen Erwachsene

Die Meinung, dass Schutzimpfungen ausschließlich etwas für Kinder seien, kann sich als gefährlicher Irrtum entpuppen.

Schutzimpfungen für Erwachsene

Die Schutzwirkung der Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten lässt im Laufe der Jahre nach. Daher sind  im Erwachsenenalter regelmäßige Auffrischimpfungen gegen Diphtherie und Tetanus im Abstand von zehn Jahren erforderlich. Zur Auffrischung des Keuchhustenschutzes ist nach ausreichender Impfung als Kind und Jugendlicher eine zusätzliche einmalige Auffrischimpfung im Erwachsenenalter erforderlich. Da der Keuchhustenimpfstoff nur als Kombination mit Tetanus und Diphtherie-Komponente (beziehungsweise mit Polio-Komponente) vorliegt, sollen alle Erwachsenen bei der nächsten fälligen Auffrischimpfung gegen Diphtherie und Tetanus einmalig mit einem Kombinationsimpfstoff mit Keuchhusten-Komponente geimpft werden.

Immer wieder erkranken auch Erwachsene an Masern, die in der Kindheit nicht oder nicht ausreichend geimpft worden waren. Diese Erkrankungen verlaufen oft schwerer und komplikationsträchtiger als im Kindesalter. Davon betroffen sind vor allem jüngere Erwachsene, da die älteren Jahrgänge zu einem hohen Anteil durch natürlich erworbene Immunität geschützt sind. Daher sollen alle Personen, die nach 1970 geboren sind, auch und gerade wenn sie schon 18 Jahre oder älter sind, immer dann eine Masern-Impfung erhalten, wenn sie bisher nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft worden waren, beziehungsweise wenn darüber Unklarheit besteht. Dabei sollte bei dieser Gelegenheit ebenfalls der MMR-Kombinationsimpfstoff eingesetzt werden, da im Erwachsenenalter auch ein ausreichender Schutz gegen Mumps und Röteln wichtig ist. Besonders für alle Frauen im gebärfähigen Alter ist der Schutz gegen Röteln absolut unverzichtbar und muss ggf durch Nachholimpfungen sichergestellt werden, da eine Röteln-Erkrankung in der Schwangerschaft dazu führen kann, dass die Kinder im Mutterleib versterben oder mit schwersten Behinderungen zur Welt kommen.

Etwa ab dem 60. Lebensjahr stellt sich beim Menschen eine gewisse Leistungsminderung des körpereigenen Abwehrsystems ein. Dies macht ihn anfälliger für Krankheiten und deren Komplikationen, die er als jüngerer Mensch problemlos überstanden hat. Zu nennen sind hier insbesondere die Virusgrippe (Influenza) und die Pneumokokken-Infektion. Daher ist für Menschen dieser Altersgruppe die Influenza- und die Pneumokokken-Impfung dringend zu empfehlen. Die Influenza-Impfung muss jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit wiederholt werden. Die Pneumokokken-Impfung ist in der Regel eine einmalige Impfung.

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